Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von bushido, 14. März 2011 .

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  1. #1 14. März 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. April 2017
    Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    14.03.2011, 10:19 Uhr | bv, cs

    QUELLE: t-online.de


    Die Unfälle in Japans Atomkraftwerken haben die Debatte um die Kernenergie in Deutschland neu angeheizt. Die Bundesregierung kassierte ihren erst wenige Monate alten Beschluss zur Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke - zunächst für drei Monate. Alte Reaktoren könnten nach den Worten Angela Merkels bereits schnell abgeschaltet werden. Neckarwestheim 1 muss sogar sofort vom Netz. Isar 1 steht offenbar ebenfalls vor der Abschaltung. "Alles gehört auf den Prüfstand", erklärte die Kanzlerin. Wir geben eine Bestandsaufnahme zur Stromversorgungin Deutschland, die in Zukunft auch ohne die Atomkraft funktionieren würde.


    [​IMG]
    {img-src: http://wirtschaft.t-online.de/b/44/97/41/60/id_44974160/tid_da/e-on-kernkraftwerk-isar-in-niederaichbach-foto-imago-.jpg}

    E.ON-Kernkraftwerk Isar in Niederaichbach (Foto: imago)


    Deutscher Strom hauptsächlich aus Kohle

    "Das Abschalten der älteren Meiler ist ohne weiteres möglich", sagte Greenpeace-Experte Karsten Smid zur "Frankfurter Rundschau" (FR). Gerd Rosenkranz von der Deutschen Umwelthilfe stimmt dem zu. Viele dieser Kraftwerke seien in der Vergangenheit vom Netz genommen worden, und es habe keine Probleme gegeben. Der Wegfall der Leistung könne durch den deutschen Kraftwerkspark aufgefangen werden. Denn der Strom für Deutschland stammt nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hauptsächlich aus Kohle (43 Prozent). Der Anteil der Kernenergie liegt bei rund 23 Prozent. Die Erneuerbaren Energien steuern bereits rund 16 Prozent zur Stromversorgung bei. In unserer Tabelle erhalten Sie einen Überblick über den deutschen Strom-Mix.

    Insgesamt sind nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zurzeit 17 Atomkraftwerksblöcke in Deutschland in Betrieb. Zwei Meiler liefern aktuell aber keinen Strom (Brunsbüttel und Krümmel). Zwei ältere Kernkraftwerke wurden in den vergangenen Jahren bereits abgeschaltet - Stade 2003 und Obrigheim 2005. 2010 hätten nach dem alten Atomgesetz Neckarwestheim 1 und 2011 die beiden Biblis-Blöcke A und B folgen sollen. Wahrscheinlich ohne Folgen für die Stromversorgung. Das sieht auch Holger Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherschützer so. Er forderte in der "FR": Schaltet die alten Meiler ab. Das sei für die Stromversorgung überhaupt kein Problem.

    Warum es auch ohne Atomstrom geht

    Ein sofortiger Atomausstieg ist theoretisch möglich - praktisch aber schwierig umzusetzen. So könnte es nach Einschätzung der Deutschen Energieagentur im Winter zu Engpässen kommen. Außerdem dürfte das Hochfahren alter Kohlekraftwerke die Luft verpesten. Denn der größte Vorteil der Atomkraftwerke ist ihre CO2-freie Stromproduktion. Da darüber hinaus die Entsorgungskosten des Atommülls vom Staat übernommen werden und die Branche keine Haftpflichtversicherung abschließen muss, ist Atomstrom sehr günstig. Die ungeklärte Lagerfrage und die schwere Beherrschbarkeit bei Störfällen sprechen gegen die Kernkraft.

    Sofern wegfallende Atomstrommengen mit fossilen Brennstoffen hergestellt werden, verschlechtert sich die Klimabilanz. Erneuerbare Energien sind nach heutigem Stand nicht grundlastfähig. So weht der Wind etwa nicht immer dann, wenn besonders viel Strom benötigt wird. Deshalb müssen herkömmliche Kraftwerke dafür sorgen, dass immer genügend Strom produziert werden kann. Diese Grundlast liegt in Deutschland bei etwa 40 Gigawatt (GW).

    Die installierte Leistung aller Kraftwerke in der Bundesrepublik lag nach Zahlen des Wirtschaftsministeriums 2009 allerdings bei 152,9 GW - ein Vielfaches der Grundlast. Der höchste Verbrauch im Jahresverlauf beträgt maximal 80 GW. Diese Spitzenlast muss immer zuverlässig abgerufen werden, damit es nicht zu Stromausfällen kommt. Demnach wären die knapp 21 GW, die die Kernenergie beisteuert, leicht zu verschmerzen.

    Atomkraftwerke nicht immer am Netz

    Theoretisch könnten die Atomkraftwerke in Deutschland also schon heute vom Netz gehen. Und die Energiekonzerne müssten nicht einmal neue Kohle- oder Gaskraftwerke als Ersatz bauen. Denn die bestehenden Kohle- und Gaskraftwerke liefern genügend Strom. Dazu kommen die boomenden Erneuerbaren Energien, die kontinuierlich ausgebaut werden und mittlerweile über 40 GW beisteuern. In unserer Tabelle erhalten Sie einen Überblick über die Stromerzeugungskapazitäten in Deutschland.

    Die Bedeutung der Atomkraftwerke für die Stromerzeugung in Deutschland wird ohnehin überschätzt. So steht Krümmel nach zwei Störfällen 2007 und 2009 seit mehr als drei Jahren überwiegend still. Auch in Biblis kam es wegen der sogenannten Dübel-Panne zum zeitweiligen Stillstand beider Blöcke. Allein Block A lieferte zwischen Ende 2006 und Anfang 2008 an mehr als 500 Tagen keinen Strom, ohne dass es zu Versorgungsengpässen gekommen wäre.

    Bereits 2009 hatte die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Statistik des Bundesumweltministeriums gemeldet, dass die deutschen Meiler im Schnitt 30 Prozent der Zeit keinen Strom lieferten, weil sie umgerüstet würden oder technische Probleme hätten. Einer Statistik der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) zufolge war der Meiler Brunsbüttel nur für rund 60 Prozent der bisherigen Laufzeit am Netz.


    -------------------------------------------------------------------------------------


    Vielleicht nutzen wir diesen Thread um die Diskussion etwas zu entzerren.

    Nochmal zur Erinnerung die Äusserung des Generalsekretärs des Sachverständigenrates für Umweltfragen der Bundesregierung, Christian Hey.


    +++ Deutsche Altmeiler könnten sofort abgeschaltet werden +++

    [12:38 Uhr] Ein sofortiges Abschalten der sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke würde nach Ansicht des Sachverständigenrats für Umweltfragen die Grundversorgung der Bundesrepublik nicht gefährden. Es müsste in diesem Fall auch nicht auf importierten Atomstrom zurückgegriffen werden. Das erklärte der Generalsekretär des Sachverständigenrates für Umweltfragen bei der Bundesregierung, Christian Hey.




    Update

    Da waren es nur noch neun: Merkel schaltet kurz mal ab - n-tv.de

    Geologe: Erdbebenrisiko in Deutschland unterschätzt

    Das Erdbebenrisiko von Atomkraftwerken in Deutschland wird nach Einschätzung von Experten unterschätzt. Bei langfristiger historischer Betrachtung zeige sich, dass mit wesentlich stärkeren Erdbeben gerechnet werden müsse, als dies bei der Reaktorplanung geschehen sei, sagte der Geowissenschaftler Eckhard Grimmel vom Hamburger Institut für Geografie der "Augsburger Allgemeinen".

    "Deutsche Atomkraftwerke würden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit historischen Beben in Mitteleuropa, wie beispielsweise dem Beben von Basel im Jahr 1356 nicht standhalten", sagte Grimmel.

    Die Erdbebengefahr sei in der Vergangenheit von Politikern unterschätzt worden, kritisierte Grimmel und fügte hinzu: "Das ist leichtfertig, das habe ich auch mehrfach angeprangert und den Genehmigungsbehörden mitgeteilt." Der Erdbeben-Experte Gottfried Grünthal vom Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam erklärte, in zurückliegenden Jahrhunderten habe es auch entlang des Rheingrabens Beben mit der Stärke 6 und mehr gegeben. "Solche Beben könnten immer wieder erreicht werden", sagte Grünthal.
     
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  3. #2 14. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    und warum sollten die abgeschaltet werden? bin mit unseren strahlern ganz zufrieden und hoffe dass die auch noch ne weile weiter brennen. gibt halt kein CO2 ausstoß und was so ein kraftwerk leisten kann... nein danke kohle/öl etc.
     
  4. #3 14. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Du hast aber schon festgestellt, dass der Anteil der Kernenergie im Vergleich zum Rest verschwindend gering ist?

    Mir ging es hier in erster Linie darum das Politik Thema Kernenergie in Deutschland von dem anderen Thread zu trennen.
     
  5. #4 14. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    ist nen Witz...
    ich meine wtf unsere Strompreise steigen immer und immer wieder und das, NEIN nicht weil das ganze immer Teurer wird, NEIN, wir müssen das ausgleichen was die Stormkonzerne an den Stormbörsen dieser Welt bezahlen müssen, um den Storm loszuwerden, weil sie eine absolute Überproduktion haben und dann hat Eon nur 5MRD GEWINN gemacht, was für eine Kriese, da müssen die Strompreise doch glatt mal wieder von allen großen angehoben werden, aber ein Karthell der Stormkonzerne gibs ja net NEEEEIN


    PS: Der liebe Gott spricht gerade auch zu mir und erzählt mir ne Gutenacht Geschichte...

    Studie der Grünen: Stromkonzerne zocken Privatkunden ab - Wirtschaft | STERN.DE

    diese geschichte erzählt er mir
     
  6. #5 14. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Vielleicht kann ich die Zahlen nicht richtig deuten, aber
    in den Jahren 2008 und 2009 betrug der Anteil der Kernenergie an der
    Bruttostromerzeugung rund ~22-23% und belegte damit Platz 2.
    Für mich ist das nicht gerade wenig. Ich bin grundsätzlich nicht gegen
    einen Komplettausstieg, da ich die Sicherheitsrisiken, wie z.B. in Japan
    nicht sehe. Ältere Meiler sollten allerdings ruhig mal in Rente geschickt werden,
    da die verlängerte Laufzeiten einfach nur der Profitgier zuzuschreiben sind.
     
  7. #6 14. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Kurz: Ich bin gegen Atomkraft, wenn die Alternativen gegeben sind und die Zahlen stimmen. Als keine sinnvolle Alternativen sehe ich Öl, Gas und Kohle. Und bevor man die AKWs in einer Hurra-Aktion abschaltet und dann neue CO2-Schleudern baut, lieber die neueren AKWs mit strengen Auflagen weiterlaufen lassen.

    Völliger Schwachsinn wäre es, wenn durch die Abschaltung der AKWs in DL Strom aus dem europäischen Ausland (z.Bsp. Frankreich) importiert werden müsste, da zum Beispiel Frankreichs Energieversorgung hauptsächlich durch AKWs geleistet wird (knapp 75%).
     
  8. #7 14. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    schließ ich mich aN;
    die alten dinger sollten sie mal abschalten, und wenn deutschland das geld hat, am besten durch neue und ergiebigerere ersetzen.
     
  9. #8 14. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Es geht ja zunächst mal nur darum die ältesten Kraftwerke abzuschalten. Warum Biblis nicht abgeschaltet werden soll leuchtet mir allerdings nicht ein.

    Das man nicht alle Atomkraftwerke von jetzt auf gleich abschalten kann dürfte auch jedem klar sein.
     
  10. #9 14. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Natürlich kann man nicht sofort alles abschalten ohne auf CO2 Schleudern zurückzugreifen, aber ich bin der Meinung das man zumindest demnächst mal den Mut haben sollte die Energieversorgung weitmöglichst mit erneuerbaren Energien zu gewährleisten, denn das Problem mit dem Atommüll schieben wir nur vor uns her und haben keine Lösung, wer weiss was da noch in Zukunft passiert. Man kann nich von Heute auf Morgen alles abschalten, aber man sollte sich zumindest Richtung erneuerbare Energien bewegen.
     
  11. #10 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Also grundsätzlich bin ich auch eher gegen Atomenergie, da einfach die Risiken viel zu groß sind, im Fall, dass etwas passiert. Mir ist klar, dass bei uns die Wahrscheinlichkeit verschwindend gering ist, dass auch nur ein vergleichbarer Unfall wie in Japan passiert, allerdings kann man es auch nicht ausschließen. Dazu kommt der Atommüll, der ja auch seine Jahrzehnte braucht, um abgebaut zu werden.

    Was aber jedem klar sein sollte ist natürlich, dass wir zurzeit teilweise auf Atomenergie angewiesen sind, weshalb ein sofortiger Ausstieg nicht möglich ist. Wenn, dann wäre ein Ausstieg ein Prozess, der über Jahre hinweg gehen würde (den die Politik aber etwas verpennt: Profit > Umwelt/Nachhaltigkeit).
    Deshalb verstehe ich auch die ganzen Atomgegener nicht, die sich jetzt auf die Strasse stellen und eine sofortige Abschaltung der AKWs in Deutschland fordern, andererseits aber mit Sicherheit keine Zugeständnisse in ihrem Stromverbrauch machen würden. Einfach nur naiv!

    Deshalb muss man aus der jetzigen Situation das Beste machen und die Sicherheitsmaßnahmen weiter verschärfen und die alten Reaktoren abschalten. Eine Radikaländerung kanns nicht geben.

    PS: Ich finde irgendwie, der Titel von dem Artikel widerspricht seinem Inhalt. Wir können drauf verzichten, aber andererseits beziehen wir fast ein Viertel unseres Stroms aus Atomenergie ?(
     
  12. #11 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    der weltweite stromverbrauch wird laut wiki nur durch ca 14% kernenergie abgedeckt. der rest sind andere quellen. finde das klingt schon ganz gut. ich persönlich wäre sogar für mehr kohlekraftwerke, solange kernenergie verschwindet. ist einfach viel gefährlicher. kohlekraftwerke machen halt ein bissel mehr co2. naja, wirs eben wärmer und die erdfläche kleiner. besser als die landflächen radioaktiv versäucht zu haben

    man sollte einfach viel mehr in die zukunft investieren. dann würden wir nicht immernoch mit diesen unsicheren techniken herumtrödeln ....
     
  13. #12 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    gebe meinen vorpostern recht. scheiss auf die atomenergie siehe beispiel japan. jeden tag explodiert ein anderer reaktor. schon krass. die menschheit wird wohl nie was draus lernen siehe tschernobyl
     
  14. #13 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Ich sehe da keinen Widerspruch, denn im Artikel wird klar gesagt, dass Kohle und Gaskraftwerke die ganze Energieversorgung übernehmen können.

    Das das zu einem höheren CO2 Ausstoss führt ist klar, ist mir allerdings als "Brückentechnologie" tausendmal lieber als die Atomkraft.

    Was die Klimaerwärmung und die Einschätzung des Internationalen Klimarats betrifft hat sich Helmut Schmidt dazu ja eindeutig geäussert. Auch dort werden wir belogen.

    Wird Zeit, dass wir uns mal dagegen wehren.
     
  15. #14 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Die Alten abschalten und die anderen erstmal weiterlaufen lassen bis genug Alternativen (die auch gebaut wurden) vorhanden sind. Aber ein beschleunigter Ausstieg bzw. ein alleingang Deutschland ist sinnlos, ich sag nur Cattenom,Fessenheim,Tihange und was noch so alles direkt in unserer Nachbarschaft rumgammelt oder noch neugebaut wird.
     
  16. #15 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Wenn es in Deutschland oder in Europa einen Supergau gibt, gibt es keine Befürworter mehr auch nicht die, die jetzt noch für Atomkraft plädieren. Wenn die eigene Familie vom Krebs zerfressen wird ändert sich diese Einstellung.

    Wahrscheinlichkeiten, Risikoanalyse? Die Japaner haben auch nicht mit einem so heftigen Erdbeben gerechnet und anscheinend auch nicht mit einem Tsunami dieser Grössenordnung.
     
  17. #16 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Ich glaube nicht das wir unseren Bedarf selber decken werden.

    Es wird eher so aussehen, dass wir dann den Strom aus Frankreich beziehen, welche schön weiter mit Atomkraft arbeiten und einige derer Kraftwerke am Rhein stehen und Deutschland somit genau so betroffen wäre.

    Am Ende haben wir kein geringeres Risiko, zahlen aber mehr!

    Deswegen sollte man vllt. mal das Gespräch Europaweit führen!?
     
  18. #17 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Bin auch dafür das wir schnellstmöglich aus der Atomenergie austeigen.

    Die Gründe sind klar, die Atomenergie ist eine eine Technologie die keine Fehler duldet, wenn ein Windrad kaputt geht ist das nicht schlimm, höchstens für den dem das Teil evtl. auf den Kopf fällt. Aber wenn man auf einem sehr gefährlichen Niveau mit Radioaktiven Elementen hantiert kann dann das mehreren tausend Menschen schaden, mal abgesehen von der Landfläche die dann für lange Zeit verseucht wird. Dann ist da noch der Atommüll, manche Zerfallsprodukte von Uran halten mehrere Jahrtausende lang und verschwinden nie ganz! Natürlich hat die Atomenergie auch gewisse Vorteile wie den so gut wie nicht entstehenden CO2-Austoß, und die unverschämt hohe Effizienz (1t angereichertes Uran = 100.000t Kohle!)

    Ich denke aber diese Informationen sind allen bekannt. Nicht das ich die Nuklearforschung nicht mag, nur haben wir diese Technologie und, am wichtigsten, die entsorgung, einfach noch nicht genügend erforscht um damit im großen Rahmen arbeiten zu können. Ich hoffe wirklich inständig das diese Teile bald abgeschaltet werden, die paar Prozent Strom die wir aus denen bekommen können wir auch gerne aus dem Ausland (z.b. Skandinavien) kaufen.
     
  19. #18 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    wenn wir unsere akws abschalten, wird der strom aber auch erheblich teurer und wir verpesten mehr die umwelt durch co2. man sollte lieber langsam mehr an offshore windkraftwerke arbeiten. die stören keinen, sind umweltfreundlich und können recycled werden, falls sie alt werden. DANACH sollte man die akws langsam nacheinander abschalten.
     
  20. #19 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    letztendlich wäre doch jeder für eine atomkraft ausstieg... wieso denn auch nicht. das problem is nur, woher soll der strom dann kommmen?
    [​IMG]

    ich seh da keine große möglichkeit außer tonnen an kohle zu verballern oder 10000000 windräder zu bauen, wobei der strom umbezahl bar wird.

    eine hauruckaktion is auf jedenfall das falsche!

    vor allem müssen dann auch im laufe der zeit alle mitziehen. und versuch mal das frankreich zu sagen...
     
  21. #20 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Stimmt der Brennstoff kommt direkt ausm Kraftwerk muss nicht transportiert und im
    Bergbau abgebaut werden. Und vor allem die Anreicherung und Abreciherung bzw.
    Komprimierung der Stoffe, sowie das bauen der "Endlager" verbraucht keine fossilen
    Brennstoffe die Co2 freisetzen. You made my day. Nur weil die Kernkraftwerkbetreiber
    das nicht in die Co2 Bilanz miteinrechnen heißt das noch lange nicht es ist nicht
    existent. Genausowenig wie die ganzen Subventionskosten in Kernenergie reingerechnet
    werden, dann ist das ganze auch gar nicht mehr so günstig, aber diese Augenwischerei
    funktioniert ja weiterhin so gut.

    Hatte schonmal einen Thread zu dem THema aufgemacht und als ich dann gegen alles
    stichhaltige Argumente mit Links zu Daten deutscher Behörden gepostet hatte war
    von den Befürwortern plötzlich Funkstille und der Thread ging unter.

    Ich verweise mal auf meine Signatur und den Link. Mag überspitzt und viel wiederholt
    sein, aber es sind auch viele gute Dinge dabei die man rausfiltern kann.

    Ps.: Sorry schonmal im Voraus dass ich mich nicht wirklich an der Diskussion
    beteilige - bin momentan im Ausland.

    @ttrottell

    Erzähl Frankreich mal dass in 40 Jahren die Uranvorräte zur neige gehen, wenn nicht
    schon früher bei exzessivem Einstieg anderer Länder. Dann mal schnell auf Thorium
    umschwingen oder endlich vernünftige Alternativen suchen oder sich doch nochmal
    mit Afrika oder anderen Konzepten auseinandersetzen.
     
  22. #21 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Ich bin immernoch der Meinung, dass man früher deutlich mehr Geld in die Forschung zu Thorium betriebenen AKWs hätte stecken sollen.

    Uran ist auf Dauer keine Lösung, als Übergang auch einfach nur bedenklich.

    Denn wenn das stimmt, was in dem T-Online Artikel steht, gibt es keinen Grund die ältesten AKWs abzuschalten.

    Interessanter Aritikel zu Thorium:
    Final Frontier » Mit Thorium in die nukleare Zukunft
     
  23. #22 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Ich stelle mal die wage Vermutung in den Raum, dass selbst das die Chinesen,Russen,Amis usw. nicht jucken würde.
     
  24. #23 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Offensichtlich sehen Geologen, das Erdbebenrisiko schon als Faktor auch in Deutschland. (siehe Update Ausgangspost).

    Bitte keine Wahrscheinlichkeitsberechnungen mehr oder Hinweise darauf, dies hat in Japan auch versagt.



    @Nightlord

    Glaube ich nicht. Auch in den USA hat Obama bereits erste Konsequenzen gezogen.


    @tada

    Ich erinnere mich sehr gut an die Diskussion und um Thorium Kraftwerke und an den Mangel an Argumenten der Atomkraftbefürworter. Seltsamerweise halten die sich momentan alle vornehm zurück, zumindest hier im Forum.
     
  25. #24 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Frankreich?

    Großbritannien plant neue akws, genauso wie schweden und norwegen. Italien plant den wiedereinstieg zur zivilien nutzung. Polen erwägt den bau ihres 1. akws.

    Nur in Deutschland werden aus oppositionellen Kalkühl wieder klischees der 60er jahre hervorgeholt.
    Die meisten lachen sich doch tot über deutschland. Selbst wenn in deutschland mega offshore parks gebaut werden, landschaften mit windkrafträdern zugepflastert werden ,auf jedem popeligen kiosk solaranlagen angebracht werden, bewahrt uns diese "bessere welt" nicht vor gefahren, die von den akws in direkter nachbarschaft ausgehen.

    Ausserdem gibts es bei der Frage atomkraft ja-oder-nein noch ein variable, die kaum in Betracht gezogen wird: Das Potential des Wutbürgers. Die selben, die sich mit buttons wie "Atomkraft - Nein danke!" und trillerpfeifen vor gorleben protestieren, engagieren sich in Bürgerinitativen GEGEN regenerative Energien quer durchs land:

    Windkraftgegner im Internet
    Essener Protest gegen Windrad in Velbert zwecklos | WAZ.de
    http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11992611/2242247/Protest-gegen-Windkraft-Ausbau-vor-Landtag-in-Potsdam.html

    Enstprechende links mit widerständen gegen saubere gaskraftwerke, wasserkraftwerke etc. kann sich jeder über google zusammensuchen. Sobald der Wutbürger persönlich betroffen sein wird, wird er protestieren. Auch geschehen bei den null-emmissions häusern.
     
  26. #25 15. März 2011
    AW: Atomkraft Ja oder Nein - Warum wir auf Atomstrom verzichten können

    Mal davon abgesehen, dass eh eine europäische Lösung benötigt wird,


    aber das größte Problem ist und bleibt die Grundlast. Die Atomkraftwerke liefern nicht ganz 50% davon. Schlicht und einfach, weil sie durchgehend laufen können. Und die Rechnung, die im Artikel aufgemacht wird, ist schwachsinnig. Das ist übers Jahr gerechnet. Was ist denn, in einer windstillen Nacht? Da liefern die Erneuerbaren keine Energie. Gut Biomasse, aber naja. Dass das nicht so sinnvoll ist, ist ja eig klar.
    Und alte Kohlekraftwerke wieder anschmeißen -.-
    1. Wird man dann noch abhängiger von fossilen Brennstoffen
    2. Werden diese Brennstoffe teurer
    3. Wär die Ökobilanz im ***** --> Es müssen mehr CO² Papiere gekauft werden --> teurer

    Daraus folgt, dass am Ende der Stromabnehmer der gearschte ist und ich wette für billigen Strom würden viele dann auch vorübergehend Atomstrom akzeptieren.

    Das Problem der Grundlast kann man nur lösen, wenn man den Strom entweder speichert oder importiert. Für beides fehlt die Infrastruktur, da sich gegen jedes Großprojekt erstmal 500 Mio. Bürgerbewegungen gründen. Die deutsche Bevölkerung ist doch selber schuld, dass es immer noch Atomstrom aus Deutschland gibt. Nur mit Regenerativer Energie, ohne passende Infrastruktur geht es schlicht und einfach nicht.

    Natürlich fehlt jetzt auch wieder ein gewisser Druck auf die Energiekonzerne, um in alternative Energiequellen zu investieren.

    Also bleibt zu sagen: Es muss eine europaweite Lösung her, es müssen Stromleitungen und Stromspeicher her. Das sind so etwa die Grundlagen, um der Gefahr von Atomkraftwerken in Europa zu entkommen.


    Immerhin ein erster Schritt....
    http://www.ksta.de/html/artikel/1299828886406.shtml
     

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