Filmindustrie mustert mobile Gefängniszelle aus

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von Melcos, 2. September 2006 .

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  1. #1 2. September 2006
    Filmindustrie mustert mobile Gefängniszelle aus

    Die vor zwei Jahren gestartete Aktion "Probesitzen im Knast" der Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" der Filmindustrie läuft auf der diesjährigen IFA in Berlin zum letzten Mal. Die mobile Gefängniszelle sei "sehr auffällig gewesen und habe ihren Zweck erfüllt", berichtete Jan Oesterlin, Geschäftsführer der Zukunft Kino Marketing GmbH (ZKM), am heutigen Freitag im Gespräch mit heise online. Die Kampagne müsse aber weiter entwickelt werden und neue Akzente setzen. Die am Vormittag nur von zwei Interessenten besuchte Zelle, in der es bei Dauerregen im Freigelände auf dem Messegelände unter Funkturm bereits spürbar von der Holzdecke tropfte, habe ausgedient.

    Unzählige Menschen hätten sich mit den Gefängniswächtern in Fantasie-Uniformen fotografieren lassen, feierte Oesterlin den Erfolg von "Knast on Tour". Die Zelle sei ein gutes Hilfsmittel gewesen, um mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten. Allein auf der Games Convention in Leipzig vergangene Woche hätten rund 800 Besucher am Gewinnspiel der Kampagne teilgenommen, bei dem unter anderem "Original-DVDs" und Kinotickets verlost werden. Doch jetzt passe der mobile Knast nicht mehr "zur neuen Tonalität" der Initiative. Die ZKM will künftig stärker die Kunden der Filmindustrie auf ihre Seite ziehen und so den Besuch von Kinos und den Kauf von DVDs oder Filmdateien über lizenzierte Download-Plattformen ankurbeln. Dazu hat sie eine Tournee mit Body-Painting gestartet. Sie soll Zuschauern vor Augen führen, dass sie sich auch im Internet beim illegalen Herunterladen von Videos über Tauschbörsen nicht verstecken können.

    Der leicht irreführende Slogan der Kampagne soll trotz des Imagewechsels erhalten bleiben, sagte Oesterlin. "Bei allem, was illegal ist, fahren wir weiter einen harten Ton." In Spots und Plakaten verkündet die ZKM trotz der Ausrichtung der Initiative auf private Verbraucher, dass Urheberrechtsverletzungen mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren bestraft werden können. Dieses Strafmaß richtet sich allerdings nur gegen gewerblich agierende Raubkopierer.

    Weiter ausbauen will die ZKM zudem ihr zweites Standbein "Respe©t Copyright", in deren Rahmen sie fünf Bausteine mit Aufklärungsmaterial für den Schulunterricht kostenlos zur Verfügung stellt. Bisher liegt das Hauptaugenmerk dabei bei Altersgruppen von 15 Jahren an. Künftig müsse man aber mit der Information über Urheberrechte "in der Grundschule anfangen", betonte Oesterlin. Dabei wolle man nicht "mit Pauschalisierungen" arbeiten, sondern sei bereit, "einen kritischen Dialog" auch direkt im Unterricht zu führen.

    In eine anderer Aktion ging derweil eine Aufklärungsaktion des Chaos Computer Clubs (CCC), mit der dieser am gestrigen Mittwoch vor einem der Eingänge zum Messegelände unter dem Motto "Kopierschutz entmündigt" gegen das Vordringen von Systemen zum digitalen Rechtekontrollmanagement (DRM) in die Medienwelt demonstrierte. Die Hacker platzierten sich dazu mit einem gut sichtbaren, 20 Quadratmeter großen Banner und einer leicht abgewandelten Piratenflagge mit einer stilisierten Kassette unter den Knochen am Rande der IFA.

    "Auf der internationalen Funkausstellung werden auch dieses Mal wieder neue Techniken für Kopierschutz-Systeme (DRM) für Musik, Film und Fernsehen vorgestellt, welche die KonsumentInnen bevormunden sollen", heißt es dazu in einer Stellungnahme des Clubs. "Aus unserer Sicht wäre es fatal, wenn KäuferInnen nicht 'HerrIn der eigenen Daten' sein dürfen." Die Hacker machen auch auf technische Probleme aufmerksam. Der Versuch ein flächendeckendes Rechtekontrollsystem zu errichten, brächten ihrer Ansicht nach in erster Linie Verluste mit sich: "Ursprünglich öffentliche Daten können gesperrt, also zensiert, werden", warnt der CCC. Um private Kopien kontrollieren zu können, müsste die Privatsphäre aller Nutzer auf technischer Ebene massiv beschnitten werden. DRM-Systeme bärgen viele Missbrauchspotenziale, "die einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft nicht gerecht werden."

    quelle: heise.de
     

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  3. #2 3. September 2006
    ach kein bock mehr auf das ganze :) .. dann wollen wir uns mal überraschen lassen welche Lügen Kampagnen die als nächstes so auspacken:kotz:
     
  4. #3 3. September 2006
    Mist und ich wollte doch mal so gerne probesitzen....
     
  5. #4 3. September 2006
    also bei mir wirkt die ganze sch**** nicht
    ich werde laden bis ich alt werde ^^
     

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