PRP - ein Lifting der ganz besonderen Art

Artikel von Tommy Weber am 13. August 2021 um 15:21 Uhr im Forum Gesundheit & Körperpflege - Kategorie: Trend & Lifestyle

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PRP - ein Lifting der ganz besonderen Art

13. August 2021     Kategorie: Trend & Lifestyle
Alt werden, aber dabei jung auszusehen, ist der ewige Traum der Menschheit. In Würde zu altern, ist jedoch nicht mehr im Trend, heute möchte jeder jünger aussehen, als er in Wirklichkeit ist. Dagegen ist im Grunde nichts einzuwenden, aber die Methoden, die den Jungbrunnen versprechen, werden immer skurriler. Botox, das gefährliche Nervengift ist eine Möglichkeit, die jedoch nicht mehr so im Trend ist, heute gibt es PRP oder das sogenannte Vampir-Lifting. Die Schauspielerin Kate Beckinsale schwört darauf, sich ihr eigenes Blut ins Gesicht spritzen zu lassen, um jünger auszusehen.

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Was bringt eine PRP-Behandlung? Was passiert dabei und ist das Ganze eigentlich schmerzhaft? Wie viel kostet so eine Behandlung mit eigenem Blut und kommt Botox aus der Mode?

Eine Behandlung und viele Fans
Ganz so neu ist die PRP-Behandlung nicht. Die Stars und Sternchen in Hollywood lassen sich bereits seit 1998 ihr eigenes Blut ins Gesicht spritzen, um ein paar Jährchen jünger auszusehen. Seit 2013 posten immer mehr Damen Selfies und zeigen, wie die Behandlung funktioniert. Die Abkürzung PRP steht für „Platelet Rich Plasma“ und das Prinzip der PRP-Behandlung ist einfach. Vor der Behandlung wird der Patientin rund 20 Milliliter Blut aus der Vene abgenommen. Das Blut kommt anschließend zur Aufbereitung in eine Zentrifuge und übrig bleibt nur noch ein Serum, was eine goldgelbe Farbe hat. In diesem Serum befinden sich die Wirkstoffe, die für das Vampir-Lifting benötigt werden: Wachstumshormone und Thrombozyten, also die Blutplättchen.

Dieser körpereigene, ganz besondere Saft wird anschließend mit einer 0,4 Millimeter langen Nadel unter die Haut gespritzt. Nach dieser Behandlung kommt der sogenannte Dermaroller zum Einsatz, eine mit kleinen Nadeln besetzte Rolle, die für die winzigen Einstiche sorgt. Diese Rolle hat der PRP-Behandlung auch den Beinamen Vampir-Lifting eingebracht, da das Ganze nicht unblutig vonstattengeht.

Ist die Behandlung schmerzhaft?
Manches sieht schlimmer und dramatischer aus, als es eigentlich ist. Bei der PRP-Behandlung ist es ähnlich: Es sieht furchtbar aus und hört sich sehr schmerzhaft an, ist es aber nicht. Vor der Behandlung wird die Haut mit einer Salbe eingerieben, die ein leichtes Anästhetikum enthält. So wird diese Form des Liftings erträglich, die Patientinnen spüren kaum etwas. Bei der Behandlung muss allerdings Blut fließen, ansonsten haben die Wirkstoffe keine Chance, tief genug in die Haut einzudringen. Sie müssen aber tief unter die Haut gehen, denn sonst ist die Behandlung wirkungslos. Wer kein Blut sehen kann, hat Pech oder macht einfach nur für 20 Sekunden die Augen zu, denn danach ist der blutige Teil des Liftings auch schon wieder vorbei.

Wie wirkt die Behandlung und was kostet sie?
Es dauert nur wenige Tage, dann ist die Haut sichtbar elastischer, frischer, dicker und vor allen Dingen glatter, als es vor der Behandlung der Fall war. Anders als bei einer Botox Spritze hält der Effekt bei einem Vampir-Lifting für mehrere Monate an. Wie kann das sein? Das eigene Blutplasma regt die Erneuerung des Hautgewebes an und sorgt auf diese Weise dafür, dass frisches Kollagen und Elastin produziert werden. So kann sich neues Bindegewebe bilden, und zwar nur mit körpereigenen Stoffen . Die PRP-Behandlung ist so effektiv, dass es bei vielen Frauen ausreicht, sich nur einmal im Jahr mit dieser Methode behandeln zu lassen.

Gedacht ist das Vampir-Lifting jedoch erst für Frauen, die die 30 bereits überschritten haben. Bei jungen Frauen ist die Haut in den meisten Fällen von Natur aus noch sehr straff und strahlend frisch. Ärzte, die bereits sehr junge Frauen mit Eigenblutinjektionen behandeln, wollen nur Geld verdienen, denn das Ganze ist nicht gerade günstig: 400,- Euro ist die untere Grenze für eine solche Behandlung.

Läuft die PRP-Behandlung Botox den Rang ab?
Nicht nur Schauspielerinnen wie Kate Beckinsale geben dem Vampir-Lifting gegenüber der klassischen Behandlung mit Botox den Vorzug, was seine Gründe hat. Die PRP-Behandlung ist ökologisch einwandfrei, da ja nur Wirkstoffe zum Einsatz kommen, die der Körper selbst produziert. So etwas hat seine Vorteile, denn allergische Reaktionen oder andere unerwünschte Nebenwirkungen sind bei dieser Behandlung so gut wie ausgeschlossen. Dazu kommt, dass das blutige Lifting für jeden Hauttyp geeignet ist. Nicht nur die Stars, sondern auch die Ärzte, die PRP-Behandlungen anbieten, sind davon überzeugt.

Sie schwärmen davon, dass die Eigenbluttherapie, vorausgesetzt sie wird richtig und sachgemäß angewandt, für die Patientinnen praktisch ohne Risiko ist. Immer mehr Frauen, die sich früher mit Botox haben „verjüngen“ lassen, wählen heute das Vampir-Lifting. Sie wollen keinen starren Gesichtsausdruck mehr und aussehen, als würden sie eine Maske tragen.

Natürlich jünger aussehen
Fast klingt es so, als wäre die PRP-Behandlung die Wunderwaffe gegen den natürlichen Alterungsprozess. Tatsächlich lassen sich mit der Eigenblutbehandlung gute Ergebnisse erzielen, eine Wunderwaffe ist die Methode jedoch nicht. Viele Frauen ärgern sich über die oftmals tiefe, sogenannte Zornesfalte zwischen den Augenbrauen. Diese markante Falte kann das Vampir-Lifting leider nicht verschwinden lassen, da muss schon Botox ran. Die Vorteile der Methode überwiegen allerdings, vor allem was die Nebenwirkungen angeht. Nach Meinung von vielen Dermatologen ist die Behandlung mit dem eigenen Blut zu Recht so beliebt, denn es werden schnell sichtbare Erfolge erzielt, die lange anhalten, außerdem ist die Methode weniger riskant als das Nervengift Botox.

Wirkt sogar bei Haarausfall
Ebenso wie eine PRP-Behandlung die Regenration der Haut unterstützt, so unterstützt sie das Wachstum der Haare. Vor allem Männer sind oft früh von Haarausfall betroffen, ihnen kann mit der Eigenblutbehandlung effektiv geholfen werden. Das Serum aus Wachstumshormonen und Blutplättchen steigert das Wachstum der Zellen in den Haarwurzeln, was wiederum dafür sorgt, dass die Haare wieder schneller und vor allem dichter wachsen. Der Arzt entnimmt dem Patienten Blut und nachdem die Blutplättchen und die Wachstumshormone in der Zentrifuge voneinander getrennt wurden, wird das so gewonnene Konzentrat in die Kopfhaut gespritzt.

Die Behandlung ebenso wie das Lifting sind risikoarm, allergische Reaktionen sind nicht zu erwarten. Das Ganze dauert nur gut zehn Minuten und es gibt ein schnell sichtbares Ergebnis. Der Haarausfall wird deutlich verlangsamt und die Haare wachsen schneller nach. Perfekt ist die PRP-Behandlung außerdem, wenn Haare transplantiert werden. In diesem Fall sind jedoch einige Sitzungen notwendig, bis die Haare wieder gesund nachwachsen können. So günstig wie das Lifting ist diese Behandlung leider nicht, hier lohnt es sich, vorher einen Kostenvoranschlag einzuholen.

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Bildquelle: © Depositphotos.com / IgorVetushko
 

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