Thema: Gewinnung der Duft-und Aromastoffe

Dieses Thema im Forum "Schule, Studium, Ausbildung" wurde erstellt von vantheman, 30. März 2008 .

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  1. #1 30. März 2008
    hiii

    hab jetzt schon bisschen im inet gesucht:D aber nichts gescheites gefunden zu den fragen

    vllt weiß es ja einer von euch

    also

    • Welches Verfahren zur Gewinnung der Duft - und Aromastoffe hab es als erstes?
    • Welches Verfahren wird am häufigsten angewendet?
    • Welches Verfahren wird für welche Stoffe genutzt?

    vllt weiß es ja einer von euch:)

    bin für jede antwort dankbar und bw gibt es auch^^

    mfg
    vantheman
     

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  3. #2 30. März 2008
    AW: Thema: Gewinnung der Duft-und Aromastoffe

    Hi Vantheman,

    ich weiß aus der Schule das Wasserdampfdestilation zur Gewinnung von Düften eingesetzt wurde.
    Früher wollten die stinkenden Menschen ja auch gut riechen zumind. die Adeligen.
    Daher haben sie Blüten dazu genutzt um die Düfte einzufangen

    Man brauch sehr sehr große Mengen an zB Rosenblättern um überhaupt einige Tropfen zu gewinnen!
    (kennt man evtl. aus dem Film das Parfüm)

    Ich hab hier was gefunden! Ab der 15ten Seite wird es interessant!

    -Klick :) -

    Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen :)

    mfg ToR
     
  4. #3 1. April 2008
    AW: Thema: Gewinnung der Duft-und Aromastoffe

    push
     
  5. #4 1. April 2008
    AW: Thema: Gewinnung der Duft-und Aromastoffe

    Wenn du en Vortrag halten musst zeig doch den Film DAS PARFÜM^^

    Das was TheOneRaiDen gepostet hat is schon gut, ist eigentlich alles dabei.

    PS: Du kannst ja bei einem Vortrag 1 bis 2 Auschnitte vom Film zeigen, wie der beim destilliern ist oder so kommt bestimmt gut.
     
  6. #5 1. April 2008
    AW: Thema: Gewinnung der Duft-und Aromastoffe

    Natürliche Aromastoffe
    stammen aus Pflanzen oder von Tieren. Die Aromen werden dabei über physikalische, enzymatische oder mikrobiologische Prozesse gewonnen. Da ihre Gewinnung sehr teuer ist (zehnmal so teuer wie künstliche Aromen), ist ihr Einsatz beschränkt.

    Naturidentische Aromastoffe
    sind in ihrem chemischen Aufbau den natürlichen Aromastoffen gleich. Sie werden entweder künstlich hergestellt oder aus pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen isoliert. Der Grundstoff für einen sehr bekannten Aromastoff (Erdbeere) stammt z.B. aus speziell behandelten Sägespänen.

    Künstliche Aromastoffe
    werden durch Synthese hergestellt. Bei ihnen existiert kein Pendant in der Natur.



    Natürliche Aromastoffe

    Diversität bei natürlichen Aromen. Wegen der Deklaration von zugesetzten Aromen setzen immer mehr Nahrungsmittelhersteller auf natürliche Aromen. Sie erhoffen sich damit das Wohlwollen der Konsumenten, die heutzutage nicht, oder nur noch im begrenzten Maß, bereit sind, Lebensmittel mit der Bezeichnung künstlich einzukaufen. Doch natürliche Aromen, die mit physikalischen Verfahren isoliert werden, sind teuer und die resultierende Anbaumenge würde nicht einmal ausreichen, um den kleinsten Teil der geforderten Aromenmengen zu decken. Mit der modernen Biotechnologie hat die Lebensmittelindustrie jetzt einen Weg aus diesem Dilemma gefunden.


    Die meisten natürlichen Aromen sind ätherische Öle. Sie werden aus Pflanzen gewonnen und dann zu einer neuen Aromenkombination mit anderem Geruch zusammengemischt. Es gibt auch natürliche Aromen, die mit Mikroorganismen hergestellt werden. Dieses Verfahren nennt man de novo Biosynthese oder Biotransformation und findet unter menschlicher Kontrolle in sogenannten Bioreaktoren statt. Da es sich um eine neue und der breiten Öffentlichkeit noch unbekannte Technologie handelt, führt dieses zu verständlichen Verunsicherungen bei Konsumenten. Besonders irreführend ist bei der Lektüre von Zutatenlisten die Tatsache, dass eine Nennung wie Natürliches Himbeeraroma garantiert, dass es aus Himbeeren extrahiert wurde, während bei Natürlichem Aroma relativ sicher ist, dass die jeweilige Frucht nicht zur Herstellung verwendet wurde, da die Bezeichnung sonst aus marketing-technischen Gründen entsprechend präzisiert worden wäre.


    Diese Stoffe werden durch Extraktion, Pressung oder ähnliche Verfahren gewonnen.

    Anethol, aus Anis, Fenchel oder Sternanis
    Benzaldehyd, aus Bittermandeln
    Citral, aus Zitronengras
    Decanal, aus Orangen
    3-Hexenol, aus Minze
    Massoialacton, aus dem Massoiabaum
    Methylchavicol, aus Basilikum
    Nootkaton, aus Grapefruit
    Zimtaldehyd, aus Cassia oder Zimt


    Diese Stoffe werden durch Vergärung oder ähnliche Reaktionen, die durch Mikroorganismen bzw. deren Enzyme gewonnen. Es werden jedoch nur Stämme von Pilzen oder Bakterien eingesetzt. Ein Trend dabei ist der Einsatz gentechnisch veränderter Bakterien, so z.B. zu finden bei Kokos- und Pfirsicharoma.

    Anisaldehyd, hergestellt mit Trametes sauvolens
    Benzaldehyd, hergestellt mit Trametes sauvolens
    Ethylbutyrat, hergestellt mit Lactobacillus casei
    Linalool, hergestellt mit Penicillium italicum
    Tetramethylpyrazin, hergestellt mit Bacillus subtilis


    Diese Stoffe werden durch enzymatische Reaktionen, bei denen nur Enzyme und keine anderen Mikroorganismen eingesetzt werden, gewonnen.

    Acetaldehyd, hergestellt mit Alkoholdehydrogenase
    Benzaldehyd, hergestellt mit Alkoholdehydrogenase
    Capronsäure, hergestellt mit Lipase
    Methanthiol, hergestellt mit Methioninase
    Zimtalkohol, hergestellt mit Alkoholdehydrogenase
    Diese Auswahl deckt nur einen kleinen Teil der natürlichen Aromen ab.
    Es gibt Millionen natürlicher Duftstoffe, von denen etwa 200 kommerziell genutzt werden.



    Naturidentisches Aroma

    Ein naturidentisches Aroma ist eine Aromakomposition aus chemisch definierten und aromawirksamen Stoffen, die ihrerseits naturidentisch sind (naturidentischer Aromastoff). Der Begriff des naturidentischen Aromastoffs ist in Deutschland rechtlich in der Aromenverordnung definiert. Demnach handelt es sich bei naturidentischen Aromastoffen um chemisch definierte Stoffe mit Aromaeigenschaften, die durch chemische Synthese oder durch Isolierung mit chemischen Verfahren gewonnen werden und mit einem Stoff chemisch gleich sind, der in einem Ausgangsstoff pflanzlicher oder tierischer Herkunft (...) vorkommt. Naturidentische Aromastoffe haben also ein natürliches Vorbild in der Natur, werden aber synthetisch im Labor hergestellt. Chemische Verfahren bei oder nach der Extraktion eines natürlichen Aromastoffs, die zu einer (auch nur vorübergehenden) Veränderung der Molekülstruktur führen, produzieren rechtlich einen naturidentischen Aromastoff, keinen natürlichen. Der größte Teil der naturidentischen Aromastoffe wird synthetisch produziert.


    Aus technologischen Gründen werden viele Lebensmittel heutzutage aromatisiert, um das Produkt interessanter zu machen oder um den Verlust aromawirksamer Substanzen bei der technologischen Verarbeitung auszugleichen. Hierfür werden häufig naturidentische Aromastoffe eingesetzt, da sie für die Aromatisierung von Lebensmitteln im Gegensatz zu künstlichen Aromastoffen nicht explizit zugelassen werden müssen - sie sind ja den Naturstoffen chemisch gleich und die Reinheitsanforderungen entsprechend hoch sind. Der Verbraucher steht dem naturidentischen Aroma häufig kritisch gegenüber und bevorzugt das natürliche Aroma. Dabei sollte nicht ignoriert werden, dass bei Verwendung naturidentischer Aromen die von Natur aus in aromaliefernden Pflanzen vorkommenden toxischen Verbindungen (siehe Aroma) aufgrund des Herstellungsverfahrens nicht auftreten.

    Des Weiteren spielen finanzielle Gründe und Verfügbarkeit eine maßgebliche Rolle. So ist es z. B. nicht möglich, den gesamten Bedarf an Erdbeeraroma für Joghurt, Dessertspeisen, Speiseeis, Bonbons etc. über natürliche Erdbeerextrakte zu decken. Ein anderes Beispiel ist das Vanillearoma: reines Vanillin aus der Bourbon-Vanille ist sehr teuer und seine Verfügbarkeit eingeschränkt, weshalb man auf synthetisches Vanillin als Naturident ausweichen muss. Aus der Kombination von wenigen bis zu einigen Dutzend für den Aromaeindruck maßgeblichen Verbindungen kann der Flavorist ein Aroma kombinieren, das dem natürlichen Aroma aus mehreren hundert Substanzen sehr nahe kommen kann.

    Die zunehmende Aromatisierung von Lebensmitteln ist umstritten, Kritiker sagen, dass die Menschen, besonders Kinder, den Geschmack "echter Lebensmittel" zunehmend vergessen.


    Es existieren einige wenige chemisch-analytische Methoden, um die Verwendung eines naturidentischen Aromastoffs nachzuweisen. Gemäß den rechtlichen Bestimmungen in Deutschland darf bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln der Begriff "natürliches Aroma" nur dann verwendet werden, wenn ein natürliches Aroma im Sinne der Aromenverordnung eingesetzt wurde. Die schwierige Nachweisbarkeit und immense Preisunterschiede können aber zum Missbrauch der Kennzeichnung verleiten.

    Dies wird dadurch erleichtert, dass naturidentische Aromastoffe ihren natürlichen Vorbildern chemisch gleich sind und etablierte instrumentell-analytische Verfahren wie Gaschromatographie oder Gaschromatographie-Massenspektrometrie zur Unterscheidung von natürlichen Aromastoffen und deren Naturidenten nicht ausreichen. Zu ihrer Unterscheidung profitiert man einerseits davon, dass viele Naturstoffe chiral vorkommen, so auch einige Aromastoffe, wohingegen die naturidentischen Aromastoffe meist als Racemat durch chemische Synthese gebildet werden. Durch eine Enantiomerenanalytik können somit einige aromawirksame Ester, Lactone und Terpene gut unterschieden werden. Für die große Zahl der achiralen Aromastoffe kann diese Analysenmethode nicht angewendet werden. Des Weiteren könnten enantioselektive Synthesen und Racematspaltung in Zukunft hier zunehmend Schwierigkeiten bereiten.

    Eine leistungsfähige Unterscheidungsmöglichkeit ist für achirale Aromastoffe deren Isotopezusammensetzung, da sich natürliche Aromastoffe von naturidentischen im Mengenverhältnis der stabilen Isotope unterscheiden. Man bedient sich vorrangig der Isotopenzusammensetzung der stabilen Isotope von Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff. Diese wird maßgeblich vom Photosynthese-Typ der Pflanze (C3/C4/CAM), chemisch-physikalischen und biochemischen Prozessen sowie der geographischen Lage beeinflusst. Mittels Isotopenverhältnis-Massenspektrometrie können die Isotopenverhältnisse analysiert werden. Als weitere leistungsfähige Isotopentechnik findet die Deuterium-Kernresonanzspektroskopie (SNIF-NMR) Anwendung, um anhand der Deuteriumverteilung im Aromamolekül eine Unterscheidung zwischen natürlich und naturidentisch zu ermöglichen. Diese Techniken werden auch bei der Herkunftsbestimmung von Lebensmitteln sowie der Weinanalytik eingesetzt.



    Künstliches Aroma

    Als künstliches Aroma bezeichnet man allgemein einen synthetisch erzeugten Geschmack oder Geruch, einen Lebensmittelzusatzstoff. Der Begriff des künstlichen Aromastoffs ist in Deutschland rechtlich definiert als „chemisch definierte Stoffe mit Aromaeigenschaften, die durch chemische Synthese gewonnen werden, aber nicht mit einem Stoff chemisch gleich sind, der in einem Ausgangsstoff pflanzlicher oder tierischer Herkunft [...] vorkommt“ (Aromenverordnung). Künstliche Aromastoffe haben demnach kein natürliches Vorbild in der Natur und werden ausschließlich synthetisch hergestellt und aufgrund ihres Geschmacks eingesetzt.

    In Deutschland sind momentan fünfzehn künstliche Aromastoffe mit Anwendungsbeschränkungen und Höchstmengen für Lebensmittel zugelassen. Neue künstliche Aromastoffe müssen für eine Verwendung in Lebensmitteln erst explizit zugelassen werden.


    Künstliche Aromastoffe :

    Ethylvanillin
    Allylphenoxyacetat
    α-Amylzimtaldehyd
    Anisylaceton
    Hydroxycitronellal
    Hydroxycitronellaldiethylacetal
    Hydroxycitronellaldimethylacetal
    6-Methylcumarin
    Methylheptincarbonat
    β-Naphthylmethylketon
    2-Phenylpropionaldehyd
    Piperonylisobutyrat
    Propenylguaethol
    Resorcindimethylether
    Vanillinacetat

    Für die nachfolgenden Lebensmittelgruppen dürfen entsprechend der Aromenverordnung die aufgelisteten künstlichen Aromastoffe mit Mengenbegrenzung eingesetzt werden (in Zukunft können hier etwaige rechtliche Neuregelungen zu einer Änderung führen):


    Künstliche Heiß- und Kaltgetränke, Brausen
    Cremespeisen, Pudding, Geleespeisen, rote Grütze, süße Soßen und Suppen
    Speiseeis
    Backwaren, Teigmassen und deren Füllungen
    Zuckerwaren, Brausepulver
    Füllungen für Schokoladenwaren
    Kaugummi


    Künstliche Aromastoffe nehmen nur einen untergeordneten Anteil bei der Aromatisierung von Lebensmitteln ein, hier dominieren die natürlichen und naturidentischen Aromastoffe. Vor allem bei "einfachen" Lebensmitteln wie nichtalkoholischen Getränken, Brausen, Süßwaren und Desserts kann eine Anwendung erfolgen, Ethylvanillin wird dabei am häufigsten eingesetzt.



    mfg unciat18
     

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