Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus

Dieses Thema im Forum "Alltagsprobleme" wurde erstellt von xxxkiller, 23. Oktober 2006 .

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  1. #1 23. Oktober 2006
    Kaum verabschieden sich die warmen Tage in die Winterpause, droht in geheizten Räumen Ungemach: Die Luft trocknet die Schleimhäute aus - und öffnen im schlimmsten Fall Keimen eine Tür in den Körper. Wer seine Atemwege bereits mit dem Beginn der Heizperiode regelmäßig befeuchtet, ist gut gerüstet gegen Infekte im Nasen- und Rachenraum.

    «Vereinfacht gesagt produzieren die Schleimhäute einen Sekretfilm, der Schadstoffe und Krankheitserreger festhält und abtransportiert», erläutert Professor Ludger Klimek vom Zentrum für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden. Dieses komplizierte System der Körperabwehr kann durch Heizungsluft empfindlich gestört werden. «Trocknen die so genannten Flimmerhärchen auf der Schleimhaut aus, können sie Keime nicht mehr wegtransportieren. Im Extremfall reißt die Schleimhaut sogar ein und Erreger dringen direkt in sie ein», sagt der Mediziner.

    Um dies zu verhindern, verwandeln Raumbefeuchter die Wohnungs- oder Büroluft in ein atemwegsfreundliches Klima. Schon einfache Lösungen wie eine Schüssel Wasser auf der Heizung oder ein Flüssigkeitstank, der zwischen die Lamellen des Heizkörpers geschoben wird, zeigen schnell Wirkung. «Ganz wichtig ist es, immer auf die Hygiene zu achten und die Befeuchter regelmäßig zu säubern», unterstreicht Michael Deeg, Sprecher des Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte. «Denn auf keinen Fall darf sich in den Geräten Schimmel bilden.»

    In extrem trockenen Räumen können elektrische Befeuchter helfen. «Bei diesen Anlagen muss noch konsequenter auf Sauberkeit geachtet werden», mahnt Deeg. Ansonsten könnten sie sich zur Keimschleuder entwickeln. «Besonders Geräte mit Filtern verbreiten bei ungenügender Pflege eventuell Pilzsporen oder Bakterien», sagt Klimek. Er empfiehlt deshalb filterlose Systeme, bei denen die Raumluft durch ein Wasserbad geleitet wird.

    Allerdings sollte man den Einsatz elektrischer Klimaverbesserer nicht übertreiben. Denn eine zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt Schimmelbildung an den Wänden. «Sinnvoll ist eine Luftfeuchte von 50 bis 80 Prozent», sagt Klimek. Angezeigt wird diese auf einem Hygrometer, das meist in Kombination mit einem Thermometer erhältlich ist und an der Wand montiert werden kann.

    Ist - wie in vielen Büros - eine Klimaanlage im Einsatz, kann auf die Raumfeuchte kaum Einfluss genommen werden. In diesem Fall muss die Schleimhaut von innen unterstützt werden. "Meerwasser- oder Solesprays sind ideale Mittel. Sie sollten zur Vorbeugung zwei- bis dreimal täglich in die Nase gesprüht werden», rät Klimek. «Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Produkte nicht lediglich eine reine Kochsalzlösung enthalten. Besser geeignet ist eine so genannte isotone Lösung.» Bei dieser sei die Bindungswirkung ähnlich wie die der natürlichen Salze auf der Schleimhaut. So genannte hypertone Lösungen seien weniger geeignet.

    Eine ähnlich positive Wirkung wie Sprays haben Salben und Öle. «Sie müssen aber ausdrücklich für die Anwendung an Schleimhäuten zugelassen sein», betont Klimek. «Hautpräparate eignen sich nicht.» Zudem sollten die Produkte keine Paraffine enthalten. «Sinnvoll sind dagegen Wirkstoffe wie Panthenol oder Dexpanthenol», empfiehlt Klimek.

    Zur Vorbeugung und auch als Mittel gegen eine bestehende Atemwegsreizung empfehlen die Ärzte eine Nasendusche. «Der Aufwand ist zwar etwas größer, aber der positive Effekt für die Schleimhäute ist enorm», betont Deeg.

    Eine Nasendusche sollte über dem Waschbecken benutzt werden. Durch ein Nasenloch läuft dann Wasser mit Salzlösung in die Nase hinein, durch das andere fließt es direkt ins Waschbecken wieder heraus. «Nach ein paar Versuchen ist es auch überhaupt nicht schwierig, diese Nasenspülkanne anzuwenden», sagt Deeg.

    Ein ungeeignetes Mittel, um Trockenheit in den Atemwegen zu verhindern, seien abschwellende Nasensprays. «Benutzt man sie zur Vorbeugung, können sie sogar einen gegenteiligen Effekt haben», sagt Klimek. «Das gilt auch für abschwellende Nasensprays, die den Anschein haben, ein natürliches Mittel zu sein.»

    Quelle: yahoo.de
     

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  3. #2 24. Oktober 2006
    AW: Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus

    Dem kann ich nur zustimmten, ist echt zum kotzen in einem raum zu sitze wo die luft total trocken ist. Ich hab auf meiner Heizung einen Teller mit wasser damit das nicht so extrem wird. Heizungen sind echt nich immer schön. ne warme dusche tuts doch auch ;)
     

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