Plattform für Wilbers Anti-Islam-Film

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von TiRo, 28. März 2008 .

Schlagworte:
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  1. #1 28. März 2008
    Am Ende tat er es doch: Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders hat seinen Islamfeindlichen Film ins Internet gestellt – trotz der von vielen Seiten ausgesprochenen Bedenken. Nur: So provozierend finden viele den Film dann doch nicht - zudem ist er offenbar an einigen Stellen fehlerhaft. Die niederländische Regierung distanzierte sich von Wilders und seinem Film.

    Von Ludger Kazmierczak, WDR-Hörfunkstudio Den Haag

    Der Koran-feindliche Film "Fitna" auf der Internetseite "LiveLeak.com" Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Der Koran-feindliche Film "Fitna" auf der Internetseite "LiveLeak.com" ]
    Die Bilder sind nicht neu, aber stets aufs Neue schockierend: eines der beiden Flugzeuge, das ins World Trade Center kracht, die Explosionen in der U-Bahn von Madrid, von Bomben zerfetzte Körper und immer wieder Hass predigende Imame, die alle Gläubigen dazu aufrufen, Juden den Kopf abzuschneiden.

    "Fitna", zu deutsch "Zwietracht", ist eine musikalisch untermalte Film-Collage ohne Sprechertext. Die einzigen, die zu Wort kommen, sind muslimische Extremisten, wie Mohammed Bouyeri, der Mörder des niederländischen Filmemachers Theo van Gogh, der für seine Tat zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde. "Käme ich frei und hätte die Möglichkeit es noch mal zu tun, würde ich es genau so noch einmal machen."
    Knallharte Realität?

    Verse aus dem Koran unterteilen den Kurzfilm in mehrere Kapitel: "Die Ungläubigen sollen im Feuer verbrennen", heißt es an einer Stelle, "die Feinde Allahs gelte es zu terrorisieren" an einer anderen. Dazu sind das grauenhafte Video einer Enthauptung und Visionen von einem Holland zu sehen, in dem Homosexuelle und Andersdenkende künftig gefoltert werden.

    Geert Wilders (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Rechtspopulist Geert Wilders ]
    Der Autor selbst betrachtet "Fitna" nicht als Provokation, sondern als Darstellung der knallharten Realität: "Ich bin Politiker. Ich finde, dass der Islam und der Koran eine Gefahr für die Freiheit unseres Landes sind. Davor muss ich warnen", sagt Wilders. Im Parlament macht der Rechtspopulist seit mehr als einem Jahr nichts anderes. Er hat die Heilige Schrift der Moslems mit Hitlers "Mein Kampf" verglichen und ein Verbot des Koran in Holland gefordert. Der Verbalkrawallo provoziert, wo und wann immer er kann. Die Medien hat er fest im Griff.
    "Ich finde es nicht mal provozierend"

    Der Film sei lediglich eine neue Ausdrucksform seiner Politik, meint der Islamwissenschaftler Maurits Berger. Er glaubt nicht, dass sich die islamische Welt durch den Streifen beleidigt fühlt. "Ich finde es nicht mal provozierend, was Wilders sagt, beleidigend schon gar nicht. Es ist eine Aneinanderreihung von Bildern, Zitaten und Zeitungsschlagzeilen, die wir alle kennen. Was wir sehen, sind Wilders politische Ansichten in Bildern", erklärt der Wissenschaftler.

    Am Ende des Films scheint jemand eine Seite aus dem Koran herauszureißen. Die Handlung wird aber nur angedeutet. Dazu der Text von Wilders: "Es ist nicht meine Aufgabe, sondern die der Moslems, die hasserfüllten Verse aus dem Koran zu verbannen. Stoppt die Islamisierung, verteidigt unsere Freiheit." Das war’s auch schon. Deutlich harmloser als viele befürchtet hatten. Mit Protesten oder gar Terroranschlägen auf Niederländer im In- und Ausland rechnet kaum noch jemand, Geert Wilders schon gar nicht.
    Muslime: An der Grenze des Zumutbaren

    "Ich glaube, ich habe einen netten Film gemacht im Rahmen des Erlaubten, ab und zu etwas scharf, aber das gehört dazu. Sollte nun doch wider Erwarten etwas passieren, sind dafür ganz allein die Menschen verantwortlich, die Gewalt anwenden", so Wilders.

    Der Politiker sei an die Grenze des Zumutbaren gegangen, habe diese aber nicht überschritten, sagte der Sprecher einer niederländischen Moslem-Organisation noch am Abend. Oder anders formuliert: es hätte schlimmer kommen können.
    Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/wilders10.html

    _________________________________________________________________

    sollte man sich mal auf LiveLeak.com - Redefining the Media anschauen.
     

  2. Anzeige
    Heute: Deals & Sale mit stark reduzierten Angeboten finden.
  3. #2 28. März 2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. April 2017

  4. Videos zum Thema
Die Seite wird geladen...