"Die Euro-Krankheit bricht bald umso heftiger aus"

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von bushido, 12. Juni 2014 .

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  1. 12. Juni 2014


    Ein wirklich lesenswertes Interview, daß ich nur jedem ans Herz legen kann, vor allem den Leuten, die das alles immer nur für Panikmache halten. Krämer nennt Fakten und zeigt deutlich auf wo die Fehler in der Politik und bei der EZB liegen.
     
  2. 13. Juni 2014
    AW: "Die Euro-Krankheit bricht bald umso heftiger aus"

    Die rechte Euro-Kritik ist leider immer noch nicht richtig. Weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Hab ich eigentlich alles schon x-fach widerlegt. Zur Erinnerung:
    Die Deindustrialisierung in Portugal, Spanien & Griechenland geht auf die 80er zurück. In Griechenland ist schlicht nix übrig, dass durch Abwertung profitieren könnte. Nur Importe würden massiv teurer. Spanien hingegen hat während der Euro-Zeit seine Wettbewerbsfähigkeit sehr gut halten können. Das Problem war grundsätzlich kaum die preisliche Wettbewerbsfähigkeit, sondern die unterschiedliche Inlandsnachfrage wegen fehlender Lohnkoordination.

    Der Typ schlägt ernsthaft eine Deflationspolitik vor. Allein dadurch macht er sich völlig lächerlich. Wer seine Löhne kürzt, senkt zwar die Preise, aber zerstört seine Wirtschaft und bleibt für ewig in der Deflation stecken. Das Beispiel Japan sollte bekannt sein. Eine asset inflation ist was anderes als eine Inflation bei produzierten bzw. konsumierten Gütern, ergo ist es absolut sinnvoll die extrem volatilen Immobilienpreise nicht in den normalen Preisindikator reinzunehmen (Mieten hingegen schon). Warum der BIP-Deflator der richtige Indikator ist, wird hier erklärt: Welche Preissteigerungsrate ist wirtschaftspolitisch relevant? | flassbeck-economics

    Auch absolut peinlich ist die Aussage, die EZB würde die Südstaaten finanzieren, damit die weiter Geld verschleudern können. Die EZB hat immer klar gemacht, dass ihre Unterstützung an die Erfüllung der Sparauflagen gekoppelt ist. Und genau DIE sind ja das PROBLEM, weil durch Sparen und Kürzungen der Binnenmarkt gegen die Wand fährt!

    Banken pleite gehen zu lassen ist reinster Selbstmord, weil diese die Lebensader der Kapitalismus sind. Die gehören vergesellschaftet und fertig. Die niedrige Zinspolitik der EZB ist hingegen völlig richtig, aber wird zu nichts außer asset bubbles führen, wenn nicht die Löhne wieder steigen und eine expansive Fiskalpolitik dazu kommt. Dafür ist aber nicht die EZB, sondern die Politik zuständig.
     
  3. 13. Juni 2014
    AW: "Die Euro-Krankheit bricht bald umso heftiger aus"

    Typischer nationalistischer AFD-Schwachsinn eben.
    Der große Knall wird im Übrigen seit über hundert Jahren von orthodoxen Marxisten gepredigt, aber so einfach ist es nunmal nicht.
    Hier wird keine befreite Gesellschaft angestrebt, sondern es spricht die Sehnsucht nach dem Ausnahmezustand, in dem das Volk sich seiner Feinde erledigen kann (bei Bushido die Ju...äh Zionisten und die FED).
     
  4. 14. Juni 2014
    AW: "Die Euro-Krankheit bricht bald umso heftiger aus"

    Den Leitzins senken ist eine gute Möglichkeit den verschuldeten Staaten zu helfen. Fast alle Zentralbanken machen das so, deshalb ist der EURO immer noch so stark weil alle anderen Länder eine deutlich stärkere Entwertung hinblättern.

    Der niedrige Leitzins hat viele Vorteile:

    Die Kapitaleigentümer müssen das Geld ausgeben oder Investieren zu sehr niedrigen Zinsen das heißt effektiv Kapital bringt weniger ertrag oder verliert an Wert. Und genau dieser "Verlust" kommt den Verschuldeten zu gute.

    Klar könnte man jetzt sagen, die sind selber Schuld warum sollten die Sparer jetzt dafür hinhalten, aber das ist so oder so unvermeidbar in einer solidarischen Gemeinschaft.

    Griechenland ohne EURO: extremer Kaufkraftverlust, Vertrauensverlust bei Investoren -> keine Kredite nur zu extrem hohen Zinsen. Importwaren wären unbezahlbar das Niveau und der Lebensstandart würden zurückfallen.

    Ob sich damit wieder Fernost-Arbeitsplätze (zurück) verlagern lassen oder ob eher EU intern Arbeitsplätze dort hin verschoben werden ist auch unklar.

    Ob die "Alternative" wirklich eine Chance hat wenn in Europa ein kleine Billiglohnoasen aufgebaut wird, das könnte zwar wirtschaftlich wieder etwas bringen aber für Europa wäre das eher unvorteilhaft, wenn die Lebensunterschiede stärker werden?

    Die Risiken für die Europäische Gemeinschaft sind beim Austritt schwer abzuschätzen.
     
  5. 15. Juni 2014
    AW: "Die Euro-Krankheit bricht bald umso heftiger aus"

    Hm, Banker die Geld aus dem nichts erzeugen (Inflation) sollten es auch im Nichts wieder verschwinden lassen (Deflation)

    Ob sich das ganze Negativ auf die Gier bzw, Positiv auf das Gemeinwohl auswirkt wird sich nur zeigen, wenn getan wird.
    Du kannst zwar diskutieren und Prognosen erstellen, bis du ins Rentenalter gekommen bist, doch nur was Realität wird, kann
    dir zeigen was daraus wird. Viele versuchen sich hier gern in Schwarz bzw. Weißmalerei zu üben meistens jedoch kommt dabei
    was raus, das weder dem einen noch dem anderen gerecht wird, da die Welt ja doch ein wenig bunter ist als nur Pro und Contra.

    Also liebe Freunde, wenn ein paar kluge Köpfe sich beratschlagen, wie wir ALLE eine Zukunft haben können und nicht jedes Geheimnis
    gleich ausplaudern,lässt sich zwar gerne eine Verschwörung darin sehen, aber eine Verschwörung muß nicht unbedingt immer etwas Negatives sein - du verstehen ? -

    Mein Senf

    grüz
    KK
     

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