Schmidt will Gutverdiener zur Kasse bitten

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von FranzHose, 21. Juni 2006 .

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  1. #1 21. Juni 2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. April 2017
    [​IMG]
    {img-src: http://img153.imageshack.us/img153/4720/hbl4aaompxgenr210xa0bj.jpg}
    Gesundheitsministerin Ulla Schmidt

    Möglicherweise müssen Gutverdiener bald deutlich mehr für ihre Krankenversicherung zahlen als bisher. Das geht aus einem Konzept von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hervor.

    Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, will Schmidt die Beitragsbemessungsgrenze für die private Krankenversicherung anheben. Außerdem sollen die Privatversicherer in den Gesundheitsfonds einbezogen werden. Das ist zwischen den Koalitionspartnern Union und SPD jedoch noch umstritten.

    Nach dem SZ-Bericht soll die Beitragsbemessungsgrenze für die Arbeitnehmer von monatlich 3562,50 Euro auf das Niveau der Rentenversicherung steigen. Diese Grenze liegt bei 5250 Euro im Monat in den alten Ländern und bei 4400 Euro in den neuen Ländern. Besserverdiener müssten dann künftig im Westen bis zu 127 Euro mehr im Monat zahlen, im Osten bis zu 63 Euro.

    Merkel verteidigt Fondsmodell

    Auf Grundlage des Konzepts wollen Experten am Mittwoch weiter über die Gesundheitsreform diskutieren. Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) verlangte erneut, Privatversicherte in den Fonds einzubeziehen. Dabei könne auf den Beitrag der Versicherten eine Steuer erhoben werden, die dann in den Fonds fließe, sagte er in Stuttgart. Denkbar sei aber auch ein Gesundheitszuschlag auf die Lohn- und Einkommenssteuer.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verteidigte unterdessen das Fondsmodell: „Der Fonds wird zu mehr Transparenz führen“, erklärte sie. Er werde nicht zu mehr Bürokratie führen, sondern sogar Verwaltung bei den Kassen abbauen. Am 4. Juli wollen die Fraktionen von SPD und Union die Eckpunkte der Gesundheitsreform verabschieden.

    Neues Fondsmodell ohne Kopfpauschale

    Nach einem Bericht der „Berliner Zeitung“ einigten sich Union und SPD bei ihren Verhandlungen auf ein neues Finanzierungsmodell für die gesetzlichen Krankenkassen, bei dem keine Kopfpauschale mehr vorgesehen ist. Die Arbeitgeber sollten einen bei rund sechs Prozent des Einkommens gedeckelten Beitrag in den Gesundheitsfonds zahlen, schrieb das Blatt. Der Anteil der Arbeitnehmer, der bei rund sieben Prozent festgeschrieben werden solle, werde direkt an die Beschäftigten ausgezahlt. Diese sollten ihren Versicherungsbeitrag dann an die gesetzliche Krankenkasse ihrer Wahl überweisen. Je nach Effizienz der Kasse könne der Satz über oder unter den sieben Prozent liegen. Es liege damit stärker als derzeit im Interesse des Versicherten, sich eine günstige Kasse zu suchen.

    Der Beitrag soll dem Bericht zufolge immer einkommensabhängig sein. Die einzelne Krankenkasse bekomme aus dem Fonds zusätzlich für jeden Versicherten einen Einheitsbetrag, den die Arbeitgeber finanzieren. Bislang war diskutiert worden, dass der Versicherte einen als „kleine Kopfpauschale“ bezeichneten Zusatzbetrag an die Krankenkasse zahlen sollte, wenn die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht ausreichten. Gegen diesen Plan hatte es aber in der SPD erheblichen Widerstand gegeben.

    Festhalten an privaten Kassen

    CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer betonte, für die Union sei unerlässlich, dass die Privaten Krankenkassen (PKV) bestehen bleiben. Eine Einbeziehung der PKV werde es nicht geben. Wichtig sei, mehr Wettbewerb zwischen den Kassen zu ermöglichen. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil sagte: „Wir wollen die Privaten Krankenkassen nicht auflösen. Aber ein angemessener Beitrag an der Reform muss sein.“

    Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, bezweifelte in der „Berliner Zeitung“, dass es rechtlich zulässig ist, die privaten Kassen auf diese Weise einen Beitrag zur Gesundheitsreform leisten zu lassen. Der Sprecher der privaten Krankenkasse DKV, Frank Neuhaus, sagte der „Leipziger Volkszeitung": „Nur mit Privatpatienten können sich viele Praxen und Kliniken überhaupt am Leben halten und ihre Leistungen auch den gesetzlich Versicherten anbieten.“



    Quelle: Focus
     

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  3. #2 21. Juni 2006
    find ich nicht sehr sinnvoll... weil gutverdiener nicht immer reich sind.. mein nachbars vater würde auch als gutverdiener eignsetufft werden während die mutter hausfrau is und er zwei häuser abbezahlen muss und noch 3 autos.. also naja.. abba der staat muss ja irgendwie an kohle kommen... bei den haushalts löchern... Bund der Steuerzahler - Home
     
  4. #3 21. Juni 2006
    interessantes theme !
    warum sind gutverdiener gutverdiener ? weil sie besondere qualifikationen haben oder gute ideen haben ...... also warúm soll mann auf die leute neidisch sein ? ich find das dieses system so und so einen fehle hat !! warum muss ich pflichtversichert sein ?
    komisch ist doch das die privaten kk funktionieren ?!??!
    oder ?
    also heist das doch das gutverdiener Pflichtbewuster sind ALS schlechtverdiener ! oder ?
    also last die gutverdiene doch unruhe !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    dem proletariat in deutschland gefällt dieser gedanke bestimmt .....aber warum sind sie nicht genug qualifiziert , oder haben eine gute idee ?
     
  5. #4 22. Juni 2006
    Ich kanns nicht Nachvollziehen das Gutverdiener zur Kasse gebeten werden sollen.
    Das Komische an diesem System ist doch, das die privaten Kassen alle recht stabil sind während die Gesetzlichen mit der Kohle nicht auskommen.
    Und woran liegts? Die privaten kommen mit einem kleineren Verwaltugsapparat aus als die gesetzlichen.
    Die gestzl. blähen sich immer mehr auf und fressen die beiträge der Zahler auf.
     
  6. #5 23. Juni 2006


    die privaten kassen funktionieren weil sie sich ihre kunden aussuchen können und sie sogar in die gesetzlich abschieben können bei bedarf.
    sie nehemen nur leute auf die wirtshcaftlich lukrativ sind.
    daher funktioniert das system. und nicht weil sie so gut sind.
    sie wirtschaften einfach gut.
    aber otto normalverbraucher kommt gar nicht in den genuss. in dieses system aufgenommen zu werden.

    aber zum thema.

    der ansatz das gutverdiener mehr einzahlen finde ich nicht shclecht. jedoch die beitragsbemessungsgrenze anzuheben halte ich für einen fehler. den die kosten die dieser schritt mitsichbringt drücken wieder auf die lohnnebenkosten. und gerade darauf sollte man verzichten.
    ich bin eher für eine steuerfinanzierung.
     
  7. #6 23. Juni 2006
    Ich finde das ganze überhaupt nicht sinnvoll. Besserverdiener, wie ein Vorredner schon sagte sind nicht immer Besserverdiener weil sie viele Kosten nebenbei habe, bald bringt es nichts mehr zu verdienen wenn man bei allem stärker zur Kassen gebeten wird.
    Bei diesem Modell muss man sich mal vorstellen was ein Besserverdiener noch mehr Zahlen muss wenn ein Ehepartner sich um den Haushalt kümmert und dazu noch das Ehegattensplitting abgeschafft wird, ich glaube da fällt jeder um.
    Privat Kassen sind ja auch so schon teuer genug, wenn einfach mehr Wettbewerb wäre zwischen den Kassen würde sich das Problem doch von selbst lösen
     
  8. #7 23. Juni 2006
    1 ) ich hab mich etwas schlecht ausgedrückt !
    ich meine seht euch doch mal den krankenstand der privaten an . der ist wesentlich niedriger als der der normelen !!

    2 ) müssen die normalen doch wirklich alles versichern und das ist ein weiteres prob !

    3 die meisten priv. vers. sind nicht sooooooooooooo reich , diese leute kommen voll und ganz für sich selber auf und darum sollte mann sie auch inruhe lassen !!!

    4 ) kommen die priv. mit einen wesentlichkleineren verwaltundaparat aus .
     

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