Kanadisches Label verteidigt Filesharer gegen RIAA

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 27. Januar 2006 .

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  1. #1 27. Januar 2006
    Sämtliche Kosten werden übernommen

    Die Nettwerk Music Group ist dass führende kanadische Label und hat Künstler wie Sarah McLachlan oder Avril Lavigne unter Vertrag. David Greubel wiederum ist ein Fan, auf dessen Rechner sich 600 verdächtige Musikfiles fanden, die er möglicherweise aus dem Netz geladen hat. Die RIAA, zu guter Letzt, ist der Verband der US-Musikindustrie, die von Greubel nun 9.000 Dollar will, andernfalls ein Gerichtsverfahren drohe. In einem Anfall von Wohltätigkeit erließ man Greubel gar die halbe Summe, wenn der sich zügig ans Bezahlen mache.

    Nun soll die RIAA ja die Labels vertreten, zumindest Nettwerk zieht sich diesen Schuh jedoch nicht an und fühlt sich mitnichten "vertreten", im Gegenteil: das Label erklärte sich bereit, die Verteidigung Greubels zu übernehmen - inclusive Anwalts- und Gerichtskosten sowie alle möglicherweise anfallenden Strafen.

    "Die Fans zu verklagen, ist nicht die Lösung, sondern das Problem", so der Nettwerk-CEO Terry McBride. Nettwerk war auf die Klage aufmerksam geworden, nachdem die 15jährige Elisa Greubel einen bei Nettwerk unter Vertrag stehenden Künstler anmailte und unter Berufung auf seinen Song "Download This Song" auf die Situation ihrer Familie hinwies. Sie wolle das Downloaden nicht rechtfertigen, halte die die Klagewelle jedoch für empörend.

    Anwalt Charles Lee Mudd Jr., der die Familie vertritt, fand ebenfalls deutliche Worte gegen die aktuelle Praxis. Den Schutz durch Copyrightgesetze habe die RIAA nicht mehr als Verteidigungs- sondern als Angriffswaffe missbraucht, die Opfer seien mitnichten die "Diebe", als die die RIAA sie darstelle. "Heute haben wir das Glück, dass Künstler und Labels wie Nettime Prinzipien haben und ihre Kräfte bündeln, um die RIAA von ihrem aggressiven Vorgehen abzubringen - einem Vorgehen, mit welchem die RIAA nicht einmal ihre gesteckten Ziele erreichen konnte."

    "Die momentane Vorgehensweise der RIAA ist nicht im Interesse der bei mir unter Vertrag stehenden Künstler", so auch McBride. Damit bröckelt der Rückhalt für den Verband weiter - zahlreiche Musiker und Künstler haben sich schjon von dem Vorgehen der RIAA distanziert und sabotieren gelegentlich gar schon die DRM-Strategien ihrer Labels, indem sie auf eigene Faust vollwertige CDs an ihre Fans herausgeben. Nun beginnt auch ein Label, sich öffentlichkeitswirksam gegen den Verband zu stellen: nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten und Geld. Der Effekt dürfte auf jeden Fall deutlich sein: siegt Nettwerk, wäre dies ein erfreulicher Präzedenzfall. Und selbst wenn sie unterliegen: ein Verband, der von einem Label Strafzahlungen entgegennimmt, dessen Interessen zu vertreten er vorgibt, würde seine Glaubwürdigkeit dann doch leicht beschädigen.


    quelle: gulli untergrund news
     

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  3. #2 27. Januar 2006
    Endlich fangen die labels mal an zu verstehen, dass die Gerichtsverfahren nicht so sehr viel bringen. Ich hoffe mal, dass es noch weitere solche Fälle geben wird.
     
  4. #3 27. Januar 2006
    Soso, hoert sich interesant an. Also ich hoffe, dass das was wird. Denn diese RIAA ist wuerklich muell und :poop:.
     
  5. #4 27. Januar 2006
    Hm nicht schlecht aber das ist leider nur ein einzelfall, der so läuft :( Dagegen anzugehen und so ein paar lächerliche dollar zu fordern bringt es nicht, da es noch millionen anderer raubkopierer gibt...aber cool das die Label das erkennen und nicht die kunden auch noch vergraulen!
     
  6. #5 27. Januar 2006
    so was hört sich doch super an!! wieso gibts so was nicht in deutschland?

    aber naja dies wird nur ne einmalige sache sein und die andere armen schweine die erwischt werden zahlen .

    vieleicht macht das label das auch nur damit sie in die schlagzeilen kommen billigere werbung gibts ja nicht

    ok die verhandlung kostet sie was aber für die kohle bekommen sie keine werbung in mehreren ländern

    mfg Dunas
     
  7. #6 27. Januar 2006
    das ist doch schön zu hören dass die labels endlich einsehen dass sie sich auf dem falschen weg befinden. einen riesen respekt vor nettwerk!!!!
    vielleicht wird es ein anstoss für weitere labels sein, auf ihre fans zuzukommen...

    Gruß,
    Figger
     

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