Ministerium warnt wegen PFT-Belastung vor zu häufigem Fischverzehr

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von xxxkiller, 12. Oktober 2006 .

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  1. #1 12. Oktober 2006
    Das Landesumweltministerium hat wegen der Belastung der Flüsse Möhne, Ruhr und Rhein mit der Industriechemikalie PFT (perfluorierte Tenside) erneut vor zu häufigem Verzehr von Fischen aus dem Harkortsee, dem Kemnader See sowie dem Baldeneysee gewarnt. Aus Vorsorgegründen sollten diese Fische nicht öfter als sechsmal pro Monat gegessen werden, teilte das Ministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit.

    Am Mittwoch liefen zudem bei der Bezirksregierung Arnsberg die Untersuchungen von Bürgern aus dem Bereich Arnsberg-Neheim an. In einem dortigen Wasserwerk waren zwischenzeitlich erhöhte PFT-Werte festgestellt worden. Deshalb soll nun das Blut von 80 Kindern und 160 Frauen von Wissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum untersucht werden. Durch einen Vergleich mit Blutproben von Bürgern nicht betroffener Regionen sollten mögliche Veränderungen des Blutes festgestellt werden, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung.

    In einigen Tagen sollen auch Blutproben von Männern entnommen und untersucht werden. Die ersten Ergebnisse sollen Anfang kommenden Jahres vorliegen.

    Das PFT stammt vermutlich aus belastetem Biodünger. Im Zuge der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wurde ein 37-jähriger Geschäftsführer in Borchen (Kreis Paderborn) festgenommen, weil er in seiner Firma wissentlich belastetes Material zu dem Biodünger verarbeitet haben soll. Der Biodünger wurde vor allem im Hochsauerlandkreis und dem Kreis Soest verwendet. Durch Regenwasser sickerten Spuren der Industriechemikalie ins Grundwasser sowie die Flüsse Möhne, Ruhr und Rhein.

    Perfluorierte Tenside werden industriell eingesetzt, um Gebrauchsgegenstände wie etwa Papier, Verpackungsmaterialien und Textilien wasserabweisend zu machen. Sie stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.

    Quelle: yahoo.de
     

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