Hausaufgabe Globalisierung

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von Knorkator, 12. Februar 2008 .

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  1. #1 12. Februar 2008
    Hallöchen, und zwar hab ich n kleines Problem wobei ihr mir vllt helfen könntet.
    Ich hab schon überall was aber vllt. wisst ihr ja mehr :] :p
    BEKOMMT auch ne BW von mir wenns gut is ;)

    also die Aufgabe ist es CHANCEN und RISIKEN zu finden für bestimmte Merkmale der Globalisierung

    Merkmale sind

    1.
    Vernetzte Welt ( durch Innovation in der Mirkro und Optoelektronik sowie in der Telekommunikation)


    2.
    Weltbinnenmarkt ( vor allem durch Abbau von Handelsscharanken und größere Mobilität von Kapital,Wissen und Arbeit )


    3.
    Weltinnenpolitik ( durch Entstehen neuer Formen internationaler politscher Kooperation, durch abbau staatlicher Vorschriften u.a )


    4.
    Welt Risikogesellschaft ( vor allem durch Verschärfung von Umweltkonflikten, globale Umwelt-gefährdungen und Verbeitung von Krankheiten )


    Mfg. Knocki:eek:
     

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  3. #2 12. Februar 2008
    AW: Hausaufgabe Globalisierung

    So wie das formuliert ist, ist das Thema im Schule-Forum besser aufgehoben.

    Hier ist jedenfalls erstmal was ich gerade parat habe:


    1.
    Handys gibts mittlerweile überall auf der Welt und auch in Einkommensschwachen Ländern ist es kein Statussymbol mehr, sondern Gebrauchsgegenstand, natürlich mit angepassten Vertragsmodalitäten. Beispiel CelTel, von der Economist Group im Dezember mit dem Innovations Award für Social and economic innovation ausgezeichnet, und neben MTN (Kuwait) der Grund, warum man auch in Zentralafrika noch wenigstens einen Netzwerkbalken hat. CelTel wurde 1998 gegründet und 2005 an MTN verkauft, für 3.5 Milliarden Dollar, was soweit ich weiß der bisher höchste Firmenwert für einen afrikanischen Konzern, der nicht mit Bodenschätzen handelt.
    Den praktischen Vorteil der Verbreitung kann man sich denken: Landwirte zB(und das sind 65% der südlich der Sahara lebenden Afrikaner) haben somit die Möglichkeit Preise zu verleichen und sogar Kredite aufzunehmen. Da gibt es eine spezielles System (frag nur nach dem Namen, wenn du's wirklich brauchst, ich hab schon gesucht, aber den Artikel nicht wiedergefunden), dass die Handynummer an einen Microfinanzaccount und lokale Handelsgenossenschaften bindet, so kann ein Bauer, der sagen wir 30 km von der nächsten Stadt entfernt lebt einen Preis für seine Ernte setzen und dem Abnehmer, der am nächsten Tag kommt um sie abzuholen auch gleich sagen, wieviele Samen und Dünger er mitbringen soll.

    Das ist nur ein Beispiel für den MegaVorteil der aus der Verbreitung von Telekommunikation erwächst: Information! Je mehr Informationen über einen Markt verfügbar sind, desto besser funktioniert er, weil damit der Wettbewerb angeheizt wird.

    Ansonsten ist an technologischen Innovationen zunächst mal alles gut was mit weniger Aufwand betrieben werden kann, da in Einkommenschwachen Ländern Energie meist ein sehr knappes Gut ist. Hierbei aktuell besonders interessant: Self-generated Energy und Energy Harvesting.
    Praktisch: Radios oder Taschenlampen, deren Akkus mit kleinen Kurbeln wiederaufgeladen werden können. So kann der Bauer von oben die BBC WorldNews hören ohne jede Woche neue Batterien zu kaufen und die Alten wegzuwerfen.

    Spitzenbuch zum Thema Globalisierung und Kommunikation ist Thomas Friedmans "The world is flat", daraus auch ein Beispiel: Neu Dehli und Chicago haben sich durch den Zeitunterschied eine ganz besondere Verbindung geschaffen: Wenn der Arbeitstag in Chicago endet, fängt in Indien bereits der nächste an. Aus Ärtzeserien kennen wir das: Wenn der ultrawichtige Doc gerade nix zu tun hat, sabbelt er geistige Notizen in ein Diktiergerät "Case Dictations" werden diese Gedankenfetzen genannt, die er noch vor einigen Jahren selbstständig, oder mit Hilfe einer Schwester auf Dokumenten verewigen musste. Das kostet Zeit und Geld. Heutzutage werden die Soundfiles am Tagesende in ein Büro in Neu Dehli geschickt, wo junge Frauen mit Headsets die Dictations für ihn abtippen und wieder rübergemailt haben, bevor seine nächste Schicht beginnt. Stichwort: Internationale Arbeitsteilung, Just in Time, Outsourcing.

    2.
    Praktisches Beispiel zu Handelsschranken und Wettbewerb: Der Bund subventioniert jeden deutschen Kumpel jährlich mit 85.000€. Knapp 45.000 davon gehen für sein gehalt drauf, der Rest wird bezahlt um deutsche Kohle international Wettbewerbsfähig zu halten. Das ist ein Beispiel für den von uns betriebenen Protektionismus. Man könnte diese Maßnahme auch anders gestallten: Die Kumpel bekommen weiterhin ihr Gehalt, müssen aber nict mehr arbeiten gehen und wir importieren unsere Kohle aus Argentinien. Der Bund spart 40.000€ pro Bergarbeiter und wir Verbraucher müssten weniger Geld für Kohle bezahlen.

    3.
    Bestes Beispiel ever: Deutschland und Frankreich! Über Jahrhunderte Spinnefeind und heutzutage sind beide Länder jeweils ihre bedeutendsten Handelspartner. Wie oft Politiker beider Seiten jährlich über die Grenze fahren, um irgendwelchen Kooperationsfeiern beizuwohnen, ist sagenhaft. Soweit ich weiß sind alle französischen Atomkraftwerke von Siemens gebaut und ich will gar nicht wissen wo Vivendi (französisches Megamedienunternehmen) überall seine Finger im Spiel hat. Über solche Firmenzusammenschlüsse und joint Ventures entstehen Forschungsgemeinschaften, internationaler Austausch und Vertrauensbeziehungen. Und weil die Politik der Wirtschaft folgt, wirds sicherlich nie wieder ernsthafte Diskrepanzen zwischen beiden Ländern geben.

    4.
    Globalisierung brauch Transport, dieser ist auf dem Seeweg am günstigsten, da Größeneffekte hier am ehesten genutzt werden können. Jeder hat genügend Fantasy um sich auszumalen, was mit Tankern und Frachtern so alles passieren kann.
    Zu Krankheiten: Malarie ist neben Durchfall und Lungenentzündung die Haupttodesursache in den einkommensschwachen Ländern des südlichen Afrikas. Die Medikamente für die Behandlung dieser Krankheit im Anfangsstadium kosten 3€ werden allerdings für 7€ verkauft. Dieser Preisunterschied sorgt jährlich für den Tod von Millionen Menschen. Danke Pharmaindustrie.


    So, dir ist ja klar, dass man mit jeden dieser Punkte Bibliotheken füllen könnte, daher hab ich mich erstmal auf einige wenige Beipiele beschränkt. Brauchste das fürn Vortrag oder sollt ihr n Aufsatz schreiben?

    Ach ja, ich bin zwar auch noch nicht viel länger im Board als du, aber dass für sinnvolle Beiträge BWs rausgehen, verstehe ich als Selbstverständlichkeit. Wenn du damit lockst, ziehst du erstens Spamer an und zweitens sieht das, finde ich, immer ein bisschen armselig aus, wenn man sich als Threadstarter gleich anbiedern will;) ;).

    Wenn du irgendwelche anmerkungen hast, gern.
     
  4. #3 12. Februar 2008
    AW: Hausaufgabe Globalisierung

    globalisierung hin oder her, kapital kommt nicht ohne nationalstaatliche gesetze aus.
    nur berechenbare soziale verhältnisse laden zum investieren ein.
     
  5. #4 12. Februar 2008
    AW: Hausaufgabe Globalisierung

    ... >>> Am Ende steht der Einheitsmensch

    Aus sicht des Plutokraten oder Globalisten ist dies die Chance sich einen "Einheitsmenschen" heran zu züchten. Auf längere Sicht betrachtet bedeutet dass das Aus für die Kulturen und Völker der Erde. Denn je mehr die Grenzen verschwinden im Zuge der Globalisierung, desto mehr werden wir "vermischt" und verlieren irgendwann unsere Identität. Da wir nun einheitlich sind, können wir unter dem Auge der Obrigkeit gelenkt, manipuliert und gesteuert werden. Das ist die Chance für die Obrigkeit/ Herrschaft möglichst hohen Profit zu machen >>> Kapitalismus.

    Folglich dient die "Welt-Risikogesellschaft" einzig und allein dem Kapitalismus, von dem wiederum nur ein geringer Anteil der Menschen profitiert >>> Obrigkeit!
     

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