Inkassokosten höher als Hauptforderung

Dieses Thema im Forum "Alltagsprobleme" wurde erstellt von Bruckl, 18. Januar 2016 .

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  1. #1 18. Januar 2016
    Hallo hab vergessen eine Rechnung zu bezahlen, aber keine Mahnung schriftlich bekommen. Ausser auf die E-mailadresse die ich eh nie nachgucke. Das ganze lief über paypal und ebay. die haben mir auch keine mail direkt in das postfach von ebay geschickt so das ich nicht wusste das diese rechnung noch nicht bezahlt wurde.
    So die Rechnung war jetzt vom 22.11.2015

    gefordert wird
    Hauptbetrag 15,90
    5% über Basiszinsen 0,03
    Mahnauslagen 9,40
    Reduzierte Inkassovergütung
    Verzugsschaden 27
    Post und Telekompauschale 5,40
    Gesamtbetrag 57,73 €

    meint ihr ich soll das alles so zahlen in anderen Foren wird immer dazu geraten nur die Hauptforderung an den Gläubiger zu zahlen und dann wird es weil der betrag zu niedrig ist eh fallen gelassen.
     

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  3. #2 18. Januar 2016
    AW: Inkassokosten höher als Hauptforderung

    Schau auf die Rechnung bzw den Kaufvertrag ob da was drin steht bis wann zu Zahlen war und ob dort erwähnt ist, dass sie die Verzug die Forderung an ein Inkasso weitergeben dürfen.

    Ab wann Mahnkosten? - Inkassoportal.de
    Zahlungsverzug, Mahngebühren und Schadenersatz | JuraRat


    Du könntest es mit letztem Absatz versuchen, die letzte Forderung überweisen und sagen die Mahnung ist erst danach eingetroffen. (Steht ja oft dabei, "wenn Sie bereits Überwiesen haben ist diese Mahnung gegenstandslos.")
     
  4. #3 18. Januar 2016
    AW: Inkassokosten höher als Hauptforderung

    Geht das Geld nicht innerhalb der angegebenen Frist bei uns ein, werden wir die Außenstände an ein externes Inkassounternehmen übergeben. Dies führt zu zusätzlichen Kosten.

    Falls Sie den offenen Betrag bereits überwiesen haben, können Sie diese E-Mail ignorieren. Sollten Sie Ihre Bestellung noch nicht erhalten oder inzwischen zurückgeschickt haben, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Händler.

    Überweisen Sie den vollständigen Betrag von 25,30 EUR einschließlich Mahnkosten innerhalb von 8 Tagen, spätestens bis zum 7. Januar 2016


    Die Frist war ja 7. Januar .... die für den Brief ist 24. Januar, lässt sich also noch was machen :p
     
  5. #4 19. Januar 2016
    AW: Inkassokosten höher als Hauptforderung

    Mahnauslagen sind mAn. zu hoch, ist ja schließlich erst die erste Mahnung. Vorher kam ja anscheinend noch nichts.
    Ab der ersten Mahnung werden dann auch Zinsen fällig, wegen den 3 Cent würde ich allerdings kein Fass aufmachen. Lohnt einfach nicht.
    Verzugsschaden? Würde ich gar nicht bezahlen, welcher Verzugsschaden soll denn wem entstanden sein?

    Was die grundsätzliche Beauftragung eines Inkassounternehmens angeht:

    Das muss nicht im Kaufvertrag stehen, grundsätzlich hat man als Verkäufer immer das Recht, ein Inkassounternehmen zu beauftragen. Allerdings gilt hier wieder die Schadensminderungspflicht, ein Mahnschreiben sollte jeder Erwachsene aufsetzen und verschicken können.

    Entscheidend ist hier, dass es (vermutlich) um einen Kaufvertrag Business 2 Private geht. Damit gerät der Käufer nach 30 Tagen automatisch in Verzug, sofern diese Rechtsfolge auch auf der Rechnung vermerkt ist (Bei B2B ist dieser Hinweis nicht erforderlich.). § 286 BGB - dejure.org

    Dann solltest du das ganz schnell erledigen. Eventuell auch gar nicht weiter mit dem Inkassobüro diskutieren, einfach die Forderung als unbegründet ablehen, da die Hauptforderung bereits bezahlt wurde. Das kann funktionieren, vermutlich wirst du aber noch ein paar nervige Briefe vom Inkasso erhalten, ohne das es letztendlich zu einer Klage kommt. Ein gewisses Risiko besteht aber natürlich immer.
     
  6. #5 19. Januar 2016
    AW: Inkassokosten höher als Hauptforderung

    also insgesamt w-aren es 4 mahnungen die ich nicht gelesen hatte, weil ich diese email-adresse gar nicht benutze.
    wieso macht man nicht einfach einen fall auf bei ebay wegen einem unbezahlten artikel, ich verstehe da den sinn nicht und vor allem noch ne positive bewertung als verkäufer schreiben :D.
     
  7. #6 19. Januar 2016
    AW: Inkassokosten höher als Hauptforderung

    Den Schuh solltest du dir selber anziehen. Du hast es verbockt, nicht der Verkäufer.
    Der kann, soweit ich weiß, allerdings zumindest keine negativen Bewertungen abgeben, ob neutral weiß ich nicht. Damit wäre dann vermutlich auch die positive Bewertung erklärt.
     
  8. #7 19. Januar 2016
  9. #8 20. Januar 2016
    AW: Inkassokosten höher als Hauptforderung

    Ja, der Titel trifft es. Das Geschäft mit der Angst. Darauf baut Zeit nämlich in bester BILD-Manier.
    Es dürfte wohl eher selten bis gar nicht vorkommen, dass tatsächlich mal ein Mitarbeiter eines Inkassounternehmens vor der Tür steht und die Hand aufhält. Da hat wohl jemand zu viele Berichte über Moskau Inkasso gesehen. Die sind aber längst wieder vom Markt verschwunden und waren eine unrühmliche Ausnahme.

    Oder aber auch:
    Was Blödsinn ist. Die Gebühren sind vergleichbar mit den Gebühren, die Rechtsanwälte erheben dürfen. Tatsächlich ändert sich an der Inkassogebühr im unteren ein- bis dreistelligen Bereich wenig, weil laut RVG-Tabelle mit einem Gegenstandswert bis 500,-€ gerechnet wird. Daraus ergibt sich ein Gebührenwert von 45,-€ bis 58,50€, wenn man den üblichen Faktor von 1,0 bis 1,3 zugrunde legt.

    Vor allen Dingen sollte man aber nicht vergessen, dass es im Regelfall am Schuldner selbst liegt, wenn ein Inkasso eingeschaltet wird. Sieht man ja auch hier im Thread. Vergessen, Mahnungen verpennt - oder aber einfach über seine Verhältnisse gelebt. Dabei ist es eigentlich ziemlich simpel. Wenn ich etwas kaufe, muss ich dafür bezahlen. Das sollte man als einigermaßen erwachsener Mensch wissen.
    Das soll natürlich kein Freibrief für unseriöse Praktiken sein, man darf die Kirche aber auch mal im Dorf lassen.
     
  10. #9 20. Januar 2016
    AW: Inkassokosten höher als Hauptforderung

    Das kommt ja auch im Artikel richtiger Weise zur Sprache. Letztendlich sind die Schuldner selbst in der Verantwortung, ihre Rechnungen zu bezahlen, und wer sich dessen bewusst verweigert, der sollte sich auch nicht wundern, wenn er ein Inkasso-Unternehmen an der Geldbörse hat. Nichtsdestotrotz kann man sehr wohl über Verhältnismäßigkeit streiten.

    Dass auch Inkasso-Unternehmen "überleben" müssen, sprich nicht einfach nur dahergehen und den ursprünglichen Betrag einfordern können, ist naheliegend. Mitunter überbordende, schneeballartig anmutende Forderungen zu stellen, muss man aber im Zweifelsfalle hinterfragen und auch kritisieren.
     

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