Coronavirus: Tipps um in der Isolation bei Laune zu bleiben

Artikel von Fabiane Herbst am 28. April 2020 um 22:57 Uhr im Forum Allgemeines & Sonstiges

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Coronavirus: Tipps um in der Isolation bei Laune zu bleiben

28. April 2020    
Das Coronavirus SARS-CoV-2 sorgt weltweit für eine gesundheitliche und wirtschaftliche Krise. Die Verbreitung und die nicht-medizinischen Interventionsmaßnahmen haben auch in Deutschland eine Ausnahmesituation hervorgerufen. Unter dem Hashtag #wirbleibenzuhause ruft die Bundesregierung die Bevölkerung zur sozialen Isolation auf. Mit dem Einhalten von Abstand soll jeder sich und andere vor einer Infektion schützen. Was aber, wenn in der Isolation Zuhause der Hüttenkoller droht? Diese Tipps halten die Langeweile fern, die Laune oben und Geist und Körper fit.



Sportveranstaltungen abgesagt: Was tun ohne Fußball?
Das Coronavirus hat den Profisport zum Erliegen gebracht. Im Motorsport folgten mehrere Absagen von Formel 1 Rennen aufeinander, sodass sich die Organisatoren in Monte Carlo entschlossen haben, das Rennen mit Tradition abzusagen. Der Auftakt der Renn-Saison ist für frühestens Juni geplant.


Auch der Fußball ist nicht verschont geblieben. Die englische Premier League legte eine Zwangspause bis Ende April ein. Die Fußball Europameisterschaft, die eigentlich 2020 stattfinden sollte, ist für 2021 geplant. Die UEFA hat den Zeitraum vom 11. Juni bis zum 11. Juli 2021 vorgeschlagen. Auch die Fußball-EM der Frauen wird umgelegt. Die italienische Serie A pausiert ebenfalls. Auch die DFL hat nicht am regulären Spielbetrieb festgehalten und Spieltage für die erste und zweite Bundesliga umdisponiert. Zuvor war noch geplant, nur Zuschauer von Spielen auszuschließen.

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Wenn die Bundesliga stillsteht, muss eben der Tischkicker herhalten ( Quelle ).



Was tun, wenn sich nichts tut auf dem Platz? Deutsche Kommentatoren verlegten sich kurzerhand auf einen Live-Kommentar des Verkehrs – natürlich mit genügend Abstand vom heimischen Balkon aus. Der Zusammenschnitt im Video hat schon den Charakter einer richtigen Konferenzschaltung. Wer beim Sport auch aktiv werden will, wirft einen Blick in den Keller, auf den Dachboden oder in die Garage. Von Kickerkasten und Tipp-Kick über Tischtennis bis hin zu Laufband oder Zirkeltraining gibt es allerlei Sportgerät und Aktivitäten, die sich bestens für diese Zeit eignen, ob mit oder ohne Familienmitglieder als Kommentatoren.


Glück im Unglück: Zeit für Spiele
Der soziale Abstand schreibt vor, Besuche von Restaurants, Kneipen oder in der Sportsbar zu meiden. Wer jetzt ohnehin schon die Sportsachen entrümpelt hat, lässt sich wohl auch zwangsweise zu einem Frühjahrsputz kleinen oder großen Ausmaßes hinreißen. Dabei findet sich das ein oder andere Spiel zum Zeitvertreib – die Deutschen sind eine Nation der Brett- und Kartenspieler, heißt es.


Der Skatabend mit Freunden bietet sich zwar nicht an, aber die Isolation in der Familie ist die passende Gelegenheit, endlich Doppelkopf, Backgammon oder Poker zu lernen, wenn man nicht ewig Mau Mau spielen will. Doch wer allein Zuhause sitzt, hat Pech gehabt, oder? Von wegen, denn im Internet lassen sich zahlreiche Spiele im Browser spielen.


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Zeit zum Zocken: Computer- und Online-Spiele zur Unterhaltung und Zeitvertreib ( Quelle ).



Warum also nicht aus der Not eine Tugend machen und bei Online Spielen sein Glück versuchen. Ob per Konsole oder PC, Computerspiele bieten Unterhaltung im Einzel- und Mehrspielermodus. Dazu kommen Browserspiele und zahlreiche Seiten mit Casino Spielen, auf denen sich altbekannte Titel und auch die neusten Spiele ausprobieren lassen. Dank Instant Play ist hier kein Software Download erforderlich, sodass sofort mit dem Spiel begonnen werden kann.



In Quarantäne-Zeiten boomt die Selbstverbesserung
Jetzt lassen sich auch all die Dinge angehen, für die man sonst nie Zeit hatte. Meist sind das genau die Projekte, die man ohnehin gerne aufschiebt, weil man dafür an sich selbst arbeiten müsste. Doch warum nicht die Vorsätze zum neuen Jahr wiederbeleben oder einfach sonst die freie Zeit Zuhause in die Selbstverbesserung investieren?

Angebote gibt es schließlich genug. Online und mit Apps lassen sich neue Sprachen lernen, Musikstücke und Instrumente üben oder Meditation, Yoga und Achtsamkeit praktizieren. Ein ganzer Fundus an Koch- und Backrezepten wartet nur darauf, entdeckt und ausprobiert zu werden. Die Selbstverwöhnung muss aber nicht immer durch den Magen führen. Ein entspannendes Wellness-Bad wirkt wohltuende Wunder für Körper, Geist und Seele.


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Apps und Online-Angebot helfen mit Yoga, Meditation und Selbstverbesserung ( Quelle ).



Immer noch Langeweile? Fast unmöglich, gibt es doch eine Fülle an Belletristik und Fachliteratur, zu der Smartphone oder e-Reader Zugang bieten. Viele Stadtbibliotheken bieten inzwischen sogar die Möglichkeit, eBooks auszuleihen. Außerdem gibt es ja noch Hörbücher, also Kopfhörer aufgesetzt und abgetaucht. Und wenn es schon Netflix und Co. auf dem Sofa sein müssen, dann kann man ja mal ausnahmsweise bei den Dokumentarfilmen statt bei den Serien vorbeischauen.

Informiert und bei Laune bleiben
Wer immer noch auf der Suche nach einer Beschäftigung ist, setzt sich einfach an die Steuererklärung für letztes Jahr. Binnen Minuten kommt garantiert der rettende Einfall, was sich stattdessen auch erledigen ließe.

Gegen die gefühlte soziale Vereinsamung hilft auch die Videotelefonie. Das gilt übrigens für berufstätige Tele-Arbeiter wie auch für Ruheständler, Hausmänner und Frauen. Gerade wer den kurzen Schwatz mit Kollegen am Arbeitsplatz gewohnt ist, sollte die Gewohnheit und damit Motivation und mentale Gesundheit aufrechterhalten. Es ist völlig legitim, kurz anzurufen und zu fragen, wie es läuft, schließlich sitzen wir doch alle im gleichen Boot – #ZusammenGegenCorona.

Wichtig ist auch, Kindern und Angehörigen das richtige Verhalten zu erklären und vor allem vorzuleben. Dazu gehören nicht nur die soziale Distanz, die Hygiene und das sorgfältige Händewaschen, sondern auch das Verfolgen von aktuellen Nachrichten und Meldungen wie vom Bundesministerium für Gesundheit, um eventuell auf eine Veränderung der Lage reagieren zu können. Denn auch wenn der Schock bei vielen vorbei ist, sollte SARS CoV2 nicht unterschätzt werden und ein weitere Welle unbedingt vermieden werden.
 

Kommentare

#2 2. Mai 2020
Komplett einsam bin ich nicht, ich denke, das würde mir über mehrere Wochen vermutlich auch schwer fallen, obwohl ich an sich eigentlich gerne alleine bin. Wir sind hier im Haushalt mehrere Personen und nachdem ich im Homeoffice bin, ist es auch nicht so, als gäbe es nichts zu tun. In der Freizeit kann man Haushaltsdinge machen oder was draußen. Und ich gehe bei Frühlingswetter auch wahnsinnig gerne spazieren. Generell muss ich sagen, dass ich bislang zu der Fraktion gehöre, die es irgendwie genießt, dass es derzeit praktisch keine sozialen Verpflichtungen und keinen nennenswerten Freizeitstress gibt.