Fraunhofer-Institut erhält Patent für transparentes Wasserzeichen

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von Melcos, 1. Dezember 2006 .

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  1. #1 1. Dezember 2006
    Fraunhofer-Institut erhält Patent für transparentes Wasserzeichen

    Die Fraunhofer-Gesellschaft hat ein Patent für ein neuartiges "Verfahren zum Versehen von Bild- oder Videodaten mit einem digitalen Wasserzeichen" erhalten. Das teilte das Fraunhofer-Institut für integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI) heute in Darmstadt mit.

    Laut der Patentschrift erfüllt das neue Verfahren die drei wichtigen Kriterien Transparenz, Robustheit und Kapazität zur Aufnahme genügend aussagekräftiger Daten. Es erlaubt das unsichtbare Einbetten gewünschter Daten – beispielsweise Copyright-Vermerke oder Seriennummern – in Bild- und Videodateien. Ein späteres Entfernen des Wasserzeichens sei ohne Qualitätsverluste der Videobilder nicht möglich. Die neue Technik habe den Vorteil, dass der Anwender auch größere Datenmengen einfügen kann, "ohne dass die Transparenz und die Robustheit des Wasserzeichens leiden."

    Um das zu erreichen, identifiziert das neue Verfahren zunächst Bildbereiche mit einem hohen Informationsgehalt. Beim Einbringen des Wasserzeichens werden diese so minimal verändert, dass für das menschliche Auge keine Unterschiede erkennbar sein sollen. Nur Besitzer der Dekodiersoftware und des passenden Schlüssels können die eingefügten Daten auslesen. Auf seiner Webseite stellt das Institut mehrere, per Wasserzeichen geschützte Beispielfilme zum Download bereit.

    Laut den Forschern sei es selbst durch Ändern der Videogröße, der Konvertierung in ein anderes Dateiformat oder durch andere Manipulationen der Bilder unmöglich, das Wasserzeichen zu entfernen. Zudem könne ein Angreifer aufgrund der Transparenz nicht einmal erkennen, ob die Manipulation ansatzweise erfolgreich war.

    Die Fraunhofer-Forscher sehen ihre Wasserzeichen als Alternative zu Rechtekontrolle mittels Systemen fürs Digital Rights Management, das häufig spezielle Abspielgeräte und Internet-Verbindungen zum Abgleich der Wiedergabelizenzen erfordere. Bereits Anfang dieses Jahres hatten die Forscher eine "neue Technik gegen den anonymen Missbrauch von Tauschbörsen" vorgestellt. Hierbei hatten sie Wasserzeichentechnik mit einem Tauschbörsen-Client kombiniert, um in Internet-Tauschbörsen illegal vertriebene Dateien aufzuspüren.

    Quelle: heise.de
     

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