Todesstrafe im Online-Rollenspiel?

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 20. Februar 2006 .

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  1. #1 20. Februar 2006
    Rüpel in Online-Spielen - SOE-Präsident lässt die Gedanken schweifen
    Was passiert, wenn sich Kunden in Online-Spielen daneben benehmen, und welche Rechte haben Täter und Opfer in virtuellen Welten? Haben Personen in Spielen die selben grundlegenden Rechte wie außerhalb des Spiels? Der Chef von Sony Online Entertainment (SOE) hat sich kürzlich im offiziellen EverQuest-2-Blog über dieses Thema Gedanken gemacht - und wünscht sich manchmal einen spielübergreifenden "virtuellen Knast" oder gar die "Todesstrafe" für die Helden von unflätigen Spielern.


    Wenn sich ein Spieler nicht so verhält, wie es die Nutzungsregeln, der Anstand oder die Menschlichkeit gebieten, müssen meist die Spielleiter entscheiden, ob es bei einer Verwarnung bleibt, der Account des Spielers für eine Weile geschlossen oder der Kunde ganz aus dem Spiel geworfen wird. Der Spielleiter wird dann zum Ermittler und Richter in einer Person, dabei werden ab und an auch Fehlentscheidungen getroffen, die dann ihren Weg durch die Blogs und letztlich die Presse machen.

    Zum Teil stimmen die von den Online-Spiel-Betreibern ersonnenen Verhaltensregeln auch nicht mit dem überein, was in der Realität üblich ist oder werden schlicht zu streng ausgelegt. So warnte ein Blizzard-Mitarbeiter beispielsweise kürzlich Spieler vor dem Rauswurf, da sie ihre eigene Gilde im Chat als "glbt"-freundlich ("nicht hetero, lesbian, bisexual and transgender") bewarben und damit angeblich Mitspieler belästigen würden. Das wurde weithin als Diskriminierung aufgefasst, brachte Blizzard einiges an Kritik ein und zwang das Entwicklerstudio schließlich zur öffentlichen Entschuldigung.

    In seinem Blog-Beitrag machte sich SOE-Präsident John Smedley Gedanken darüber, wo die Grenze zu ziehen ist, wenn es um die Rechte der Spieler im Spiel geht. "Hat eine Person in einer virtuellen Welt die gleichen Rechte [wie außerhalb, Anmk. der Redaktion]? Ich denke die Antwort muss ja lauten, wenn es um die großen Dinge wie Herkunft, Religion, sexuelle Ausrichtung und dergleichen geht." Smedley zufolge geht es in virtuellen Welten jedoch noch um mehr - der Betreiber eines Spieles muss sich darum sorgen, dass die Menschen sich in den Spielen auch wohl fühlen.

    "Unsere Spielleiter müssen sich vielen Belästigungs-Problemen widmen. Jeden Tag müssen sich Spielleiter in virtuellen Welten um alle Arten von Problemen kümmern und vieles davon ist tiefgründiger", so Smedley. In EverQuest habe man beispielsweise vor vielen Jahren einen Spieler herausgeworfen, der außerhalb des Spiels eine eigene Everquest-Geschichte veröffentlichte, in der es um Gewalt gegen ein Kind gegangen sei.

    Für die Verbannung habe man viel Kritik eingesteckt und sei auf eine Stufe mit Bücher-Verbrennern und Feinden der Redefreiheit gestellt worden. Letztendlich habe man aber eine Ermessensentscheidung bezüglich potentiell unangemessenen Verhaltens, gestützt auf ein Telefonat mit dem Betreffenden und auf Beschwerden von Mitspielern gefällt. "Wir müssen jeden Tag diese Art von Entscheidungen treffen, und ich denke, dass wir - als Industrie - es meist richtig entscheiden", so Smedley.

    Natürlich gebe es auch Zwischenfälle, in denen ein Spielleiter einem Spieler Unrecht getan hat, räumt Smedley ein. Doch eben diese werden ihm zu oft von der Presse thematisiert, die zu selten über positive Entscheidungen berichten würde.

    "Ich wünschte Sie alle würden von den guten Dinge hören, die sie [die Spielleiter, Anmk. der Red.] tun. Man hört nichts darüber, dass sie sicherstellen, dass jemand nach einer im Spiel erfolgten Androhung eines Selbstmords Hilfe bekommt. Man hört nichts darüber, dass sie nach einem Hurrikane persönlich bei Spielern anrufen, um herauszufinden, ob alles ok ist... aber ich wünschte man würde es [mitbekommen]", so Smedley stolz über seine Support-Mitarbeiter.

    Der Spaß hört Smedley zufolge spätestens dann auf, wenn "ignorante Spinner" anfangen, rassistische oder sexistische Verunglimpfungen im Spiel von sich zu geben. Dann wäre es das Richtige sie zu bannen, nachdem ihre Aktionen nachgewiesen werden können. Einen öffentlichen Pranger - wie er bei TheSmokingGun.com für erwiesene In-Game-Belästiger existieren würde - zur Warnung anderer Spieler könne man aus Datenschutzgründen nicht betreiben, ist Smedleys Blog-Eintrag zu entnehmen. Es sei ein schmaler Grat, auf dem man als Betreiber eines Online-Spiels wandle.

    Zwar sind Spielleiter eine virtuelle Justiz, doch letztlich haben sie nur begrenzte Möglichkeiten: "Ich wünsche mir sehr, dass wir ein "virtuelles Gefängnis entwickeln könnten, in das all die verschiedenen Onlinespiel-Unternehmen die Charaktere der Menschen schicken könnten. Es wäre schön, sicherstellen zu können, dass diese Idioten nicht nur aus unseren Spielen entfernt werden und nicht einfach weitermachen indem sie Spieler in einem anderen Online-Spiel belästigen, sondern dass ihre Charaktere für eine hübsch lange Zeit "hinter Gitter" kommen", sinniert Smedley. Er ist zwar nicht der erste, der sich darüber Gedanken macht, findet jedoch deutliche Worte.

    Darüber hinaus kann Smedley sich durchaus auch eine "Todesstrafe für Avatare" vorstellen, ohne dass dies als grausame und unangemessene Bestrafung gelten müsse, wie im Blog nachzulesen ist. Nur stellt man sich dabei die Frage, ob es in den virtuellen (Spiel-)Welten von Smedley dann auch öffentliche Gerichtsverfahren mit Anwälten und Jury geben würde - und ob protestierende Todesstrafen-Gegner die Nutzungsbedingungen wegen unerlaubter Server-Überlastung verletzen. Man wird es abwarten müssen. "Bis zu dem Tag dankt den Spielleitern, da sie meist richtig entscheiden", betont Smedley, dessen letzter Satz im Blog-Eintrag daran erinnert, dass es darum gehe, den Spielspaß sicher zu stellen. (ck)


    quelle: Golem.de
     

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  3. #2 22. Februar 2006
    Warum nicht einfach die Charakterwerte nach unten verschlechtern oder Experience verringern? ^^
     
  4. #3 22. Februar 2006
    lol das is doch total sinnlos in rollenspielen isses doch grada das lustige andere player zu killen xD

    ich mach das imma wenn ich am lvln bin und da einer kommt der meine monster die inner umgebung sind denn hau ich den xD
     
  5. #4 22. Februar 2006
    das wäre doch mal ne sache mit dem "Virtuellem Knast" ^^
    Dann bekommste für 2 Monate deine 500 x 500 Px große Zelle die dann nich verlassen darfst ^^
    goil :D freu mich schon^^
     
  6. #5 22. Februar 2006
    was fürn scheiß ...
    ich will doch net nur weil ich in einem game jemanden umgelegt habe in den knast wandern ...
    dann würde ich net mehr spielen ^^
    dann käm man ja nie wieder raus ^^
     
  7. #6 22. Februar 2006
    Wer sich hier im board daneben benimmt bekommt auch die virtuelle Todesstrafe oder halt knast ;)


    Also ohne Regeln und ein Gesetz kann halt keine Gesellschaft funktionieren.
     
  8. #7 22. Februar 2006

    Lol,
    du hast aba nu wirklich voll danebengeschossen....

    Wer Lesen Kann ....

    Es geht um Verletzung von Spielregeln,
    sowie Etikette(Rassistische aüsserungen z.B.:)
    Flamerei gehört einfach nich in Spielchat,
    ausser vielleicht bei CS-Krüppeln die
    auf nem Privaten Server Spielen :D


    tum Topic.:

    Ich glaub der Typ denkt n bischen zu weit,
    mit Gefängnis für Avatare.... blabla

    Das wäre so etwas wie ne Hexenjagd,
    ausserdem würde es bedeuten gegen
    den Datenschutz zu verstossen,
    ausserdem jemanden dann von allen
    Online-Spielen fern zu halten,
    is doch n bissl Feist .
    Da frag ich mich, ob der Typ die Reps wählt :D

    Ich denk mal so wie es bisher
    läuft , isses schon ganz Oki,
    Lamer werdn eben gebannt für
    2 Tage und bei Freiaccs... kann man zur not
    auch den acc Schliessen


    grüz
    KK

    EDIT: wollt eigentlich FLAMER WERDEN GEBANNT schreiben
    aber ich fand den Rechtschreibfehler sooo schööön ,
    dass ich ihn euch hiermit Schenke :D
     
  9. #8 22. Februar 2006
    Was ich überhaupt nicht ausstehen kann, sind Player Killer!
    Ihr habt dabei spaß, aber denen die ihr das antut haben keinen...

    Find solch ein gefängniss sollte es schon bei PK geben.

    MFG Inu
     
  10. #9 22. Februar 2006
    Ich finde flamen muss sein. Es gibt Meinungsfreiheit und diese sollte man ausleben. Wenn man nun gegen ******* ist ( was ich für richtig halte, wo kommen wir denn sonst hin? ) dann sollte man das auch online, sowiewo auf im "Real Life" äußern und es auch äußern dürfen! Im Inet ist jeder ( mehr oder weniger anonym ) also kann man auch machen was man will :D. Ich finde es dreißt von den Firmen Accounts zu bannen und zu sperren, wegen einer Beleidigung! Man hat dafür bezahlt und etwas erreicht, also sollte man auch spielen dürfen! Ich meine wenn du zu Aldi gehst und Chips kaufst, können sie dir die ja auch nicht verbieten weiterhin Chips zu kaufen, wenn du die Chipstüte nach dem Verzehr einfach wegwirfst, anstatt sie in den Müll zu werfen und somit gegen die "Spielregeln" verstößt!
     
  11. #10 22. Februar 2006
    Also von anderen Spielen kennt man das doch schon. Bin langer Ultima Online RP-Shard spieler und dort wird man für zB ne Woche innen Jail geschickt oder muss "Steine schleppen" (Ein virtueller Zeitaufwand der schon mal ein paar Stunden den Charakter beschäftigt ;) )



    also wieso nicht?!
     
  12. #11 22. Februar 2006
    Ich hab dazu auch die Diskussion auf wow.gamona gelesen und muss sagen ich finde das an für sich eine gute Idee.

    Eine Todesstrafe (Charakter wird gelöscht) halte ich aber für eine viel zu heftige Reaktion, außerdem wäre das auch bestimmt nicht durchsetzbar, denn wer will schon noch mal von neu anfangen. Die Firmen würden so nur Kunden verlieren und das ist bestimmt nicht in ihrem Interesse.

    Die Idee eines virituellen Gefängnisses so wie in Ultima Online halte ich aber für eine interessante Idee. Spieler werden in diesem Gefängnis bis zu einer bestimmten Zeit festgehalten. Allerdings müsen die Spieler online sein wenn sie ihre Zeit "absitzen". Das heisst wer 3 Wochen offline ist muss trotzdem eine Stunde Onlinezeit im Gefängnis verbringen. Um sicherzustellen, dass die Spieler die Zeit nicht nur nebenher absitzen müssen bestimmte Tätigkeiten verrrichten, oder alle par Minuten Fragen beantworten oder soetwas.

    Ich denke die Idee des virituellen Gefängnisses würde auch mehr Rollenspielinhalt bringen, da es zum Beispiel möglich ist, dass eine Gilde eins Ihrer Member das im Gefängnis ist durch einen Schlachtzug befreit, was bestimmt eine lustige Sache ist!

    Abschließend würde ich sagen, dass so eine Todesstrafe eher unwahrscheinlich ist, aber die Idee des virituellen Gefängnisses durchaus umsetzbar (und ausbaubar) ist.
     
  13. #12 22. Februar 2006
    hi

    also ich habe dazu eigentlich keine Meinung

    aber ich finde wenn man ein Virtuelles jail für Rollenspiele macht dann muss es des auch für Cheater geben!!!!!

    Cheater sind genauso schlimm wie leute in Rollenspielen die es übertreiben mit der Freiheit im Web

    X-13
     
  14. #13 22. Februar 2006
    also ich sage dazu nur todesstrafe wegen ausdrücken? hallo!? da reicht auch ne sperre oder ambesten sowas wie nurnoch 10% move und attackspeed für zB 1 woche und die muss man durch spielen wieder wegkriegen ich denke dann überlegt man sich was man gemacht hat wenn man eine woche mit nur 10% spielt und dadurch verkackt
     
  15. #14 22. Februar 2006
    in Ragnarok Online gibts ein Jail (Knast). Und in CS - ich weiss kein mmorpg und so, gibts auch sowas wie jailpenaltys aber auch nur wenns die admins unterstützen ^^
     
  16. #15 23. Februar 2006
    In WoW ist der Player vs. Player ja im Spiel integriert.
    Deswegen wird man in WoW ja nicht vom Spiel rausgeschmissen.

    Es geht dabei mehr um Vourteile gegenüber anderen Spielern, die eben oftmals abgelassen werden, nur weil dieser Spieler nicht seinen "Anforderungen" entspricht.
    Sowas müsste man zum Beispiel ahnden.

    Und wen dich jemand im Spiel die ganze Zeit killt, dann kann man in der regel ja einen Gamemaster benachrichtigen, der dem Spieler eben sagt, dass er es zu unterlassen habe.

    Spiele sollten eigentlich dazu gedacht sein, Agressionen abzubauen und Ablenkung zu bieten, sei es, wenn man Kummer hat oder man einfach nur einen schlechten Tag hat.
    Bei Online-Spielen allerdings begibst du dich ja wieder in eine virtuelle Gesellschaft, die ja völlig vom normalen Leben abweicht. online-Welten sind sowieso Fantasie-Welten, worin bestimmt viele gerne Leben würden und genau dieser Punkt treibt auch einige zu solches Verhalten.
    Viele glauben ja, die Welt wurde eben auf einen zurechtgeschnitten, jetzt kann man sich darin fortbewegen und vielleicht einige Träume - zumindest virtuell - wahr werden lassen.

    Das ist meiner meinung nach das Problem und ein Gesetzbuch nur für eine Online-Welt finde ich aber dann auch wieder zu übertrieben.
    Die heutigen Online-Spiele bieten ja immer weniger spielerische Grenzen, und wo keine Grenzen sind, sollten welche gemacht werden und im Umgang mit anderen ist es wohl am wichtigstn.
     
  17. #16 23. Februar 2006
    Die, die sich "Todesstrafe" oder gar einen Virtuellen "Knast" wünschen, sind die, die nix anderes mehr als zocken kennen...
     

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