„Che Guevara der Islamisten“

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von xX1337Xx, 10. Juni 2006 .

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  1. #1 10. Juni 2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. April 2017
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    Nach dem Tod des El-Kaida-Führers Abu Mussab el Sarkawi gibt der führende französische Geheimdienst-Spezialist Jean-Charles Brisard keine Entwarnung im Kampf gegen den Terror. Auch in Deutschland seien Dutzende Mitglieder „schlafender Zellen“ aktiv, sagte er im Interview mit FOCUS.

    FOCUS: Haben die amerikanischen Soldaten mit Abu Mussab el Sarkawi einen Psychopathen liquidiert ?

    Brisard: Er war definitiv psychisch abnormal. Widersinnigerweise war er in vielerlei Hinsicht das Gegenteil Bin Ladens, dem die Gewalt allein Mittel zum ideologischen Zweck ist. Für Sarkawi war die Ideologie allerhöchstens ein Mittel zum Massaker, das er bei jeder Gelegenheit suchte.

    FOCUS: Nach den Einschätzungen des Pentagon zu urteilen ist aber nun eine große Gefahr gebannt . . .

    Brisard: Die Amerikaner haben die zentrale El-Kaida-Rolle – isoliert für den Irak betrachtet – sicher aufgeblasen. Dort brauchte es keinen großartigen Terror-Koordinator. Doch für den internationalen Terrorismus ist Sarkawis Bedeutung tatsächlich immens gewesen. Unabhängig von seinem blindwütigen Wesen war Sarkawi zu einer großen Symbolfigur geworden, zu einer Art Che Guevara für Islamisten.

    FOCUS: Heißt das, die Terrorgefahr in Europa ist kleiner geworden?

    Brisard: So schnell geht das nicht. In Deutschland zum Beispiel hat man zwar seit dem 11. September zwei große deutsche El-Kaida-Gruppen ausgehoben. Aber nach übereinstimmenden Geheimdienst-Informationen sind weiterhin mehrere Dutzend El-Kaida-Gefolgsleute in Deutschland aktiv. Der deutsche Geheimdienst kennt sogar Namen und Anschrift der mutmaßlichen Schläfer, doch die abgehörten Telefongespräche reichen nach deutschem Recht offenbar nicht aus für eine Anklage gegen die grundsätzlich operativen Leute.

    FOCUS: Und diese Gefahr muss auch während der WM als real und beunruhigend gesehen werden ?

    Brisard: Das hängt entscheidend davon ab, wer das Erbe Sarkawis antreten wird. Diese Entscheidung wird kurz- und mittelfristig die Strategie von El Kaida bestimmen: Gewinnt der Ägypter Abou-el-Masri den Machtkampf, muss man mit einer zunehmenden Gefahr für Europa rechnen. Dann wäre der Irak nur eine Attentats-Zone unter vielen – der Terror würde wieder stärker internationalisiert. Wird ein Iraker oberster Koordinator , werden die Gewaltexzesse à la Sarkawi im Irak weitergehen und der Irak im Mittelpunkt der blutigen El-Kaida-Strategie stehen.

    FOCUS: Ist die amerikanische Freude über die Liquidation des Terroristenführers dann überhaupt berechtigt ?

    Brisard: Die Amerikaner haben gewissermaßen nicht mehr viel zu verlieren, weil sie ohnehin in der irakischen Falle sitzen: Bleiben sie im Irak, schüren sie weiterhin allein schon durch ihre bloße Präsenz de facto den Terrorismus. Und verlassen sie das Land, bricht ein fataler Bürgerkrieg ganz offen aus.


    Quelle: Focus
     

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  3. #2 10. Juni 2006
    ja heute schon gelesen... Meiner Meinung nach ist die Tötung von Menschen immer schlecht.... aber wenn es wirklich den internationalen Terrorismus lösen kann^^
     
  4. #3 12. Juni 2006
    Ist doch nicht schlimm, er ist jetzt bestimmt im Paradies mit 10 Jungfrauen :D

    Ne mal im Ernst: hast grundsätzlich schon Recht, aber machst es Dir damit zu leicht. Bei manchen ist es schon gut so. Was wäre wenn Hitler beseitigt worden wäre? Was wäre wenn sie Osama früh genug erwischt hätten? Wär natürlich auch gut, wenns mal Rumsfeld trifft.

    Seit ich gesehen habe wie das Stück Scheisse dem armen Ami den Kopf abschnitt, hab ich Ihm von Herzen einen qualvollen Tod gewünscht und war schon zufrieden mit der Meldung, ehrlich gesagt. Mal ganz primitiv gedacht.
     
  5. #4 13. Juni 2006
    Ich weis jetzt nicht ob der Tod von sarkawi da so viel gebracht hat seine terrorgruppe hat ja schon bekannt gegebn das sie weiterkämpfen werden. Und der "heilige Krieg" ist noch lange nicht vorbei.
     

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