Wie kam es zu den Städtebünden??

Dieses Thema im Forum "Schule, Studium, Ausbildung" wurde erstellt von jiggolo, 5. Dezember 2007 .

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  1. #1 5. Dezember 2007
    Hallo leute,

    kann mir jemand sagen wie die städtebünde zustande gekommen sind??Ich habs leider nicht im Internet gefunden,ich hoffe mirt kann jemand helfen :(
    Sollte etwas ausführlöicher sein,also bitte nicht 2 Sätze,dass reicht leider nicht :(
    BW gibt es auch für jede hilfe ;)

    mfg
    jiggolo
     

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  3. #2 5. Dezember 2007
    AW: Wie kam es zu den Städtebünden??

    Entstehung der Städtebünde

    Von der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts an hatte sich ein starkes Städtewachstum eingestellt, eine Entwicklung, die eine Rückkehr zur urbanen Kultur einleitete. Innerhalb der Städte entstanden Gemeinden und Verbände. Die Städte waren eine Antwort auf das Feudalwesen und hatten zum Ziel in gewisser Weise ein Equilibrium von Machtverhältnissen zwischen den regierenden Fürsten und der Bevölkerung anzustreben. Dies wurde jedoch nicht erreicht, denn jeder Stadt stand entweder König, Fürst, oder Bischof vor. Die einzige Möglichkeit der Bürger war, sich zu Eidgenossenschaften zusammenzuschließen um ihre Interessen in gewissem Maße durchzusetzen.

    Einzelne Städte schlossen sich am Anfang des 14. Jahrhunderts zu sogenannten Städtebünden zusammen. Dies war ein Verbund zweier oder mehrerer Städte, die sich zusammenschlossen um daraus politischen und wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Der politische Nutzen bestand darin, dass die Städte sich effektiver gegen die Willkür der Fürsten (z.B. bei Verpfändungen) wehren konnten und einen stärkeren Einfluss auf politische Entscheidungen hatten (dabei hatten sie zwar ein Mitspracherecht, jedoch keinerlei Exekutivrechte). Des weiteren waren die Städte durch eine Verbündung in der Lage sich gegenseitigen militärischen Beistand in Friedens- sowie in Kriegszeiten zu leisten.

    Primär waren Städtebünde die Antwort der vereinzelten Städte auf die Unzuträglichkeiten im Zoll-, Gerichts-, Steuer- und Münzwesen, denn nach dem politischen Umschwung, der auf das Ende der Stauferherrschaft folgte, schien die Situation im damaligen Deutschen Reich ungesichert. Durch eine verfassungsmäßige Absicherung peilte man daher an, eine Art Autonomie zu erreichen, was jedoch nie völlig erreicht wurde.

    Die Städtebünde wurden durch Vereidigung der jeweiligen Städtevertreter gegründet. Es gab eine interne Organisationsstruktur, wie zum Beispiel Schiedsgerichte, um interne Konflikte zu bereinigen und Ausschüsse, welche wichtige Entscheidungen im Interesse aller dem Bund angehörigen Städte trafen und verabschiedeten.

    Städtebünde waren in sich geschlossene Verbände. Die Bürger waren verpflichtet sich gegenseitig Hilfe zu leisten, des weiteren galten im allgemeinen die gleichen Gesetze in den “Mitgliedsstädten”. Auch der Handel florierte speziell zwischen den Städten eines Bundes.

    Die Fürsten und jegliche Stadt, welche die fürstliche Territorialpolitik unterstützte, wurden automatisch als Feinde betrachtet. Städte aus dem Bund, die Interaktionen mit Fürsten führten, seien sie wirtschaftlicher oder politischer Natur, wurden aus dem Bund ausgeschlossen.

    Die radikale Einstellung der Städte stieß oft auf Widerstand, wie man an Beschlüssen, zum Beispiel an der “Goldenen Bulle” von 1356, sehen konnte. Die Goldene Bulle schrieb fest, dass das Reich eine Wahlmonarchie sei und warf den Städtebünden vor conspirationes, d.h. Verschwörungen gegen die Monarchie zu sein.

    Am Anfang des16. Jahrhundert wurden die Städtebünde von Reichskreisen abgelöst.

    Die wichtigsten Deutschen Städtebünde zwischen den Jahren 1300 und 1500 waren: die Hanse, der Rheinische Bund, der Schwäbische Städtebund, der Oberlausitzer Sechsstädtebund und der Elsässer Städtebund.


    reicht das? :p
     
  4. #3 5. Dezember 2007

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