Jugendliche tanken Alk - Shopbesitzer kriegen Stress

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von z3Ro-sHu, 20. Juni 2006 .

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  1. #1 20. Juni 2006
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    Bei Testkäufen in Zürcher Tankstellen haben Jugendliche ohne Probleme Alkohol erhalten. Künftig müssen die Angestellten der Tankstellen-Shops selber blechen, wenn sie Alkohol an Jugendliche verkaufen.

    Diese Massnahme ist eine unter vielen, die die Erdöl-Vereinigung im Rahmen einer Sensibilisierungskampagne auf das Problem einführen will.

    60 Prozent der Teenies erhielten Alk

    In 80 Zürcher Tankstellenshops haben bei Testkäufen Jugendliche in 47 Fällen Alkohol einkaufen können, in 33 Fällen wurden sie abgeweisen, wie die Erdöl-Vereinigung (EV) am Dienstag an einer Pressekonferenz in Zürich bekannt gab. Auftreten und Aufmachung heutiger Jugendlicher hätten die Alters-Triage zwar relativ anspruchsvoll gemacht. Gleichwohl sei das Ergebnis unbefriedigend, sagte EV-Geschäftsführer Rolf Hartl. Mit einer Sensibilisierungskampagne soll nun die «Durchfallquote» von 60 Prozent auf zehn bis 20 Prozent gesenkt werden. Die EV will zudem weiter Testkäufe durchführen.

    Verkaufsverbot konsequent durchsetzen

    Shell will das Alkoholverkaufsverbot an Jugendliche in Tankstellenshops konsequent durchsetzen, wie Ralph Stalder, Country Chairman Shell (Switzerland) und EV-Vorstandsmitglied, klar machte. So muss sich das Verkaufspersonal schriftlich zur Einhaltung des Verkaufsverbots verpflichten. Das Verkaufspersonal bezahlt zudem eine allfällige Busse bei Zuwiderhandlung selber. Bei einem ersten Verstoss kommt es zu einer schriftlichen Verwarnung, im Wiederholungsfall zur Kündigung des Arbeitsvertrags.

    Schriftliche Garantien

    Die Tankstellenbetreiber müssen sich zudem schriftlich verpflichten, die zur Einhaltung des Verkaufsverbots notwendigen Massnahmen zu ergreifen. Auch sie werden beim ersten Verstoss schriftlich verwarnt, und im Wiederholungsfall kommt es zur Kündigung des Stationsvertrags, wenn der Betreiber seine Sorgfaltspflicht verletzt hat. Ein generelles Verbot des Alkoholverkaufs an Tankstellenshops wird abgelehnt. Dies würde eine Diskriminierung gegenüber anderen Verkaufskanälen darstellen, sagte Stalder.
     

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