Arbeitsagenturen machen mehr Druck auf Arbeitslose

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von BamSteve, 13. Februar 2008 .

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  1. #1 13. Februar 2008
    Düsseldorf. Zu spät arbeitslos gemeldet oder Jobangebot abgelehnt – die Arbeitsagenturen verhängten 2007 deutlich mehr Sanktionen und strichen Arbeitslosen zeitweise das Geld. Die Ämter gingen rigoroser gegen arbeitsunwillige Arbeitslose vor.

    Die Arbeitsagenturen in NRW haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Strafen gegen arbeitsunwillige Arbeitslose verteilt und ihnen zeitweise die Bezüge gestrichen. Wie aus einer Statistik der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht, verhängten die Behörden in 7800 Fällen so genannte Sperrzeiten, weil Arbeitslose Job- oder Eingliederungsangebote ablehnten beziehungsweise zu wenig Eigeninitiative an den Tag legten. Das waren 1562 Fälle oder 25 Prozent mehr als im Vorjahr.

    Die Zahlen beziehen sich dabei nur auf die Bezieher von Arbeitslosengeld I, also diejenigen Arbeitslosen, die in der Regel kürzer als ein Jahr ohne Arbeit waren. Wer dabei ein Mal eine zumutbare Arbeit ablehnt, muss mit einer Streichung der Bezüge von zunächst drei Wochen rechnen. Beim zweiten Mal sind es sechs Wochen, beim dritten Mal erlischt der Leistungsanspruch gänzlich.

    „Die Arbeitsagenturen sind vor allem bei den Eigenbemühungen strenger geworden“, sagte eine Sprecherin der Regionaldirektion. Die Vermittler seien mittlerweile näher an den Arbeitslosen dran und vereinbarten mit ihnen konkrete Ziele. Wer sich nicht daran hält, muss mit Sanktionen rechnen. Aber auch die gute Konjunktur ist ein Grund, warum es mehr Sperrzeiten gibt, so die Sprecherin. Der wirtschaftliche Aufschwung brachte mehr freie Stellen und somit auch mehr Angebote. Zum anderen vertrauten die Arbeitslosen wohl auch stärker darauf, selbst eine Arbeit zu finden.

    Nicht nur wegen Unwilligkeit auch insgesamt verhängten die Arbeitsagenturen in NRW voriges Jahr deutlich mehr Sanktionen als 2006. Die Behörden strichen Arbeitslosen in 139 051 Fällen zeitweise die Bezüge. Das waren 24 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Diese hohe Zahl ist vor allem durch eines zu erklären: Die meisten Betroffenen meldeten sich zu spät arbeitssuchend, oder erschienen nicht zum vereinbarten Termin im Amt.

    So verhängten die Ämter in knapp 52.000 Fällen Sperrzeiten, weil sich die Betroffenen zu spät arbeitssuchend meldeten. Das waren 55 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Seit Anfang 2006 gelten dafür strengere Vorgaben. Seither müssen sich Arbeitnehmer, sobald sie eine Kündigung in den Händen halten, beim Amt jobsuchend melden. Wer eine befristete Stelle hat, muss drei Monate vorm Auslaufen dem Arbeitsamt Bescheid geben. Ansonsten wird das Arbeitslosengeld eine Woche gestrichen.

    Hinzu kommen 43.166 Fälle, bei denen Arbeitslose nicht zum vorgeschriebenen Termin kamen, in Amtsdeutsch ein Meldeversäumnis begingen. Auch hier gab es eine deutliche Steigerung um 28 Prozent zum Vorjahr. Des Weiteren mussten 36.338 Arbeitslose zeitweise auf Geld verzichten, weil sie selbst gekündigt hatten. Unterm Strich waren im vergangenen Jahr 4,7 Prozent aller Arbeitslosengeld-I-Bezieher von einer Sperrzeit betroffen.


    Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/2008/2/13/news-23123042/detail.html
     

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  3. #2 13. Februar 2008
    AW: Arbeitsagenturen machen mehr Druck auf Arbeitslose

    Deutsches Sozialsystem halt... wir wollen nur ihr Bestes, ihr Geld...

    Was die Arbeitslosen teilweise (ohne das durch Medien inszenierte Gespött, z.B. "Arbeitsloser" oder "Unterschicht" als Beleidigung (Menschen 2., 3. Klasse), zu berücksichtigen...) erdulden müssen, ist echt zum Kotzen.

    Solidarität mit den Leidtragenden dieses Antisozialsystems!
     
  4. #3 13. Februar 2008
    AW: Arbeitsagenturen machen mehr Druck auf Arbeitslose

    Sklaverei... ganz klar Sklaverei...
    Hier werden Menschen bestraft die einfach einen Job nicht machen möchten. Diese Menschen haben kaum etwas und werden tagtäglich gefoltert. Wärend sie zusehen müssen wie ihr Hartz 4 immer Konstant bleibt steigen die Preise in Supermärkten immer weiter in die höhe. Sosehr uns auch das Arbeitsamt weiss machen möchte das es bei noch mehr Anstrengungen mehr Arbeitsplätze auf dem Arbeitsmarkt gibt, dies ist nicht so und es wird in Zukunft nie so sein. Und diese scheiß Bildzeitung hetzt jetzt auch noch gegen diese Menschen mit ihren scheiß Lügen. Seit froh leute den wen man einen schlecht bezahlten Job annimt unterstützt man sie nur damit sie noch mehr Job für noch weniger Geld anbieten. Die Schere zwischen arm und reich wird wieder um einiges grösser und die ausbeutung der arbeiter wird weiterhin in dien höhe getrieben. Wie auch immer... ich gehe jetzt eine Bank ausrauben, ein Kind entführen oder Omis die Handtaschen klauen doch eines ist sicher, ich lasse mir das bald nichtmehr gefallen und wen es soweit ist, wird es tote geben!
     

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