Yahoo verkauft Popsong ohne DRM

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von z3Ro-sHu, 21. Juli 2006 .

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  1. #1 21. Juli 2006
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    Yahoo setzt die Ansichten seines Musikchefs über die Nachteile von digitalem Rechtemanagement (DRM) langsam in die Tat um: Der US-amerikanische Internetportalbetreiber bietet über seinen Musikshop nun eine DRM-freie Version des Songs "A Public Affair" an. Das Lied ist im MP3-Format erhältlich und kostet knapp 2 US-Dollar. Es kann laut Yahoo auf jedem Player abgespielt und beliebig oft kopiert werden. Über die Bitrate werden keine Angaben gemacht.

    Yahoos Musikchef Dave Goldberg hatte im Februar auf einem Branchentreffen seine Ansicht dargelegt, hohe Preise und restriktive Nutzungsbedingungen sorgten dafür, dass die Käufer die Online-Läden nicht wieder besuchten. Darauf verweist nun der Yahoo-Music-Mitarbeiter Ian Rogers im Music Blog von Yahoo. DRM ergebe weder für Musiker noch für die Label und die Kunden einen zusätzlichen Wert, sondern nur für die Anbieter von DRM-Techniken. Diese wollten dafür sorgen, dass die Verbraucher zu einer speziellen Technik gelockt werden.

    Die Implementierung von DRM sei teuer für Unternehmen wie Yahoo, meint Rogers weiter. Die Techniker sollten sich beispielsweise mehr um eine bessere Personalisierung und um Playlist-Funktionen kümmern anstatt um ein kompliziertes System, das bei den Kunden lediglich dazu führt, dass sie ihre Songs auf CD brennen, um das DRM loszuwerden. Der gegenüber sonst üblichen Angeboten erhöhte Preis ergibt sich laut Rogers dadurch, dass die Käufer eine "personalisierte Version" des Stücks erwerben. Vor dem Kauf wählen sie einen Namen aus, der dann in dem Song auftaucht. Nach Rogers Ansicht sollte der Preis für einen gewöhnlichen MP3-Song zwischen 1 und 2 US-Dollar liegen.

    Jessica Simpson ist beim Label Epic Records unter Vertrag, das zu Sony BMG gehört. Der Konzern hatte mit XCP und MediaMax Kopierschutzssoftware eingesetzt, die Windows-PCs und Mac-Rechner für wohlgezielte Angriffe anfällig machte. Inzwischen nahm Sony BMG die Software vom Markt, im Mai segnete ein Gericht eine Einigung mit Sammeklägern ab, die sich durch die Software geschädigt fühlten.
     

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  3. #2 21. Juli 2006
    Yahoo bietet mp3 im Musikshop, Kopierschutz sei nutzlos und teuer

    Tief blicken lassen die Statements Yahoos zu ihrem Angebot DRM-freier mp3s im Yahoo Music-Shop. Jessica Simpsons "A Public Affair" gibt es dort für teure 2 Dollar, erfreulicher der Rundumschlag gegen Kopierschutztechnik bei Online-Musikshops. DRM sei weitgehend sinnlos und teuer obendrein.

    Das Angebot sei ein "größeres Ding, als man vielleicht denkt", so Ian C. Rogers in seinem Blog. Denn das Angebot sei ein bedeutender Durchbruch in den Verhandlungen mit den Labels. Yahoo versucht die Labels davon zu überzeugen, mp3-Files zu verkaufen, die Aversionen der Labels gegen kopierschutzfreie Musik sind hingegen bekannt.


    Yahoos Statement: DRM sei für Labels wie Künstler wertlos, die einzigen Profiteure seien Hersteller, die Kunden zur Nutzung einer bestimmten Geräteplattform zwingen könnten. Darüber hinaus ist DRM teuer - es ist schwer in Shops zu implementieren. Das Produkt ist für den Kunden unattraktiver - er kann weniger damit machen.

    Daher ist das Angebot eines DRM-freien Shops von einem Major-Label durchaus als kleine Revolution zu werten. Noch spannender wird der natürlich im Kontext der Yahoo-Statements: es wird klar benannt, dass kopiergeschützte Downloads minderwertig sind. Dass mp3s schlicht das bessere Produkt ist, kann auch unschwer am Preis abgelesen werden - den Labels ist diesbezüglich durchaus klar, dass kastrierte Files schlicht und ergreifend schlechtere Ware sind. Weswegen sie trotz weitaus höherer Kosten deutlich billiger verkauft werden.

    Im Fall des Jessica Simpson-Tracks redet man sich noch damit heraus, dass der gekaufte Track personalisiert sei: man kann sich nach Angabe seines Namens beim Kauf im Song anschließend persönlich ansprechen lassen. Eine nette Spielerei, die nicht davon ablenken sollte, dass auch die Labels offenbar einsehen, dass kopiergeschützte Musik allenfalls die Hälfte eines ordentlichen mp3 wert ist.

    Quelle: Gulli.com
     
  4. #3 21. Juli 2006
    So ist es richtig!
    Wenn man in diese Richtung geht, könnte das was werden...
    Leider sind alle immer nur auf noch mehr Profit aus (keiner denkt an die Nutzer, nur daran, wie man ihnen noch mehr Geld aus der Tasche ziehen kann), so dass der DRM-Weg schnellstmöglich verlassen werden muss.
    Hätte ich nicht von Yahoo gedacht, Respekt! :]
     

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