UK-Polizei: Wir brauchen 60 Tage zum HD-Knacken

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 11. November 2005 .

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  1. #1 11. November 2005
    Längere Arrestzeiten ohne Anklage gefordert

    Heute steht in Großbritannien ein Gesetz zur Abstimmung, welches - natürlich - anläßlich der akuten Terrorgefahr die Polizei dazu berechtigen soll, Verdächtige statt der jetzigen 14 für 60 Tage vorläufig einsperren zu können. Eine der absurden Begründungen für die weitere Beschneidung der Bürgerrechte: man brauche mehr Zeit, um verschlüsselte Festplatten zu knacken.

    Bereits als zweiten Punkt auf ihrer Liste von Gründen für die Verlängerung der Haftzeiten führt die Metropolitan Police die Festplattenverschlüsselung an. Stark verschlüsselte Computerdaten können mehr als 14 Tage in Anspruch nehmen, um sie zu knacken. Wenn ein Verdächtiger entlassen wird, während die Daten noch analysiert werden, riskiert man, die Kontrolle über den Verdächtigen zu verlieren, was eine Gefährdung der Öffentlichkeit bedeutet.

    Mit welch fadenscheinigen Argumenten hier einmal mehr die Rechte der Menschen beschnitten werden - alles natürlich im Namen der Sicherheit und der Terrorbekämpfung - wird einmal mehr deutlich. Natürlich kann sich die Polizei darauf verlassen, dass der Normalanwender (leider immer noch) kaum eine Ahnung von Verschlüsselung und dem Schutz seiner Dateien vor dem Zugriff durch die Behörden hat, und so kann man noch problemlos den Anschein erwecken, es gebe Verschlüsselung für die HD, die sich zwar nicht in 14, aber in 60 Tagen knacken lasse.

    Starke Krypto zu knacken spielt sich momentan jedoch in Zeitdimensionen ab, die weniger mit Monats- und Jahreszahlen, sondern eher der Existenzdauer des Universums verglichen wird. In Deutschland werden beschlagnahmte, verschlüsselte Platten in der Regel erst zurückgegeben, wenn sie dechiffriert werden konnten. Von Betroffenen hört man gelegentlich, das sei offenbar gleichbedeutend mit "niemals", aus gutem Grund.

    Insofern wäre es nur konsequent zu fordern, Verdächtige ohne Anklage oder Gerichtsurteil einfach beliebig lange einsperren zu können. Ehrlicher wäre es angesichts der Begründung allemal.


    quelle: gulli untergrund news
     

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  3. #2 12. November 2005
    Ich bin mal gespannt, was daraus noch wird, ich meine: Schutz vor Terror schön und gut, aber man kann es auch übhertreiben mit dem Überwachungsstaat. Wär ja noch schöner wenn jeder Dorfpolizist nur so aus Terrorverdacht o.ä. jemanden so lange wie er will einzusperren, wie es die USA ja zum Teil sogar jetzt schon tun(Guantanamo(?) Bay). Ich hoffe sehr, dass sie es nicht durchkriegen, weil ansonsten wäre es nur noch eine Frage der Zeit, bis Deutschland nachzieht
     
  4. #3 12. November 2005
    finde ich auch, irgendwann geht es auch mal zuweit. Wollen die bald jeden Monat ne Hausdurchsuchung machen, um zu kucken ob alles richtig ist? Und wie lange solll man dann unschuldig im Knast sitzen? Dann gibts 100% Schadensersatzklagen und der Staat is arm...
     
  5. #4 12. November 2005
    öh 60 Tage wegsperren , du weicher (scherz)
    90Fordern sie ...3 MONATE .

    Nun ist es wieder mal soweit, das die Politiker
    die Freiheit des Staates bzw. der Bürger
    aufs spiel setzen wollen.

    In Ihrer Kurzsichtigkeit merken sie nicht,
    dass sie damit genau jenen in die Hände spielen,
    vor denen sie sich schützen wollen.

    Mach deine Bürger unzufrieden und du bekommst eine Revolte.

    Naja scheits isses den Engländern mal wieder zu Langweilig.
    Oder der Berühmte Englische Nebel hat sich mal wieder
    einen in die Wirrköpfe einiger Leutz erschlichen. :)



    grüz
    KK
     
  6. #5 12. November 2005
    14 tage ist lang genug man braucht doch nicht 60 tage einen einzusperren ..

    ist zu viel

    mal gugge ob des durchkommt....
     
  7. #6 12. November 2005
    Hmm, ich finde 60 Tage vielleicht ein bisschen viel. Aber ich finde die Politei hat schon recht. Oft sind die Beweiße nicht in 14 Tage gefunden oder es wurden fehler gemacht. So 30 Tage würde ich gut finden
     
  8. #7 14. November 2005
    OK was ist denn das für eine Story.
    Kommt davon sehr geehrte Polizei wenn man gegen die hacker-cracke unterwelt kämpft anstatt mit ihr zusammen zu arbeiten.
    Die müssen doch Spezialisten haben warum soll denn das so lange dauern.
    Ausrede!
     
  9. #8 14. November 2005
    oh mann, ne vernünftige verschlüsselung crackt man angeblich mit den schnellsten rechenrn der welt in 1 jahr oder länger... Hallo?
    Den Überwachungsstaat haben wir den Überwachungsstaat wirklich so vermisst?

    Leider, haben die Europäer insbesondere die Deutrschen verlernt zu demonstrieren...
    Außerdem kann heutzutage alles, was den entsprechenden leuten nicht gefällt durch die Medien völlig verdreht, als falsch und ggf. als terroristisch dargestellt werden...
     
  10. #9 18. November 2005
    so udn jetzt stellt euch mal vor der hat so ne starke verschlüsselung die im 1000-Jahre-Bereich abspielt, dann halten die den sein leben lang fest, so lange bis des decodiert is? ?(

    also mann kann echt nur hoffen, dass des nicht so weit kommt

    ausserdem könnten sich sicherheits-experten mal gedanken über ne besser methode machen (der Film "Minority Report" liefert ja n paar ganz gute anregungen ;))
     

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