Google soll Suchlogs an Ermittler herausgeben

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 19. Januar 2006 .

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  1. #1 19. Januar 2006
    Der Zweck Kinderschutz heiligt die Mittel

    Einer der größten Datensammler des Planeten ist zweifellos Google: mit einem bis 2038 gültigem Cookie kann der Suchmaschinenriese Massen von Userdaten miteinander verknüpfen - von personalisierten Suchfunktionen, Suchverläufen, dem Surfverhalten bis hin zum GMail-Account. Solche Datenmengen wecken Begehrlichkeiten, muss man schließlich Google anders als andere Unternehmen gar nicht per Gesetz zum Datensammeln zwingen, sondern macht Google dies seit jeher komplett freiwillig. Zu rechnen war daher damit, dass die Strafverfolger irgendwann Einsicht in die Logs der Suchmaschine haben sollen: der Kampf gegen die p0rngrafie mache es notwendig, dass Google ihre Datenbanken für die Ermittler öffne.

    Entsprechend soll nun auf Betreiben der US-Regierung ein Bundesgericht von Google die Herausgabe von Daten zu Suchverläufen und -abfragen erzwingen. Im Rahmen des Internet Child Protection - Gesetzes müßten Webseitenbetreiber verfolgt werden, die p0rngrafische Inhalte auch Minderjährigen zugänglich machen. Die Google-Daten würden benötigt, um festzustellen, wie viel p0rngrafische Inhalte per Websuche gefunden werden können. Google sträubt sich: unter anderem würde man die Privatsphäre der User verletzen und Firmengeheimnisse aufdecken.

    Verlangt wurde von Google bislang die Herausgabe der Daten zu einer Million Webseiten sowie die kompletten Suchlogs Googles - für jeden beliebigen Zeitpunkt über den Verlauf einer Woche.

    Google sei keine beteiligte Partei des Verfahrens, in dessen Rahmen die Daten angefordert werden, und man werde sich gegen das Vorgehen der Regierung wehren, so Google-Sprecherin Nicole Wong, die die Datenherausgabe als überzogen geißelte.

    Seitens der Regierung wird die Datenherausgabe von Google hngegen als völlig normale Prozedur betrachtet: zahlreiche andere Suchmaschinen hätten sich bereit erklärt, entsprechenden Anfragen nachkommen zu wollen. Google als Marktführer könne einen wichtigen Beitrag im Kampf für den Schutz Minderjähriger vor Online-p0rngrafie leisten.

    Durch die Blogs wandert entsprechend einmal mehr die Warnung vor dem Google-Cookie, welches die Erstellung von Such-Historys und Surflogs im großen Ausmaß ermöglicht. Wer die Sammlung von großen Datenmengen über sein von Google über Jahre geloggte Such- und Surfverhalten eingrenzen will, findet einige Anleitungen, wie das Google-Cookie von Zeit zu Zeit entschärft werden kann.


    quelle: gulli untergrund news
     

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