CD-Prerelease bei amazon.com

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 27. Januar 2006 .

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  1. #1 27. Januar 2006
    Sony is not amused

    Erst im März soll das Reggae-Album "Youth" von Matisyahu erscheinen, bei amazon.com läßt sich die Scheibe jetzt schon vorbestellen. Und nicht nur das: auch die Tracks sind dort bereits hinterlegt - als kundenfreundliche, frei benutzbare Audio-Files ohne störendes DRM. Und bis vor kurzem waren sie dort auch bereits erhältlich - inzwischen nicht mehr unbedingt, geschuldet "technischen Fehlern", die man bei Amazon momentan zu beheben versuche.

    Darüber entrüstet sich Shmuly Tennenhaus auf revenews: nachdem er von dem erstaunlchen Amazon-Service gehört hatte, prüfte er den Sachverhalt nach und konnte in der Tat ebenfalls das Album vorbestellen. Nun bietet amazon.com lobenswerterweise einen "Digital Locker" an, in welchem man gekaufte Produkte bei Verfügbarkeit auch in digitalem Format vorfindet: ein Buch als PDF, beispielsweise, oder Musik eben als Audiodatei.

    Mit "Verfügbarkeit" rechnet man bei einem in zwei Monaten erscheinenden Album nicht unbedingt. Nachdem er die Files erwartungsgemäß nicht in seinem Downloadordner fand, beschwerte sich Tennenhaus trotzdem bei Amazon, woraufhin er eine Entschuldigung sowie einen Downloadlink erhielt, mit dem die Files problemlos zu laden waren - ungeschützt, brenn- und kopierbar.

    Nach Verständigung informierte ihn Matisyahus Label Sony darüber, dass das Problem bekannt und amazon.com verständigt sei: das entsprechende Digital-Locker - Angebot sei gesperrt. Tennenhaus konnte jedoch über seinen Link nach wie vor auf die Files zugreifen. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, stornierte Tennenhaus nach der Information Sonys seine Bestellung von Amazon: mit dem Ergebnis, dass er nach wie vor auf den Downloadlink zugreifen konnte.

    Das Angebot amazon.coms sei fehlerhaft, schlussfolgert Tennenhaus - wenngleich er in seinem Beitrag durchblicken läßt, dass er es in guter Labelmanier als schlichten Diebstahl an Künstler und Label betrachtet. Es lohnt sich indessen zu fragen, welche Alternativen zum Close des unbeabsichtigten Prereleases Amazons existieren, denn die Prereleases in ungeschützter Form wird es auch dann noch geben, wenn amazon ihren Downloadservice dereinst im Griff haben werden. Und spätestens dann fragt man sich, weshalb die Labels trotz erfolgtem Prerelease die fertig produzierten Tracks nicht wenigstens auf einer Payplattform wie iTunes anbieten. Oder warum Tennenhaus trotz der eindeutig anderen Intention seines Textes unfreiwillig erfreut wirkt, wenn er berichtet, wie problemlos sich die geladenen Tracks brennen oder auf den mobilen Player übertragen lassen. Oder warum nicht einfach Sony selbst das Angebot macht, welches sie Amazon nun vorwerfen: denn offenbar befürchtet Sony ja, die Kunden könnten das Angebot annehmen. Und wenn Kunden ein Angebot annehmen könnten, was muss man als verantwortungsvolles, umsatzorientiertes Label dann tun?

    ...nein, das mit dem "verbieten" war nicht wirklich marktwirtschaftlich gedacht. Nochmal versuchen?


    quelle: gulli untergrund news
     

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