Wie wird CBD Öl hergestellt?

Artikel von Fabiane Herbst am 6. März 2021 um 16:03 Uhr im Forum Allgemeines & Sonstiges - Kategorie: Ratgeber & Wissen

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Wie wird CBD Öl hergestellt?

6. März 2021     Kategorie: Ratgeber & Wissen
Das sollten Sie über die Herstellung von CBD Öl wissen. CBD Öl erlebt seit Jahren einen wahren Hype. Der natürliche Wirkstoff, der aus der Hanfpflanze gewonnen wird, soll das Allgemeinbefinden sowie auch die Gesundheit maßgeblich verbessern. Vor allem Beschwerden wie chronische Schmerzen, Migräne und Kopfschmerzen sowie auch Menstruationsbeschwerden lassen sich mit CBD Präparat meist gut Behandeln. Aber auch der Psyche hilft das Naturprodukt, beispielsweise bei Schlafstörungen, leichten Depressionen oder Burnout.


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Ein hochwertiges CBD Öl durchläuft einen anspruchsvollen Extraktions- und Herstellungsprozess. DIY-Fans können CBD Öl aber auch selbst herstellen.




Viele Verbraucher fragen sich, ob es notwendig ist, ein hochpreisiges Vollspektrum-Öl zu kaufen, oder ob man nicht auch zu Hause einfach Cannabisöl herstellen kann. Letzteres ist tatsächlich möglich, jedoch nicht einfach. Wer CBD Öl herstellen oder generell einfach mehr über die CBD Öl Herstellung erfahren möchte, sollte sich zunächst mit den gängigen Extraktionsverfahren befassen.



Welche Pflanzenteile werden für die CBD Öl Herstellung genutzt?


Die CBD Konzentration ist in den Hanfblüten am höchsten, weshalb diese für die Gewinnung des Wirkstoffes die größte Rolle spielen. Nach der Ernte müssen die Blüten erst einmal getrocknet werden. Im Rahmen verschiedener Extraktionsverfahren lösen die Hersteller dann das wertvolle CBD vom Pflanzenmaterial ab. Dieses CBD verwenden sie dann für die Mischung von Ölen, CBD Kapseln und Salben.



Extraktionsmethoden – ein Überblick


In der Industrie sind mehrere Möglichkeiten gängig, um CBD Extrakt zu gewinnen. Einige Unternehmen arbeiten dabei mit der Ethanol-Methode. Hier werden die CBD Blüten in ein Bad aus Ethylalkohol gegeben, der als Lösungsmittel dient. In diesem mehrstündigen Prozess löst sich das CBD aus den Blüten. Danach wird der Alkohol verdampft und das pure Cannabidiol bleibt übrig. Zwar gilt diese Extraktionsmethode als sehr effektiv und kostengünstig, doch die hohe Explosivität des Ethanols lässt viele Hersteller andere Methoden bevorzugen. Zudem könnte Alkohol dafür sorgen, dass besonders wertvolle Wirkstoffverbindungen zerstört werden. Dies führt zu einer geringeren Wirkkraft.

Die Öl-Extraktion ist ebenfalls sehr kostengünstig, dafür weniger effizient. Im Ölbad löst sich der Wirkstoff vom Pflanzenmaterial, welches dann abgeschöpft wird. Hinterher filtern Anlagen das CBD aus dem Öl. Leider verbleiben nach dem Filtern meist Ölpartikel im CBD – das Ergebnis ist also nicht zu 100 % rein und deshalb meist weniger wirkungsintensiv.

Besonders effektiv, sauber und gesund ist aber die sogenannte überkritische CO2-Extraktion.



Die meisten Hersteller nutzen die CO2-Extraktion


CO2 kann im überkritischen Zustand in die Hanfpflanze eindringen und die wertvollen Wirkstoffe lösen. Damit CO2 einen überkritischen Zustand erreicht, muss es erst gekühlt werden. Anschließend wird das gekühlte CO2 einem Druck von rund 1.000 bar ausgesetzt und so komprimiert. Erst dann ist das Kohlenstoffdioxid (nun in einem flüssigen Zustand) in der Lage über die winzigen Poren der Planzenteile Wirkstoffe zu extrahieren.

Das Verfahren hat einen ganz klaren Vorteil: Wenn CO2 seine Arbeit verrichtet hat, verschwindet es (nun gasförmig) restlos – zurückbleibt reines Cannabidiol. Das ist der Grund dafür, warum besonders viele Hersteller dieses Extraktionsverfahren nutzen, wenn sie CBD Öl herstellen. Tatsächlich bedarf es eines gut ausgerüsteten Labors sowie zeitlichen und finanziellen Aufwands, um auf diese Art CBD extrahieren zu können. Dies führt dazu, dass naturreine CBD Öle preislich etwas höher liegen. Der Kosten-Nutzen-Effekt spricht bei vielen Verbrauchern aber dafür, auf diese Weise hergestellte Öle zu verwenden.



Kann man CBD Öl selber herstellen?


Wie man sieht, sind alle gängigen Herstellungsprozesse für hochwertige CBD Tropfen ziemlich kompliziert. Mal eben schnell im heimischen Wohnzimmer lässt sich deshalb meist kein CBD Extrakt gewinnen. Auch wenn Tabakhändler und Vape-Shops mancherorts getrocknete CBD Blüten zum Rauchen oder Verdampfen verkaufen dürfen, die man dafür verwenden könnte, sollte man lieber ein Produkt erweben, das in einem sicheren Verfahren für den Verzehr hergestellt wurde.

Eine Möglichkeit für ein DIY-CBD-Öl bleibt aber dennoch: Wer CBD Kristalle kauft, kann CBD Öl selbst herstellen. Rührt man die feinen Kristalle in ein gutes natives Olivenöl, Hanföl oder auch Traubenkernöl ein, hat man ein selbst gemachtes Produkt, das gesund und völlig unbedenklich ist. Sogar CBD Salbe kann man auf diese Art selbst herstellen.

Bei CBD Pulver handelt es sich um einen kristallinen naturreinen Wirkstoff, den man auch so einnehmen kann – dosiert meist in Messerspitzen. Doch vor allem zur DIY-Weiterverarbeitung eignet es sich gut. Der Vorteil? DIY-Fans sind mit wenig Aufwand absolut flexibel in der Verarbeitung.
 

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