SAP soll bei Robotron abgekupfert haben

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von rainman, 27. Oktober 2007 .

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  1. #1 27. Oktober 2007
    Dr. Rolf Gräßler, einstiger Chefinformatiker des DDR-Computer-Kombinats Robotron, war bereits 1971 – damals im Rahmen seiner Doktorarbeit – damit beschäftigt, sozialistischen Industriebetrieben und Kombinaten mit sogenannten sachgebietsorientierten Programmiersystemen (SOPS) EDV-Mittel zur Rationalisierung zu erschließen. Mit der Entwicklung solcher Programmpakete befasste sich Robotron laut einem Bericht von "Welt Online" schon seit 1967. Zur gleichen Zeit arbeiteten die späteren SAP-Begründer im anderen Teil Deutschlands an ihrer eigenen Software zur Finanzbuchhaltung, die sie ab 1972 mit ihrer Firma vermarkteten und später zur umfassenden Unternehmensanwendung weiter entwickelten. Jetzt wird laut, die SAP-Macher hätten schon damals auf das Know-how von Robotron aufgebaut und damit den späteren Siegeszug am Softwaremarkt begründet. Selbst nach der Übernahme von Robotron durch SAP und Siemens-Nixdorf hätte sich die SAP-Software verdächtig wenig von den ehemaligen DDR-Produkten unterschieden.

    Der heute 80-jährige Gräßler betätigt sich aktuell als Aufsichtsratsvorsitzender und Aktionär des Softwarehauses AIDOS, dessen Aktienkurs seit Anfang 2002 von über 1,20 Euro auf 2,5 Cent abgefallen ist. Jetzt bietet er seine 1971 erstellte Dissertation über den AIDOS-Chef Hans-Herbert Utz dem Walldorfer Riesen zum Kauf an. Auch wenn die Nutzung der seinerzeit in Fachzeitschriften veröffentlichten Inhalte von Gräßlers Dissertation für Jedermann zugänglich waren, wähnt Utz dieses Know-how unter dem Schutz des deutschen Urhebergesetzes und hat vorsorglich auch schon ein Verkaufsangebot an den SAP-Erzrivalen Oracle unterbreitet, der SAP zurzeit ohnehin der Industriespionage bezichtigt. Wenn ein baldiges Angebot zustande kommt, spekuliert Utz auf Erlöse in zweistelliger Millionenhöhe.

    In Walldorf bleibt man derweil recht gelassen und droht laut Medienbericht mit juristischen Schritten, um die eigenen Rechte "gegen erpresserische Aussagen und Forderungen aufs Schärfste zu verteidigen". Die vorgebrachten Behauptungen seien inhaltlich falsch und nicht nachvollziehbar. (hps/c't)

    Quelle:http://www.heise.de/newsticker/meldung/98074
     

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