So erkennt man, wenn es Zeit für einen neuen Rechner ist

Artikel von Fabiane Herbst am 14. Juli 2021 um 17:51 Uhr im Forum Hardware & Peripherie

So erkennt man, wenn es Zeit für einen neuen Rechner ist

14. Juli 2021    
Bei teuren Anschaffungen wie einem PC sollte die Lebensdauer im Idealfall mehrere Jahre dauern. Besonders bei Desktop-Geräten ist das kein Problem. Solange hochwertige Komponenten verbaut sind, dauert es selbst im Dauerbetrieb eine Ewigkeit, bis erste Defekte auftreten. Und selbst wenn einmal eine Festplatte oder die Grafikkarte ausfällt, ist eine Reparatur meist kein Problem. Trotzdem ist ein Computer natürlich nicht für die Ewigkeit gebaut und irgendwann muss auch der beste Rechner einmal auf den Wertstoffhof. Die folgenden Anzeichen weisen darauf hin, dass es Zeit ist, sich nach einem neuen Gerät umzusehen.

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Online-Spiele laden zu langsam

Viele Nutzer benötigen ihren PC unter anderem für Browserspiele. Beliebt sind beispielsweise Strategiespiele wie Elvenar oder RPGs wie Raid: Shadow Legends.
Aber auch Spiele wie Book of Dead haben unter PC-Gamern eine große Anhängerschaft. Eines haben all diese Spiele gemeinsam: Der Spielspaß leidet extrem, wenn sich die Ladezeiten in die Länge ziehen und das Gameplay zu ruckeln beginnt. Manchmal ist eine bessere Internetverbindung, um schnelleres Laden von Online-Spielen wie Slots zu ermöglichen. In der Regel muss aber neue Hardware her.
Besonders wichtig ist dabei ein ausreichend großer Arbeitsspeicher. 8 GB stellen dabei das absolute Minimum dar, besser sind 16 oder sogar 32 GB. Die Anforderungen an die Grafikkarte halten sich bei den meisten Browserspielen hingegen in Grenzen. Ein neuer PC für Browserspiele muss daher nicht unbedingt teuer sein.


Abstürze sind an der Tagesordnung

PC-Abstürze sind heutzutage wesentlich seltener als früher. Während Windows in seinen Anfangszeiten berüchtigt dafür war, sich ständig ohne erkennbaren Grund aufzuhängen, läuft das Betriebssystem heutzutage meist sehr stabil. Wenn sich Abstürze dennoch häufen, sollte man der Ursache auf den Grund gehen. Möglicherweise stecken dahinter ein neues Programm, eine fehlerhafte Konfiguration oder veraltete Gerätetreiber. Wenn sich diese Fehlerquellen ausschließen lassen, ist ein Hardware-Problem wahrscheinlich. Unter gewissen Umständen ist eine Reparatur möglich, zum Beispiel wenn der Arbeitsspeicher oder die Festplatte defekt sind. Allerdings lohnt sich das bei älteren PCs nicht immer. Denn mit der Zeit werden weitere Defekte immer wahrscheinlicher. Es kann daher sinnvoll sein, sich gleich ein neues Gerät anzuschaffen. Das gilt insbesondere, wenn man selbst nicht das notwendige Know-how hat, um die betroffenen Teile zu tauschen.



Der PC wird immer langsamer und langsamer

Zunächst ist der Effekt kaum bemerkbar, aber mit der Zeit wird immer deutlicher: Der PC arbeitet langsamer. Das Hochfahren nimmt mehrere Minuten in Anspruch, die Installation von Updates dauert immer länger und Programme starten erst nach einer gefühlten Ewigkeit. Das liegt zwar nicht unbedingt daran, dass die Hardware des PCs defekt ist. Aber sowohl das Betriebssystem als auch die Programme auf dem Computer erhalten mit der Zeit immer mehr Updates und zusätzliche Funktionen. Die nehmen mehr Rechenleistung und mehr Arbeitsspeicher in Anspruch und überlasten alte Geräte langsam aber sicher. Aber nicht immer ist es nötig, gleich einen neuen PC zu kaufen. Oft reicht es schon aus, unnötige Hintergrund-Apps zu deaktivieren, die Autostart-Liste zu bereinigen und veraltete Registereinträge zu löschen. Das kann zwar einige Stunden in Anspruch nehmen, ist aber deutlich günstiger als ein neuer PC.



Die Lüftung wird immer lauter

Wenn die Lüftung eines PCs mit der Zeit immer lauter wird, kann das ebenfalls ein Anzeichen für Überlastung sein. Bei einfachen Aufgaben sollte die Lüftung normalerweise kaum hörbar sein, nur wenn viele Programme auf einmal offen sind oder eine besonders anspruchsvolle Anwendung läuft erhöht sich die Drehzahl des Lüfters. Arbeitet der Lüfter schon im Normalbetrieb mit voller Leistung, gibt es dafür zwei Gründe. Eine mögliche Ursache ist Staub im Gehäuse, der die Hitzeabfuhr behindert. Dieses Problem lässt sich leicht mit Druckluft aus der Dose bewältigen. Wenn im Gehäuse kein Staub sichtbar ist, liegt die Vermutung nahe, dass die Hardware den Anforderungen des Betriebssystems nicht mehr gewachsen ist. In diesem Fall hilft meist nur der Kauf eines neuen Gerätes.



Das Motherboard ist hinüber

Viele Hardware-Defekte an einem PC lassen sich zumindest in der Theorie reparieren. Wer Festplatte, Grafikkarte oder Arbeitsspeicher selbst austauschen kann, zahlt in der Regel nicht viel für den Ersatz. Es gibt aber einen Defekt, bei dem wirklich nichts mehr geht. Das ist der Fall, wenn das Motherboard den Geist aufgibt. Denn dieser Teil ist so etwas wie das Rückgrat des PCs: Hier werden Prozessor, RAM und alle Grafikkarte angeschlossen. Zwar muss ein neues Motherboard in der Anschaffung nicht teuer sein. Aber häufig kommt es dann zu Kompatibilitätsproblemen, sodass auch andere Komponenten des Computers ersetzt werden müssen. Wenn das der Fall ist, ist es meist sinnvoller, gleich einen neuen PC zu kaufen.



OS-Updates unterstützen die Hardware nicht mehr

Manchen Nutzern macht es nichts aus, wenn ihr PC etwas langsamer läuft oder die Lüftung etwas lauter bläst. Trotzdem ist irgendwann Schluss, selbst wenn die Hardware selbst noch zuverlässig ihre Dienste verrichtet. Denn bei älteren Geräten treten früher oder später Kompatibilitätsprobleme auf. Es ist dann nicht mehr möglich, Updates des Betriebssystems zu installieren. Theoretisch kann man das Gerät zwar immer noch nutzen, in der Praxis verbietet sich das aber aufgrund der zahlreichen Sicherheitslücken, die sich in veralteter Software ansammeln. Außerdem wird es immer schwieriger, neue Programme zu installieren. Ein solcher PC lässt sich höchstens noch offline für Retro-Games oder ähnliche Anwendungen einsetzen. Allerdings gibt es auch gute Nachrichten: Wer einen PC so lange nutzt, hat wohl keine besonders hohen Ansprüche an die Leistung des Geräts und muss daher für eine Neuanschaffung nicht allzu viel ausgeben.
 

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