Bilder-Spam: Fingerprinting gegen massive Werbenachrichten

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 19. Dezember 2006 .

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  1. #1 19. Dezember 2006
    In den letzten Monaten hat sich das Spamaufkommen weltweit drastisch erhöht, doch gelangte immer weniger der unterwünschten Werbebotschaften zum Empfänger. Hochentwickelte Filter sortierten automatisch den Spam aus. Um diese Textkontrolle umgehen zu können, platzierten die Versender die eigentliche Werbung in einem mitgeschickten Bild und fast die gesamten Mechanismen der Filter waren unwirksam. Strato löst dieses Problem in Zusammenarbeit mit der Uni Berlin mit speziellen Fingerabdrücken.

    Schon seit dem Jahr 2005 forscht das Institut für Informatik der Uni Berlin an der Abwehr von Spam. Selbst mit viel Erfahrung war die derzeitige Flut von Bilder-Spam nicht abzusehen. "Das Hauptproblem mit Bilder-Spam ist, dass ihn die meisten herkömmlichen Filter nicht erkennen. Sie untersuchen nur die Text-Bestandteile der E-Mails, können aber die in Bildern – zumeist GIF-Anhängen – enthaltenen Texte nicht auswerten.", erklärte Professor Tobias Scheffer der Humboldt-Universität. Die Forscher waren in Zugzwang, da nach dem erfolgreichem Umgehen der handelsüblichen Filter das Spamaufkommen in zuvor unerreichte Höhen anstiegt; über 90 Prozent der eingehenden E-Mails waren nach Schätzungen der Provider Spam.

    Fingerabdrücke von Bildern

    Jedes Bild einer Spamserie ist unterschiedlich, die Spamversender ändern zum Schutz der E-Mail die Spezifikationen kontinuierlich. Um doch den Spam sicher aus dem normalen E-Mail-Verkehr aussortieren zu können, ordnet der neuentwickelte Spamfilter jedem Bild einen einmaligen Fingerabdruck zu, der Anhand von Farben, Symbolen und Anordnungen errechnet wird. Unter geringem Rechenaufwand können so sämtliche eingehende E-Mails mit den gespeicherten Fingerprints abgeglichen werden. Schon Minuten nach Aufkommen einer Spamwelle können nach Angaben der Uni Berlin alle verbundenen Nachrichten aussortiert werden.

    Selbstlernende Technologie

    Neben dem ständigen Abgleich und statistischen Auswertung der E-Mails probt sich der Spamfilter selbst, indem er immer kompliziertere Bilder erzeugt und Charakteristiken errechnet. Gelingt es dem Filter nicht, die eigenen Nachrichten zu durchschauen, korrigiert er sich selbst. Auch soll dem momentanen Ausnahmezustand an Spam durch selbständig lernende Filter entgegen gewirkt werden. Die intelligenten Filter sollen selbst völlig neuartigen Spam selbstständig erkennen.

    Die neue Fingerprint-Technologie wird momentan nur vom Provider Strato verwendet. In der Zukunft sollen ähnliche Versionen global den Spam bekämpfen.


    quelle: gulli untergrund news
     

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