Al-Kaida-Gefängnis gestürmt

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von rafael007, 27. Mai 2007 .

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  1. #1 27. Mai 2007
    Al-Kaida-Gefängnis gestürmt

    Die US-Truppen im Irak haben nach eigenen Angaben 42 Menschen aus der Hand von Al-Kaida-Mitgliedern befreit.

    Die Geiseln seien in einem Versteck nordöstlich von Bagdad festgehalten worden, teilte Generalmajor William Caldwell am Sonntag mit. Einige der Betroffenen, alles irakische Zivilpersonen, seien gefoltert worden und wiesen unter anderem Knochenbrüche auf.

    Es handelte sich dem Militärsprecher zufolge um die bislang grösste Anzahl befreiter Gefangener von Al Kaida im Irak. Caldwell erklärte, irakische Hinweise hätten die US-Truppen zu dem Versteck in der Provinz Dijala geführt. «Die Menschen in Dijala sprechen sich gegen die Al Kaida aus», sagte er. Einige der Befreiten seien vier Monate lang festgehalten worden und müssten medizinisch behandelt werden.

    Nach wiederholten Angriffen seitens schiitischer Extremisten im Irak führten amerikanische und irakische Truppen am Sonntag Razzien im Bagdader Stadtteil Sadr City durch. In der Hochburg des radikalen schiitischen Predigers Muktada al Sadr gab es keine grösseren Zwischenfälle, lediglich ein Verdächtiger wurde festgenommen. Die Razzien erfolgten zwei Tage, nachdem Al Sadr erstmals seit Monaten wieder in der Öffentlichkeit aufgetreten war. In einer Predigt in Kufa forderte er am Freitag vor 6.000 Gläubigen ein Bündnis aus Schiiten und Sunniten, um die US-Truppen aus dem Irak zu vertreiben. Am selben Tag wurde auch ein ranghoher Kommandeur seiner Mahdi-Miliz im Südirak getötet. Daraufhin gerieten die britischen Truppen im Umkreis von Basra unter Granatbeschuss der Aufständischen.

    Der 33 Jahre alte Geistliche traf sich am Sonntag in Nadschaf mit Anführern seiner Bewegung aus dem ganzen Land, wie einer seiner Berater, Salah al Obeidi, vor Journalisten erklärte. Dabei sei es um die Sicherheit und die politische Lage gegangen.

    In Kut südöstlich von Bagdad kündigten 70 Polizisten am Sonntag ihren Job und gaben ihre Dienstwaffen zurück. Zur Begründung erklärten sie, sie hätten Angst vor Attacken der Mahdi-Miliz.

    Die amerikanischen Streitkräfte im Irak meldeten derweil den Tod von zehn weiteren US-Soldaten. Zwei von ihnen seien bei Bombenanschlägen in Dijala und in Bagdad ums Leben gekommen. Vier weitere seien am Samstag bei Bombenanschlägen südlich und nördlich von Bagdad in den Tod gerissen worden. Ferner sei ein Marineinfanterist bei einem Kampfeinsatz in der westlichen Unruheprovinz Anbar ums Leben gekommen.

    Schon am Freitagabend sowie am vergangenen Mittwoch seien drei weitere US-Soldaten der anhaltenden Gewalt zum Opfer gefallen. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP wurden damit seit Beginn des Krieges im März 2003 mindestens 3.453 US-Soldaten um Irak getötet. Allein in diesem Monat waren es schon 102.

    Zu Gesprächen mit US-Vertretern über die Lage im Irak brach am Sonntag eine iranische Delegation nach Bagdad auf. Die amtliche iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete, bei dem Treffen werde es um die Sicherheit, einen Zeitplan für einen Abzug der Besatzungstruppen und die iranische Beteiligung am Wiederaufbau gehen. Es ist das erste Gespräch dieser Art, dass sich nach Ankündigung beider Länder ausschliesslich auf den Irak konzentrieren soll.

    Quelle: 20 Minuten - Al-Kaida-Gefängnis gestürmt - News
     

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