Zweikern-Centrino heißt nicht mehr Pentium M

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 27. Dezember 2005 .

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  1. #1 27. Dezember 2005
    Unter dem Codenamen Yonah entwickelt Intel einen Zweikern-Prozessor für Notebooks, der voraussichtlich Anfang Januar erscheint. Die technischen Daten hat Intel mehrfach bestätigt, auch das neue Numerierungsschema ist weitgehend bekannt. Zusätzlich berichten immer mehr Quellen wie PC Watch, dass Intel sich vom Namen Pentium M trennt und Yonah anders bezeichnet: "Core" soll der neue Kern heißen, die Zweikern-Versionen "Core Duo", die Einkern-Varianten "Core Solo". Das Paket aus Core Duo, passendem Chipsatz Mobile 945 Express und neuem WLAN-Chip nennt Intel dann "Centrino Duo".

    Die Abkehr von "Pentium M" lässt vermuten, dass auch Yonahs Nachfolger Merom Core heißen wird, und ebenso vielleicht auch dessen Desktop-Version Conroe. So würde Apple gar keine Pentium-Prozessoren in die x86-Macs einbauen, sondern Core-CPUs. Ob schon Yonah in der nächsten Generaion von Apple-Notebooks steckt oder erst Merom mit 64-Bit-Unterstützung, beschäftigt derzeit die Gerüchteküche enorm.

    Viel konkretere Informationen gibts zu anderen Yonah-Notebooks – beispielsweise von NEC zum in Europa wohl nicht erhältlichen LaVie RX LR900/ED. Nach ersten Messungen im c't-Labor verhilft Yonah den Notebooks zu einem dramatischen Geschwindigkeitssprung bei parallelisierten oder gleichzeitig ablaufenden Anwendungen. Allerdings passt er nicht in aktuelle Notebooks, sondern erfordert komplett neue Designs mit Chipsätzen, die den Zweikernbetrieb unterstützen. Seine maximale Leistungsaufnahme soll bei 31 Watt liegen, sodass Centrino-Duo-Notebooks ähnlich schlank und leicht wie aktuelle Notebooks sein dürften.

    Für Büroanwendungen arbeiten die meisten Notebooks zwar schnell genug, aber mittlerweile etablieren sich immer mehr aufwändige oder im Hintergrund arbeitende Anwendungen, die dann doch einen größeren Leistungshunger entwickeln. Zudem steigen die Anforderungen an die Prozessoren aufgrund kontinuierlich wachsender Datenmengen: Mussten sich früher die Bildverarbeitungs-Filter nur durch wenige hundert Kilobyte große JPEG-Dateien rechnen, haben sie heutzutage mit fünf bis zehn Megabyte großen RAW-Monstern zu tun, die vor der Bearbeitung erst noch konvertiert werden wollen.

    Die Taktraten der Mobilprozessoren lassen sich aber nicht in beliebige Höhen treiben, sondern Intel bleibt mit dem aktuellen Dothan-Kern des Pentium M bei 2,26 GHz stecken und AMD mit dem Turion 64 bei 2,2 GHz. Im Desktop-PC stießen AMD und Intel ebenfalls an Grenzen, fanden dort aber mit den Zweikern-Prozessoren Pentium D und Athlon 64 X2 leistungsfähige Lösungen. Höchste Zeit, dass diese Leistungssteigerung in Form des Yonah auch für Notebooks erhältlich ist.

    AMD entwickelt gerüchteweise unter dem Codenamen Taylor eine Zweikern-Version des Turion 64, die im ersten Halbjahr 2006 erscheinen soll. Taylor hat angeblich eine TDP von etwa 30 Watt, unterstützt AMDs Virtualisierungstechnik Pacifica und benötigt den neuen Sockel S1. Die beiden Kerne haben je 1**MByte L2-Cache und sind per Crossbar verbunden; das integrierte und vermutlich zweikanalig ausgeführte Speicher-Interface unterstützt DDR2-Module.

    Weitere Details zu Yonah und die ersten Benchmarks bringt c't voraussichtlich in Ausgabe 02/06, die ab dem 9. Januar am Kiosk erhältlich ist.


    quelle: heise online
     

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