Audio-CD's selber rippen/kopieren

Dieses Thema im Forum "Audio & Video Tutorials" wurde erstellt von karla8, 24. Dezember 2005 .

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  1. #1 24. Dezember 2005
    Ihr habt das bestimmt schon mal erlebt: Ihr ladet euch ein Hörspiel runter, freut euch riesig darauf ... und stellt beim anhören fest, das es beschissen klingt. Woran liegt das? Und was kann man dagegen tun?
    Wahrscheinlich liegt es daran, dass es falsch, heisst mit zu niedriger Bitrate encodiert wurde. Es könnte aber auch fehlerhaft - also mit Knacksern und Aussetzern - kopiert worden sein.

    Vorab: An dem Hörspiel, das ihr so miserabel hörbar findet, lässt sich nichts mehr ändern. Mit Tricks lässt sich der Sound etwas künstlich aufpeppen, so wie die Stars und Sternchen des Popbusiness das mit ihren Stimmchen auch machen - das war es aber auch schon. Aber dem lässt sich vorbeugen. Das ist gerade dann interessant, wenn ihr ein Original-Hörspiel zuhause habt und es anderen (also uns :) ) zur Verfügung stellen wollt. Wie geht man dabei vor?

    Generell läuft es optimalerweise so ab:

    1. Die CD's rippen (heist, auf die Festplatte kopieren)
    2. Die gerippten Titel encodieren (heisst: komprimieren) in MP3's
    3. Die MP3's taggen (heisst, sie mit kurzen Infos versehen)
    4. Cover (wenn möglich) einscannen, Alternativ welche aus dem Internet (Amazon) suchen
    5. Kleine Textdatei mit zusätzlichen Infos zum Hörbuch in den Ordner

    1. Die CD's rippen

    Es gibt verschiedenste Programme, um CD's zu kopieren. Oft machen das auch eure Brennprogramme. Ich möchte euch dafür jedoch Exact Audio Copy [EAC] ans Herz legen. Soweit mir bekannt, beherscht es eine Funktion, die sehr vorteilhaft ist und die kein anderen Programm kann (auch CDex nicht):
    Wenn ihr etwas zerkratzte CD's kopiert (z. B. die oft arg mitgenommenen aus Bibliotheken), so befinden sich oft Aussetzer, Störgeräusche auf den kopierten CD's auf eurer Festplatte. Es kann sein, dass ihr, wenn ihr sie im Original abhört auf eurem CD-Player, ihr nichts hört. Computer-Laufwerke funktionieren aber etwas anders und sind darauf ausgelegt, Daten-CD's auszulesen. Bei Audio-CD's sind sie oft schlechter. Wenn ihr das ausschliessen wolltet, müsstest ihr euch das ganze noch mal anhören - sehr aufwendig. EAC ist speziell für das kopieren von Audio-CD's mit dem Computer geschrieben worden. Wenn man EAC im Secure Mode benutzt, so stellt es Auslesefehler fest - und schreibt dazu einen Report, wo diese sich befinden.

    Der Report kann so aussehen:

    Ihr müsst dann also nur noch etwa eine halbe Minute um diese Stelle herum hören, ob es Fehler gibt (nicht immer sind Auslesefehler auch hörbar).

    Ihr könntet euch EAC natürlich von der Homepage holen (übrigens von einem deutschen Informatik-Studenten). Ich empfehle euch aber, sie in einem deutschen Forum zu holen, in welchem es ein sogenanntes EAC-Bundle gibt. Hier sind bereits Codecs wie Lame, Ogg, MPC, Flac mit drin. Ausserdem befinden sich dort auch sogenannte Presets für die Codecs. Dazu später mehr. Dort findet ihr auch einige Anleitungen und Erklärungen. Bessere und fundiertere Erklärungen liefert das deutsche Forum Audio-HQ .

    Interessant dabei ist zu wissen, dass EAC seit der Version EAC 0.95 prebeta 4 (vom 18 November 2003) eine Anpassung an das neue Urheberrecht erfahren hat. Damit sind bestimmte Massnahmen, um Kopierschutzverfahren zu umgehen, nicht mehr möglich. Wer also Sicherheitskopien seiner eigenen CD's anfertigen will, muss auf die alte Version zurück greifen. Das gilt auch für viele andere Programme. Der Entwickler von EAC wollte sich nicht auf teure Rechtstreits einlassen.
    Technischer Hintergrund: Bestimmte Kopierschutzmassnahmen funktionieren über die Verfälschung der Inhaltsangabe (TOC). EAC hatte vorher die Möglichkeit, die (falsche) TOC, die auf der CD vorzufinden ist, zu ignorieren und selber eine TOC zu erstellen, indem die CD gescannt wurde.

    Eine gute Anleitung - in deutsch und mit Bildchen :) -, wie man mit EAC CD's rippt und was man dabei beachten sollte, welche Konfigurationsmöglichkeiten es gibt, ist hier zu finden: Audio-CDs rippen mit Exact Audio Copy Am wichtigsten dabei ist die Konfiguration des Laufwerks und die Benutzung des Secure Mode.


    2. Die gerippten Titel encodieren

    Das meisst verbreitete Format ist MP3. Gerade für Hörbücher und Hörspiele reicht das auch qualitativ auch völlig aus. Ich denke, die Ansprüche sind daran nicht soo hoch, wie an Musik. MP3 ist ein Lossy (verlustbehafteter) Codec. Dazu Audio-HQ:

    Zur Info: Auf Audio-HQ teiben sich Leute rum, die auch auf Hydrogen Audio zu finden sind - einem englischen Forum, wo sich die Entwickler von verschiedenen Audiokompressionsformaten wie MP3, MPC, AAC ... treffen.

    LAME ist dabei der beste MP3-Encoder. Empfohlen wird zur Zeit (November 2005) die Version 3.97 beta. Zu empfehlen ist dabei die Verwendung von Presets, bei Hörbüchern vor allem der --preset fast medium. Bei mir kommen dabei in der Regel MP3's raus, die im Durchschnitt!!! 96 kbps haben.

    Presets sind also kurze Befehle, die sich jeder merken kann, die aber eigentlich für wesentlich längere Befehle stehen. Sie wurden teils noch mal speziell getunt und in Blind-Hörtests überprüft und verbessert.
    Es handelt sich dabei um eine VBR-Encodierung. VBR (Variable BitRaten) besagt:

    3. Die MP3's taggen

    Taggen heisst, es werden in die MP3-Datei Informationen geschrieben, die von aussen nicht sichtbar, aber mit entsprechenden Programmen ausgelesen werden können. So kann Autor, Tittel Titelnummer, ja sogar ein kurze Rezension darin 'versteckt' werden. Diese Informationen bleiben auch erhalten, wenn man die Datei umbenennt. Ich finde das sehr praktisch, gerade wenn man diese an andere weiter geben will. Aber wie überall gibt es dazu geteilte Meinungen.
    Empfehlenswertes deutsches Freeware-Programm zum taggen ist zum Beispiel MP3Tag . Weitere empfehlenswerte Audio-Programme werden bei Audio-HQ und Essential Freebies empfohlen

    4. Cover (wenn möglich) einscannen

    Schritt 4. und 5. kann im Prinzip unterlassen bzw. erst kurz vor der Weitergabe unternommen werden. Ich empfehle hier aber, es bereits vorher zu machen und das Cover sowie eine Rezension mit in den Ordner bzw. die gepackte Datei zu tun - vor dem verteilen an andere. Nach einer Weile haben die anderen vergessen, worum es in dem Hörspiel geht, haben eventuell keinen Zugang mehr zum dem Forum - und sind dann froh, eine Beschreibung vorzufinden.
    Eingescannte Cover - bzw. besonders edel: auch der Innenseiten - lassen eure Perlen erst so richtig glänzen und schmackhaft werden. Cover von Amazon oder anderen Seiten, die sich über Google finden lassen, tun es aber auch. Eine gute Möglichkeit bieten dafür auch Coverseiten, wo Covers gesammelt werden. Sogar dafür gibt es Tools, die verschiedene Coverseiten nach Stichworten absuchen.
    Eine Coverseite, die hier schon empfohlen wurde, ist Cover-Paradise .

    5. Kleine Textdatei mit zusätzlichen Infos

    Wenn man schon auf der Suche nach Covers ist per Google, fallen einem automatisch auch Rezensionen in die Hand. Praktisch dafür kann das Programm Local Website Archiv sein:

     

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