Fast zwei Drittel der Lebensräume in Deutschland bedroht

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von xxxkiller, 29. März 2007 .

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  1. #1 29. März 2007
    Berlin (AP) Das Artensterben in Deutschland geht trotz aller Schutzmaßnahmen weiter. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sagte am Mittwoch in Berlin, rund 72 Prozent aller 690 verschiedenen Lebensraumtypen in Deutschland seien nach wie vor gefährdet oder sogar akut von der Vernichtung bedroht. Der Verlust an Lebensräumen sei meist nicht oder nur mit großem Aufwand rückgängig zu machen. «Sterben Tier- und Pflanzenarten aus, ist dies unwiderruflich», sagte Gabriel.

    Der Minister stellte die neueste Auflage der Roten Liste der gefährdeten Biotoptypen des Bundesamts für Naturschutz vor. Sie dokumentiert den fortschreitenden Verlust der Arten- und Lebensraumvielfalt in Deutschland. Gabriel sagte, es bestehe kein Grund zur Entwarnung. «Wenn man eine Vorausschau wagt, wie es in zehn Jahren aussieht, haben 32 Prozent der Biotope eine negative Entwicklung zu befürchten.» Beispielsweise seien Bergwiesen und Streuobstwiesen nach wie vor hochgradig gefährdet.

    Der SPD-Politiker wies Kritik an der angeblich überzogenen Naturschutzgesetzgebung der Europäischen Union zurück. «Was wir an Erfolgen erreicht haben, haben wir gerade der Umsetzung von EU-Richtlinien zu verdanken.» Naturschutz sei wichtig, damit die genetische Vielfalt auch künftig genutzt werden könne. «Es ist wirtschaftlicher Wahnsinn, die Ressourcen der Zukunft heute von der Datenbank zu löschen.»

    Gabriel verteidigte seine Idee, das Berliner Eisbärbaby «Knut» als Symbol für die UN-Artenschutzkonferenz im Mai 2008 in Bonn zu nutzen. Über den «Showstar Knut» bekämen die Menschen einen emotionalen Zugang zu sperrigen Themen wie Emissionshandel und Klimaschutz: «Ohne Eis keine Eisbären.»

    Der Klimawandel könne zumindest regional Änderungen der Biotope hervorrufen, sagte der Minister. Der Vizepräsident des Bundesamt für Naturschutz, Rudolf Ley, erklärte, im Zuge der Klimaveränderungen könnte Brandenburg waldlos werden. Ley räumte ein, dass Biotopverlust nicht immer nur negativ gesehen werde. Magerrasen werde beispielsweise durch Düngung in eine landwirtschaftliche nutzbare Fläche umgewandelt.

    Herzlich willkommen auf der Internetseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

    Quelle: yahoo.de
     

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