Putin vergleicht USA mit hungrigem Wolf

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von z3Ro-sHu, 10. Mai 2006 .

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  1. #1 10. Mai 2006
    Russlands Präsident Putin schlägt zurück: Nach verbalen Attacken von Vizepräsident Cheney und zuletzt von Präsident Bush warf Putin den USA vor, sie scherten sich nicht um Menschenrechte, wenn es um eigene Interessen geht.
    Moskau - Wenn es um die eigenen Interesse gehe, schere sich Washington nicht um Demokratie und Menschenrechte, sagte Putin in der Rede zur Lage der Nation vor beiden Kammern des russischen Parlaments. 25 Mal höher sei der Verteidigungshaushalt der USA als der Russlands. "Ihr Haus ist ihre Festung - gut für sie", sagte Putin. "Je stärker unser Militär ist, umso geringer wird die Versuchung sein, Druck auf uns auszuüben." Russland müsse deshalb über eine "solide" Verteidigung verfügen, "denn wir wissen nicht, was in der Welt passiert", sagte Putin weiter.

    "Wo bleibt das ganze Pathos von der Notwendigkeit zum Kampf für Demokratie und Menschenrechte, wenn es darum geht, seine eigenen Interessen zu sichern?", fragte Putin in seiner rund einstündigen Rede, die live vom Fernsehen übertragen wurde, mit Blick auf die USA. "Wie das Sprichwort sagt: Kamerad Wolf weiß, wen er fressen muss - und er frisst, ohne auf andere zu hören." Putin reagierte mit seinen Äußerungen offenbar auf die Kritik des amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney, der Moskau in der vergangenen Woche vorgeworfen hatte, die territoriale Einheit seiner Nachbarn zu untergraben und demokratische Bewegungen zu stören.
    Das weltweite Wettrüsten ist nach Putins Ansicht noch nicht vorbei. Es sei zu früh, bereits von einem Ende des Wettrüstens zu sprechen. Der Wettlauf bei der Entwicklung neuer Waffen habe vielmehr international eine "neue technologische Ebene" erreicht. Das Wettrüsten gehe schneller als früher. Indirekt warnte Putin vor Gewaltanwendung im Streit um das iranische Atomprogramm. Solche Methoden brächten nur selten den gewünschten Erfolg, betonte der Kremlchef.

    Putin beklagt Kindermangel

    Besorgt zeigte sich Putin über das geringe Vertrauen der Bevölkerung in den eigenen Staat. "Soziale Verantwortung muss im Mittelpunkt des Handelns von Beamten und Unternehmern stehen." Auch im siebten Jahr seiner Präsidentschaft seien noch zu wenige Erfolge im Kampf gegen die Korruption erzielt worden.

    Zudem beklagte er den Bevölkerungsrückgang um jährlich 700.000 Menschen in seinem Land. Der Staat werde Familien "zumindest Anreize für ein zweites Kind" geben. Insbesondere Frauen mit einem zweiten Kind müssten mehr Unterstützung bekommen, weil sie oft für längere Zeit kein eigenes Einkommen hätten. Die Regierung werde deutlich mehr Geld für Eltern, Schulen und Kindergärten bereitstellen, um die Geburtenrate zu steigern.

    Lob für Gasprom

    Zur wirtschaftlichen Entwicklung sagte der Kreml-Chef: Die angestrebte Verdoppelung des Bruttosozialprodukts in einem Jahrzehnt sei ohne Reformen nicht zu verwirklichen. Staatliche Investitionen seien notwendig, "aber sie sind nicht der einzige Weg zum Erreichen des vorgegebenen Ziels". Wie in den Vorjahren erneuerte er seine Kampfansage gegen Korruption.

    Die russische Wirtschaft habe nicht zuletzt durch das enorme Wachstum des Staatskonzerns Gasprom eine insgesamt positive Entwicklung genommen - das sei eine Folge der russischen Regierungspolitik. "Das ist nicht von selbst passiert, sondern Ergebnis gewisser Maßnahmen der russischen Regierung."

    Putin bekräftigte den Wunsch Moskaus nach einer Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO). Allerdings sollten an Russland dabei keine Bedingungen gestellt werden, die nichts mit der WTO zu tun hätten. Während die EU, China Japan und andere Staaten mit Russland Vereinbarungen über einen WTO-Beitritt geschlossen haben, liegen noch keine Abschlüsse mit den USA, Australien und Kolumbien vor. Ein Hindernis bei den Gesprächen ist die schlechte Bilanz bei der Bekämpfung von Produktpiraterie. Putin sprach dieses Problem an und bezeichnete als eine Pflicht, den Diebstahl geistigen Eigentums zu unterbinden. US-Unternehmen verlieren Schätzungen zufolge jährlich 1,8 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) durch Produktpiraterie in Russland.

    quelle:http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,415494,00.html
     

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  3. #2 13. Mai 2006
    hi

    naja da hat putin auch halbwegs recht die usa geht über menschenrecvhte um ziele zu erreichen und diese erreichen sie auch hauptsächlich über den einsatz von militär.

    *chill*
     
  4. #3 13. Mai 2006
    Najaj Putin hat sicherlich recht mit dem was er über Amerika sagt und Herr Bush sagt aber er ist selber auch nicht viel besser xD

    Politische Gegner landen im Gefängniss wegen "Korruption" und so kann er schön weiterregieren.
    Er ist sicherlich einer der besseren Präsidenten des Landes was das Politische könnnen angeht aber Demokratisch ist er bestimmt nicht.
     

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