Iran kündigt Ausweitung seines Atomprogramms an

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von rafael007, 7. März 2007 .

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  1. #1 7. März 2007
    Iran kündigt Ausweitung seines Atomprogramms an

    Die Europäische Union hat Irans Verweigerungshaltung im Atomstreit mit dem UNO-Sicherheitsrat ungewöhnlich scharf verurteilt. Gleichzeitig kündigte der Iran eine Ausweitung seines Nuklearprogramms an.

    Chefunterhändler Ali Laridschani erklärte am Mittwoch nach Angaben des Staatsfernsehens in Teheran, in der Atomanlage von Natans im Zentraliran würden bald 164 weitere Gaszentrifugen in Betrieb genommen.

    Vizepräsident Aghasadeh wurde zudem von der Nachrichtenagentur ISNA zitiert, auf Anordnung von Präsident Ahmadinedschad sei mit dem Bau eines Atomreaktors mit einer Kapazität von 360 Megawatt begonnen worden. Über den Standort wurde nichts mitgeteilt.

    Bisher wurde nur in Buschehr im Süden des Landes mit russischer Unterstützung an einem Atomkraftwerk gebaut. Russland und Iran streiten sich aber deswegen. Der Iran soll seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

    Die USA drängen Russland, die Arbeiten in Buschehr einzustellen. Sie fürchten, dass der Iran die dort eingesetzte Technologie für den Bau von Atomwaffen nutzen könnte.

    Die USA bemühen sich derzeit im UNO-Sicherheitsrat um eine Verschärfung von Sanktionen gegen den Iran, da dieser bisher der Forderung nicht nachgekommen sei, seine Bemühungen um die Urananreicherung einzustellen.

    Weitere Massnahmen angedroht

    Vor dem Gouverneursrat der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) verurteilte der deutsche UNO-Gesandte Peter Gottwald in Wien die Verweigerungshaltung ungewöhnlich scharf und drohte Teheran mit weiteren Massnahmen der UNO.

    In der Erklärung der EU, die unter anderem von den Balkanstaaten, der Türkei und der Ukraine unterstützt wurde, zeigte sich Brüssel vor allem besorgt darüber, dass Teheran 48 Inspektoren der IAEA die Einreise verweigere.

    Der iranische Botschafter bei der IAEA, Ali Asghar Soltanieh, verteidigte am Mittwochabend vor Journalisten erneut das Recht seines Landes, die Inspektionen durch die Wiener Atombehörde im Iran einzuschränken. Es gebe «keine rechtliche Verpflichtung», die Versuche zur Urananreicherung auszusetzen.

    Die Atombehörde IAEA müsse «verstehen, wie man mit dem Iran umgeht». Dennoch sei sein Land zu weiteren Gesprächen über sein Atomprogramm bereit.

    Benzin wird rationiert

    Der Iran bereitet sich offenbar bereits auf allfällige Sanktionen vor. Das Parlament stimmte nach Berichten von Agenturen einer Rationierung von Benzin ab dem 22. Mai zu.

    Obwohl Teheran der viertgrösste Ölproduzent der Welt ist, muss die Islamische Republik gut 40 Prozent des benötigten Benzins von täglich 70 Millionen Litern einführen. Grund sind fehlende Raffineriekapazitäten und eine fast schon chronische Energieverschwendung.

    Im zweitgrössten Öl-Ausfuhrland der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) gilt billiges Benzin als Grundrecht. Massnahmen zur Rationierung und Preiserhöhungen sind daher äusserst unpopulär und könnten zu Unruhen führen.

    Quelle: 20min Zeitung
     

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  3. #2 7. März 2007
    AW: Iran kündigt Ausweitung seines Atomprogramms an

    Wenn die Welt nicht auf das Erdöl angewiesen wäre und alternative Energien rechtzeitig gefördert und weiterentwickelt worden wären, könnte der Iran nicht einen derart starken Druck auf den Ölpreis und damit die Weltwirtschaft ausüben.
     
  4. #3 10. März 2007
    AW: Iran kündigt Ausweitung seines Atomprogramms an

    Dies sieht nicht gut aus. Iran möchte einfach nicht verhandeln und wird dementsprechend bestraft. Das Problem ist, dass es wieder zu einem Krieg kommen kann und vielleicht so wie im Nachbarstaat Irak endet.
     
  5. #4 10. März 2007
    AW: Iran kündigt Ausweitung seines Atomprogramms an

    Tja, klasse. Das sieht man mal wozu die ganzen sinnlosen Verhandlungen nur führen. Der Iran hat bis jetzt keinen Schritt nachgegeben und baut fröhlich an den Bömbchen weiter, während die UNO Sanktionen verhängt, die null Wirkung haben.

    Genau dasselbe wie bei Hitlers Aufstieg, da haben alle auf Verhandlungen und sein Gewissen gehofft und auf ein Wunder gewartet, dass der von alleine einlenkt, bis es dann zu spät war und es zu einem Krieg mit 50 Mio. Toten führte.

    Die Leute haben absolut nichts aus der Geschichte gelernt. Hätte man schon damals vor 1939 einen Präventivschlag vorgenommen, wäre es weder zu dem blutigen Weltkrieg, noch zu dem grausamen Holocaust gekommen.

    Im Iran haben wir dasselbe. Der Iran ist Deutschland im Jahre 1938 und wir gucken wieder zu, ohne etwas zu unternehmen. Anstatt mal die Karten auf den Tisch zu legen und denen ein Ultimatum zu stellen, bis zu dem sie alles eingestellt haben müssen, verhandelt man nun seit 4 Jahren, ohne irgendetwas erreicht zu haben.

    Ich bin nicht für einen Krieg, aber manchmal muss man auch diese Mittel benutzen, wenn manche Leute die Sprache nicht verstehen, muss man mit einem Präventivkrieg antworten, wie man es bei Hitler hätte machen sollen.

    Also einfach ein paar Militärstützpunkte, sowohl alle Standorte mit Nukearanlagen bombardieren und dem Boden gleich machen und am Besten auch noch den Ahmadinedschad mit Gefolgschaft und den Chamenei und seine ganzen Mullahs mit einer Bombe treffen, dann gäbe es in der Gegend ruhen. Man müsse ja gar nicht einmarschieren, dort gibt es genug Oppositionelle, die die Macht an sich reißen würden und eine faire Demokratie, ohne die Scharia und ohne Unterdrückung durchsetzen würden. Man könnte die Kräfte noch mit einer Geldspritze versorgen und damit wäre das Problem gelöst und mit weit leichteren und weniger blutigen Mitteln, als wenn man wartet, bis der Iran Atomwaffen hat. Denn wen er erst einmal welche hat, dann wird er sie nicht so leicht sich wegnehmen lassen. Dann wird es wirklich einen Atomkrieg geben.

    MfG
    Famiosi
     

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