Internetkonzerne wissen mehr über Nutzer als je zuvor

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von die_zarte, 11. März 2008 .

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  1. #1 11. März 2008
    Internetunternehmen wissen heute mehr über die Nutzer Bescheid als jemals zuvor. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung des US-Marktforschungsinstitutes comScore http://www.comscore.com, die das Potenzial von 15 großen Online-Konzernen zum Sammeln von User-Daten untersucht hat. Zu diesem Zweck wurden alle so genannten "data transmission events" - also jene Zeitpunkte, wo Nutzer-Daten an die Server der Unternehmen übermittelt werden - erfasst. Ergebnis der Analyse: Die großen Internetkonzerne Yahoo, Google, Microsoft, AOL und MySpace verzeichneten alleine im Dezember 2007 mindestens 336 Mrd. derartiger Datentransfers. Die bereits seit einiger Zeit laut gewordenen Bedenken von Datenschützern in Bezug auf die Praktiken des Informationssammelns im Internet werden somit erstmals in Form von konkreten Zahlen greifbar.

    "Jeder Nutzer hinterlässt durch die vergebene technische Kennung eine deutliche Spur im Internet", erklärt Marit Hansen, stellvertretende Landesbeauftragte für Datenschutz in Schleswig-Holstein http://www.datenschutz.de , im Gespräch mit pressetext. Insbesondere die konkrete IP-Adresse eines Computers und die oft auf den Rechnern der Nutzer gespeicherten Cookies würden das Verfolgen des Wegs durch das Internet leicht ermöglichen. "Eine örtliche Zuordnung ist beispielsweise über die jeweilige IP-Adresse eines Nutzers ohne weiteres möglich", schildert Hansen. Neben den normalen Suchanfragen würden sehr viele Informationen zunehmend auch über die Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken oder über das Verfassen eines Weblogs gesammelt. "Besonders die jüngere Nutzergeneration muss hier über die speziellen Risiken und Gefahren aufgeklärt werden", betont Hansen.

    "Problematisch ist in diesem Zusammenhang vor allem, dass Nutzer gar nicht über derartige Praktiken des Datensammelns Bescheid wissen", kritisiert Hansen. Internetunternehmen würden in der Regel ihre Kunden nicht ausreichend darüber informieren. "Wenn ein Nutzer weiß, dass seine Daten für Werbezwecke aufgezeichnet werden und dem zustimmt, ist das in Ordnung", stellt Hansen fest. Eine persönliche Zustimmung sei in diesem Zusammenhang ausdrücklich von Nöten. "Die Einwilligung muss aber auch jederzeit zurückgezogen werden können", ergänzt Hansen. Zudem müsse dem Nutzer das Recht auf Einsicht und Korrektur der so erhobenen Daten eingeräumt werden. "Innerhalb der EU dürfen personenbezogene Daten nur unter bestimmten Voraussetzungen gesammelt werden", so Hansen. Entscheidend sei hier vor allem eine gesetzlich festgelegte Zweckbindung. "Nutzerdaten können so nicht generell, sondern immer nur auf einen bestimmten Zweck bezogen gesammelt werden", stellt Hansen klar.

    Durch das Verfolgen und Analysieren des Internet-Traffics versuchen die Unternehmen Rückschlüsse auf die Interessen und persönlichen Vorlieben der User zu ziehen. Verwendet werden die so angehäuften Informationen vor allem, um die Inhalte - speziell die Werbebotschaften - im Internet besser auf die jeweiligen Wünsche der Kunden zuschneiden zu können. Laut dem comScore-Bericht hat das größte Datensammel-Potenzial derzeit Yahoo, auf dessen Seiten rund 110 Mrd. User-Datentransfers registriert worden sind. Rang zwei belegt die Musik-Community MySpace, vor dem US-amerikanischen Onlinedienst AOL und dem Suchmaschinenbetreiber Google.

    quelle: pressetext.de
     

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  3. #2 11. März 2008
    AW: Internetkonzerne wissen mehr über Nutzer als je zuvor

    Das wundert mich kaum, es geistert zwar momentan etwas mehr als Schreckgespenst und SciFi Vision rüber, aber so mancher Service von bestimmten Websiten, lässt die Leute besser ausspionieren, als es früher der nette Nachbar hätte machen können. Ich meine es ist ja nichts auszusetzen, wenn man mit den Daten sieht was man schon alles gekauft hat und wofür man sich noch entscheiden kann. Aber es ist eine Schreckens Vision wenn ich mir vorstelle, das ich in den Laden gehe und mir dort schon ein Artikel angeboten wird, den ich am häufigsten gekauft habe. Mit meinen Daten wenn ich sie hergebe muss auch wirklich sehr verantwortungsvoll umgegangen werden. Es kann nicht sein, dass sie wie bei manchen Seiten an andere weitergegeben werden. Viele Seiten spionieren ihre Kunden ja regelrecht aus, sie installieren einen kleinen Cookie den keiner merkt und analysieren ihr Verhalten. Was man selbst mit Payback nicht im realen Leben hinbekommt lässt sich hier wunderbar verfolgen, anhand der Position der Maus oder der Klicks bzw der Verweildauer, kann man genau erkennen was der Kunde gesehen hat und wofür sein Interesse am stärksten ist. Ich meine es kann ja auch positiv sein, dass man nicht mehr lange suchen muss eh man etwas findet. Aber ich will immernoch selber entscheiden was ich mir hole und was nicht und nicht immer soll der andere Wissen was ich gern mache. Das ist ja irgendwie auch ein Schritt in meine Privatsphäre, man stelle sich doch nur vor die Daten kämen in die falschen Hände, so könnte manche kleine Jugenddummheit dazu führen das man große Probleme bekommt, von daher ist das sehr gefährlich.
     
  4. #3 11. März 2008
    AW: Internetkonzerne wissen mehr über Nutzer als je zuvor

    mann sowas ist echt :poop: !!!!!
    mann will einfach die daten der user an ominöse werbeagenturen bringen , um geld zu verdienen auf kosten des nervengerüstes des verbrauchers.

    mfg axelso
     
  5. #4 11. März 2008
    AW: Internetkonzerne wissen mehr über Nutzer als je zuvor

    boah und ich dachte ich hab schon ein verfolgungswann von pkr:angry: auf jeder seite egal welches land kommt so oft dieses pkr... ich habs damals installiert und gespielt jedoch zu viel verzockt seit dem ich es nicht spiele taucht der müll immer in werbung auf
     
  6. #5 11. März 2008
    AW: Internetkonzerne wissen mehr über Nutzer als je zuvor

    wen überrascht das?

    In Zeiten von schuelervz studivz und co hat man mehr daten als je zuvor und das ist nur mal eins von dutzenden Beispielen. Myspace natürlich sogar auf internationaler Ebene.

    Die Dinger sind doch nur zu diesem Zweck da. Keiner stellt sonst einfach zum Spaß so ein Portal ins Netz.

    Entweder man lebt halt damit oder man meldet sich nicht an und hat am besten gar kein Internet.
     

  7. Videos zum Thema
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