"Die Welt soll uns gegen Hisbollah helfen"

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von z3Ro-sHu, 20. Juli 2006 .

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  1. #1 20. Juli 2006
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    Der libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora hat die internationale Gemeinschaft um Unterstützung bei der Entwaffnung der Hisbollah-Miliz gebeten. "Die ganze Welt soll uns helfen, die Hisbollah zu entwaffnen", appellierte er in der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera". "Die Hisbollah ist ein Staat im Staat geworden." Es sei "ein offenes Geheimnis", dass die Organisation "sich nach den politischen Vorstellungen aus Damaskus und Teheran richtet". Der Libanon sei zu schwach, um sich gegen die syrische Vorherrschaft zu verteidigen.

    Vor einer Entwaffnungsaktion müsse Israel jedoch seine "verbrecherischen Bombardierungen" des Libanon einstellen, sagte Siniora. Mit ihren Angriffen auf Zivilisten treibe Israel der Hisbollah nur neue Sympathisanten zu. Selbst Teile der Bevölkerung, die den Milizen sonst nichts abgewinnen könnten, sympathisierten inzwischen mit der radikalen Bewegung.
    Israel hofft auf deutsche Hilfe bei Geisel-Befreiung

    Anlass für die israelischen Luftangriffe auf Libanon war die Entführung zweier israelischer Soldaten durch die radikal-islamische Hisbollah am 12. Juli. Seitdem bombardiert Israel massiv Ziele in dem Nachbarland, die Hisbollah greift ihrerseits israelische Städte mit Raketen an.

    Jetzt hofft das israelische Außenministerium offenbar auf die Hilfe der Bundesregierung bei der Befreiung der Soldaten. Deutschland habe bereits in der Vergangenheit eine konstruktive Rolle gespielt, wenn es um Geiselnahmen oder die Entführungen von Soldaten gegangen sei, sagte Ministeriumssprecher Jigal Palmor im ZDF. Die Bundesregierung hatte zuletzt vor zwei Jahren einen Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hisbollah vermittelt.
    Russland fordert Waffenruhe

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow forderte unterdessen eine sofortige Waffenruhe. Ein solcher Schritt sei dringlicher als alles andere, sagte Lawrow der russischen Zeitung "Kommersant". Bislang gibt es im Sicherheitsrat keine einheitliche Linie hinsichtlich einer gemeinsamen Resolution. Vor allem die USA lehnen eine Resolution mit der Forderung nach einer Waffenruhe ab.

    Neue Angriffe auf Beirut

    Auch heute griff Israel wieder Ziele im Libanon an. In der Nacht bombardierten Kampfflugzeuge nach Militärangaben einen von der Hisbollah-Miliz genutzten Bunker im Süden Beiruts. Auf ihn seien 23 Tonnen Sprengstoff abgeworfen worden. Dort soll sich auch der Hisbollah-Führer Saidsched Hassan Nasrallah aufgehalten haben. Die Hisbollah bestritt jedoch, dass einer ihrer Führer getötet worden sei. Bei dem bombardierten Gebäude handele es sich um eine im Bau befindliche Moschee. Bei dem Angriff sei niemand ums Leben gekommen.

    Im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon gab es wieder heftige Feuergefechte israelischer Soldaten mit der Hisbollah. Zwei israelische Soldaten wurden dabei nach Armeeangaben verletzt.

    Rotes Kreuz: 15.000 von der Außenwelt abgeschnitten

    Mindestens 15.000 Menschen sind nach Angaben von Hilfsorganisationen in zwei Ortschaften im Südlibanon durch die israelischen Angriffe von jeglicher Versorgung abgeschnitten. Ein nicht namentlich genannter Mitarbeiter des libanesischen Roten Kreuzes sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass unter den Eingeschlossenen auch Schwerverletzte seien, die nicht versorgt werden könnten.
    Offensive im Gaza-Streifen geht weiter

    Auch im Gaza-Streifen geht die israelische Offensive weiter. Die Luftwaffe griff die Umgebung des Flüchtlingslagers Mughasi an, in das am Mittwoch auch Bodentruppen eingedrungen waren. Mindestens zwei Menschen wurden dabei getötet, mehr als 20 verletzt.

    Die Luftwaffe warf Flugblätter über dem Gaza-Streifen ab, in denen sie mit Angriffen auf palästinensische Wohngebiete droht, in denen die Armee Waffenverstecke vermutet. Darin heißt es, wer Waffen in seinem Haus verstecke, müsse sich auf einen Angriff gefasst machen.
     

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