UP: Filmdownload plus DVD für 30 Euro

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 24. März 2006 .

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  1. #1 24. März 2006
    Fair-Use-Abschaffung als Revolution verkauft

    Eine "komplette Revolution" der Art, wie Filme genutzt werden können, kündigt Universal Pictures an - und belegt einmal mehr, wie weit von der Wirklichkeit sich die Contentindustrie mittlerweile entfernt hat. Für knapp 20 Pfund soll man in Kürze nicht nur eine (in der Regel kopiergeschützte) DVD erstehen können, sondern erhalte über Partner AOL zwei digitale Kopien zum "permanenten Download" - der Käufer darf die Kopien sogar für einen unbegrenzten Zeitraum behalten und nutzen.


    Die DRM-geschützten Windows Media-Dateien laufen nur auf Win-Plattformen und können nicht gebrannt werden - jeder DVD-Ripper ist nützlicher als das UP-Angebot, welches nach Ansicht der Anbieter endlich den Wünschen der Kunden entspräche. "Download to own" sei eine der "spannendsten Entwicklungen im Bereich Moviedownload für den PC", so Beobachter der Industrie.

    Digitales Kopieren der DVD auf den Rechner, Konvertierung ins passende Format für die jeweiligen Mobilgeräte - was an sich einmal völlig normale Nutzung eines gekauften Films war, ist inzwischen weitgehend verboten. Die Downloadmöglichkeit einer kastrierten Kopie, die der Kunde gar für unbegrenzte Zeit behalten darf, wird als Innovation in Sachen Kundenfreundlichkeit verkauft. Der UK-Vorstand von UP Eddie Cunningham hält das Angebot für "...eine Revolution bei den Möglichkeiten digitaler Distribution, und ich denke, man wird in den nächsten Monaten viele neue Meldungen dieser Art lesen".

    In der jetzigen Zeit liest man hingegen vor allem Meldungen über die faktische Abschaffung der Privatkopie, die von der Industrie forciert wurde. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass man die Rechte der Kunden massiv beschneidet, um anschließend eine kastrierte Version von Privatkopien als "Revolution" zu preisen. Vor dem Verbot des Umgehens von Kopierschutztechnik war das Konvertieren der gekauften Medien in abspielfähige Formate für verschiedene Plattformen eine Selbstverständlichkeit. Was sich die Medienindustrie unter Kundenfreundlichkeit vorstellt, wird am UP-Beispiel einmal mehr zur Kenntlichkeit entstellt: das Bereitstellen von DRM-geschützten Files, die weder unter Linux, auf dem iPod, dem Mac oder gar einer PSP laufen.

    Man kann nur hoffen, dass sich trotzdem Käufer für das Angebot finden. Sonst waren wieder die bösen Raubkopierer schuld.


    quelle: gulli untergrund news
     

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