Nach Crash: Südkoreanische Regulierungsbehörden inspizieren Terraform-Verbindungen

Artikel von Fabiane Herbst am 25. Mai 2022 um 12:38 Uhr im Forum Finanzen & Versicherung

Nach Crash: Südkoreanische Regulierungsbehörden inspizieren Terraform-Verbindungen

25. Mai 2022    
CryptoCrash, verdacht auf Insiderhandel: Die südkoreanischen Finanzaufsichtsbehörden planen die Durchführung von Vor-Ort-Inspektionen bei inländischen Unternehmen, die eine Geschäftsbeziehung mit Terraform Labs unterhalten – und insbesondere bei solchen, die Terra (LUNA)-Coins verwendet haben.

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In einem exklusiven Artikel erklärte das südkoreanische Medienunternehmen Money Today, dass der Financial Supervisory Service (FSS) mit einer Vor-Ort-Untersuchung des von SoftBank unterstützten E-Payment-Anbieters Chai beginnen wird.

„Wir untersuchen, ob sich die Folgen des ‚LUNA-Terra-Vorfalls‘ auf den Finanzmarkt ausgebreitet haben.“​

Chai, das 2019 eingeführt wurde, ist seit seiner Gründung ein enger Terraform-Partner und stellte bis März dieses Jahres KRT-bezogene Zahlungsdienste bereit.

Der FSS plant ferner, Vor-Ort-Inspektionen bei Unternehmen durchzuführen, die der Terra Alliance angehören, insbesondere bei solchen, die mit Terra verbundene Zahlungs- und Abrechnungsdienste angeboten haben.

Unter Berufung auf Insider der Finanzbehörden stellte das Medienunternehmen fest, dass der FSS vor Ort Inspektionen bei Unternehmen plant, die in den „letzten drei Jahren“ Zahlungs- und Abwicklungsdienste unter Verwendung von Terra Coins oder nicht fungiblen Token (NFTs) erbracht haben.

Chai wurde 2019 vom Terraform-Mitbegründer Shin Hyun-sung (auch bekannt als Daniel Shin) gegründet. Shin – der versucht hat, sich vom Terraform-Fallout zu distanzieren – hat zuvor behauptet, dass Chais Geschäftsbeziehung mit Terraform im Jahr 2020 zu Ende ging.

Das Medienunternehmen stellte jedoch fest, dass der CEO von Terraform, Do Kwon, einen Anteil von 22,4 % an der Holdinggesellschaft von Chia besitzt.

Shin ist auch der Vorsitzende der E-Commerce-Plattform TMon, die wahrscheinlich ebenfalls einer FSS-Untersuchung ausgesetzt sein wird, stellte das Medienunternehmen fest.

Weitere Sonden sind auch für den Lebensmittellieferanten Baedal Minjok geplant, stellte das Medienunternehmen fest.

Eine namentlich nicht genannte Finanzaufsichtsbehörde erklärte:
„Wir werden den Status der Gelder und Abhebungsgelder, den Managementstatus der Unternehmen nach der Aussetzung der [terra-ecosystem]-Dienste sowie ihre Benutzerschutzmaßnahmen überprüfen.“​


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Panischer Ausverkauf

Der Niedergang von Terra Luna begann, als die Schwester-Kryptowährung TerraUSD plötzlich an Wert verlor, sagen Experten.

TerraUSD ist ein sogenannter „Stablecoin“, ein Kryptowährungstoken, der größere Wertschwankungen vermeiden soll. Die Unternehmen hinter Stablecoins versuchen sicherzustellen, dass sie mit Vermögenswerten wie dem US-Dollar gleich bleiben – zum Beispiel mit einem Token im Wert von 1 $.

Aber als der Wert von TerraUSD abstürzte, begann ein panischer Ausverkauf und Terra Luna – algorithmisch mit TerraUSD verbunden – stürzte gleichzeitig ab.

Der Rest der Kryptowährungswelt beobachtete die Implosion entsetzt und zog Milliarden von Dollar aus anderen digitalen Währungen.


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Solche Fälle destabilisieren den Kryptowährungsmarkt und das Vertrauen, die Risiken für Portale die auf Fremdkapital der Kunden angewiesen sind, wie bitcoinprime.software/de/ steigen damit extrem - ein Totalverlust wie beim eigentlichen "Stablecoin" TerraUSD ist also immer möglich. Dieser wurde immer mit 1 USD gehandelt, seit dem Vorfall zwischen dem 09. Mai und 17. Mai um 99% gefallen und liegt stand Heute bei 0,07 USD.


Quelle: Cryptocrash: ‘I was arrested for knocking on Luna boss's door'
 

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