Torpark: Anonymes Websurfen für Dummies

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 20. September 2006 .

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  1. #1 20. September 2006
    Installationsfrei und vorkonfiguriert kann man via Torpark anonym im Web surfen. Die Hackergruppe Hacktivismo, eine Untergruppe des Cult of the Dead Cow, hat die Open-Source-Software in der Version 1.5.0.7 veröffentlicht, mit der sich noch eine Ecke einfacher als mit der händisch zu konfigurierenden TOR anonym surfen läßt. Den Kopf abschalten sollte man indessen auch bei der Verwendung der leicht anzuwendenden Anonymisierungslösung nicht.

    Torpark ist eine vorkonfigurierte Kombination aus einem modifizierten Firefox-Browser und dem Anonymisierungsnetzwerk TOR. Torpark kann ohne Installation nach dem Download direkt gestartet werden - auch portabel läßt sich der anonyme Browser beispielsweise via USB-Stick einsetzen.

    Notwendig seien Anonymisierungslösungen wie Torpark in einer immer stärker überwachten Gesellschaft. Hacktivismo-Gründer Oxblood Ruffin:

    "Wir leben in einer Zeit, in der Sammeltechniken sich die Rosinen aus unserem Onlinedasein herauspicken und speichern. Torpark setzt Hacktivismos Engagement in der Erweiterung unserer Rechte auf Privatsphäre im Netz fort. Und das beste: es ist kostenlos. Niemand sollte für grundlegende Menschenrechte bezahlen, besonders für das Recht auf Privatsphäre."

    Wichtiger als das "kostenlos" dürfte das Attribut "Open Source" sein - Torpark ist unter der GPL lizenziert, Sicherheitslücken und Backdoors würden so bei Vorhandensein schnell bekannt.

    Wie ein installiertes TOR auch routet Torpark die Netzkommunikation des Browsers verschlüsselt über mehrere TOR-Proxies. Die IP-Adresse des Surfers ist damit beim Zielrechner nicht mehr sichtbar, auch der Provider kann nicht mehr nachvollziehen, welche Seiten der User aufgerufen hat. Den Kopf sollte man jedoch auch beim Verwenden der leicht benutzbaren Torpark-Lösung nicht abschalten: beispielsweise über Anmeldeformulare kann der User seine Anonymität wieder zunichte machen. Wer sich via Torpark beispielsweise mit seiner Mailadresse auf einem Board anmeldet, hinterläßt damit natürlich wieder nachvollziehbare Spuren.

    TOR und andere Anonymisierungsdienste sind in der letzten Zeit wieder unter verstärkten Druck geraten. Im Rahmen von Ermittlungen gegen Kinderpornografie wurden drei Server des TOR-Netzes mit durchaus fragwürdigen Begründungen beschlagnahmt. Auch ein Server des Anonymisierungsdienstes AN.ON wurde eingezogen. Die Möglichkeiten zum anonymen Surfen, wie sie beispielsweise durch TOR gewährleistet werden, stellen ein zentrales Gegenargument zur immer umfassenden Bespitzelung und Überwachung von Netznutzern dar. Angesichts von Lösungen wie TOR, anonymen Netzen wie Freenet und der Möglichkeit zur stark verschlüsselten Kommunikation ist die Legitimation der Forderungen nach einer immer stärkeren Netzüberwachung fragwürdig. Fortgesetzt und ausgeweitet wird sie dennoch: Dienste wie Torpark sind damit nützlicher und notwendiger denn je.


    quelle: gulli untergrund news
     

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