Nokia sagt geplante Kooperation bei CDMA-Handys mit Sanyo ab

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von z3Ro-sHu, 22. Juni 2006 .

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  1. #1 22. Juni 2006
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    Nokia beerdigt erst im Februar verkündeten Pläne für ein Gemeinschaftsunternehmen mit Sanyo zur Fertigung von Handys im CDMA-Standard. CDMA (Code Division Multiple Access) ist ein in Nordamerika entwickeltes und verbreitetes Mobilfunkverfahren der "zweiten Generation", das auch in bevölkerungsstarken Entwicklungsmärkten wie China, Indien oder Brasilien an Bedeutung gewinnt.

    Die Finnen begründen die Absage der im Frühjahr noch als "vorläufig" bezeichneten Joint-Venture-Vereinbarung damit, dass deren vorgesehene Bedingungen nicht in Einklang mit den langfristigen strategischen Interessen des Nokia-Konzerns zu bringen gewesen seien. Stattdessen will Nokia sein CDMA-Geschäft nun auf eigene Faust weiterbetreiben und es zugleich restrukturieren, um sich in diesem Bereich künftig auf den nordamerikanischen Markt zu konzentrieren. Für das dritte Quartal erwartet Nokia Restrukturierungskosten in Höhe von 150 Millionen Euro. Die Markteintrittskosten im CDMA-Geschäft bezeichnet Nokia als generell "prohibitiv", in den Entwicklungsländern liegt den Finnen die Schwelle für ein aus ihrer jetzigen Sicht erfolgreiches CDMA-Geschäftsmodell zu hoch. Seine Position als Handy-Weltmarktführer verdankt Nokia in erster Linie dem Absatz von GSM- und UMTS-Geräten. Geräte dieser Standards haben inzwischen weltweit rund zwei Milliarden Nutzer erreicht.

    Nokia steht vor dem Dilemma, dass einerseits erst hohe Stückzahlen von CDMA-Handys ähnliche Margen versprechen wie GSM-Endgeräte, andererseits mit jedem verkauften CDMA-Gerät Lizenzkosten an den US-Konzern Qualcomm fällig werden. Der kalifornische Hersteller von Chips und anderer Kernkomponenten für Mobilfunkgeräte macht seit Jahren glänzende Geschäfte und profitiert insbesondere von Lizenzzahlungen für seine Patente in weltweit verbreiteten Mobilfunkverfahren wie CDMA, GSM und in 3G-Standards. Die Kalifornier sind außerdem mit Nokia sowie mit zahlreichen anderen Handy-Ausrüstern in juristische Auseinandersetzungen um Mobilfunk-Patente verwickelt.
     

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