DVD-Jon hackt FairPlay: DRM-Gegner baut DRM nach

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 4. Oktober 2006 .

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  1. #1 4. Oktober 2006
    Nicht richtig passend zum gestrigen Tag gegen DRM macht "DVD-Jon" Jon Lech Johansen wieder von sich reden. Wie meist im Zusammenhang mit Kopierschutztechnik - dieses Mal jedoch nicht mit dem Knacken einer der Restriktionssysteme, sondern mit dem Nachbau von Apples FairPlay. Mögliche Folgen: bislang unklar.

    Apple lizenziert seine FairPlay-Technik nicht an andere Mitbewerber im Online-Musikgeschäft. Johansen hat die Technik nun nachgebaut und will, Om Malik zufolge, mit dem Startup DoubleTwist Ventures die DRM-Technik verkaufen. Einen - ungenannten - Partner habe das Unternehmen bereits. Das Vorgehen sei legal - schließlich entfernt er kein DRM von Mediendateien, sondern fügt eines hinzu. Apple deutete an, das Startup nicht verklagen zu wollen, zum Zeitpunkt dieser Zusage sei jedoch das Produkt noch nicht bekannt gewesen.

    Damit könnte der Markt für den iPod nochmals ausgeweitet werden: das Apple-Format gibt es momentan nur im iTunes-Shop zu kaufen.

    DVD-Jon erweist damit der Anti-DRM-Bewegung vermutlich einen Bärendienst. Apples FairPlay mag eines der am leichtesten zu überlistenden DRM-Systeme am Markt sein, ist als Marktführer im Online-Musikbereich jedoch der Vorreiter, der DRM als selbstverständliches Attribut online gekaufter Medien salonfähig macht. Aus diesem Grund richtete sich auch der gestrige Protest am "Day against DRM" unter anderem gegen Apples iTunes, wenngleich nicht gegen Apple selbst. Peter Brown zu den iPod/iTunes/DRM-Flyern von defectivebydesign:

    "Das ist nicht gegen Apple gerichtet. Wir konzentrieren uns auf den iPod, weil er die Haltung popuilär macht, dass DRM durchaus akzeptabel ist."

    Ob und welche rechtlichen Schritte Apple unternimmt, ist bislang unbekannt. Es ist durchaus denkbar, dass keine Maßnahmen gegen DVD-Jon und DoubleTwist ergriffen werden: schließlich machen weitere FairPlay-Downloadshops den iPod allenfalls populärer. Ausgerechnet einer der engagiertesten Coder gegen Kopierschutztechniken könnte dadurch seinen Beitrag dazu leisten, das restriktive Medienmanagement noch mehr als Normalität erscheinen zu lassen.


    quelle: gulli untergrund news
     

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