#1 8. März 2026 um 20:24 Uhr Zuletzt bearbeitet: 8. März 2026 um 20:45 Uhr Der Ölpreis könnte kurzfristig die nächsten 6 Wochen extrem ansteigen auf über 125 USD, anschließend dürfte durch die sich eintrübende Weltwirtschaft (sinkender Verbrauch) und Lieferkettenstörungen auf stark hochgefahrene Ölproduktionen treffen, was dann Beispielsweise im Herbst zu einem starken Ölpreisrückgang führen könnte. Zwischenzeitlich könnten auch kurze Ausreißer nach unten möglich sein, Beispielsweise wenn die US Regierung ankündigt ihre Ölreserven freizugeben. Das Zeitfenster ist rein hypothetisch - sollte der Konflikt länger anhalten verzerrt sich das ganze natürlich. Die Kerninflation (ohne Energiepreise) dürfte stabil bleiben (da sich das Wirtschaftswachstum eintrüben könnte und die Konsumlaune durch den Krieg ebenfalls eintrüben könnte), wohingegen die Gesamtinflation wegen des hohen Ölpreises kurzfristig steigt. Um der abkühlenden Wirtschaft bei zukünftig wieder normalisierenden Ölpreisen einen Schubs zu geben und um die steigenden Realmarktzinsen zu drücken, könnte ich mir Zinssenkungen Ende des Jahres vorstellen. Was ist mit Gold? Da sollte man sich nur mit physischem eindecken und zwar dann wenn es Preiswert ist. Weil dann bekommt man auch ein sehr gutes Gefühl dafür, wann es eindeutig zu teuer ist. Gold physisch handeln ist mit hohen Kosten verbunden und daher eignet es sich nur zum kaufen und liegen lassen. Es ist wenig liquide und träge, aber als Basis nützlich um dann mit Short-Wetten zu arbeiten. Das heißt, euer physisches Gold steigt langfristig im Wert, über Jahrzehnte. Ihr könnt euch also dann freuen wenn der Kurs steigt, gleichzeitig aber auch bemerken hopla das ist ja so abartig teuer, das ich definitiv keines mehr kaufe oder sogar an einen verkauf denke - dann solltet ihr das physische Gold behalten und stattdessen ein Short Zertifikat kaufen. Warum es immer noch Leute gibt die bei über 5000 USD Gold kaufen? Weil sie verpasst haben vorher zu kaufen, denn die großen Volumen wurden im Schnitt weit unter 2000 USD gekauft, das heißt, die meisten großen Goldbesitzer haben über 250% Gewinn stehen und keiner von denen kauft Gold bei solchen Preisen, das machen nur die, die keines vorher gekauft haben. Ein weiterer Grund warum der Goldpreis eine Bremse einlegen muss, weil es immer weniger Käufer gibt mit Cash. Das heißt die ganzen Retail/Kleinanleger verschießen ihr Pulver in den teuersten Kursen, während die großen Trader ihre Gewinne aus Gold und Aktien mitnehmen um Liquidität zu sammeln - da sie genau wissen, sobald die Kaufkraft am Markt ausgeschöpft ist und jeder investiert ist, brechen die Kurse ein. Meine Einschätzung ist, das trotz der gigantischen Long Käufe von Retailern der Goldpreis seinen Peak erstmal erreicht hat und sobald der Cash noch in Öl geht oder als Abverkauf puffer für die ETFs, wird der Goldpreis weiter fallen können. Für die Goldinvestoren deren Durchschnittseinkaufspreis im Gesamtvolumen bei rund 1500-2000 USD liegt, wird ein weiterer Zukauf frühestens bei 4500 USD wieder interessant. Meine Schmerzgrenze für Goldkauf liegt bei 4200 USD in 2026 und 4500 USD in 2027. Einen nachhaltigen Goldpreis um 5000 USD sehe ich erst 2029+. Praxis Erfahrungen: Um den Aufwand von Abverkauf einzelner Aktien zu vermeiden, kann man es per hebel Short auf Dow/Dax und co mit kleineren Summen absichern um Liquide zu bleiben ohne viele Trades. Das nimmt die Volatilität aus dem Depot was besonders in solchen kritischen Phasen sinnvoll sein kann. Seit zwei Wochen Short Tesla, Nvidia, Dax, Nas, Gold und Silber. Die Positionen werde ich etwa weitere zwei bis drei Wochen halten, bis ein vermuteter Tiefpunkt erreicht ist und sich mögliche Veränderungen der Kriegslage ergeben und absehbar wird wie lange es dauert bis der Iran zumindest mehr oder weniger nicht mehr Angreifen kann und rein in die Defensive geht. Wenn dann Bodentruppen möglich sind, falls diese überhaupt kommen (wenn der Senat oder ein Gericht nicht stoppt) werden sich auch die Kurse normalisieren. Long auf Ölpreis bis 110 USD werde ich riskieren mit Spielgeld. Sollte der Ölpreis in drei Wochen noch so hoch sein bei über 95 USD, werde ich einen Short erwägen mit Zielkurs 70 USD im September. Als Hinweis: 80% aller Spekulanten verlieren langfristig Geld. + Multi-Zitat Zitieren
#2 9. März 2026 um 09:03 Uhr Ölpreis Peaked bei 120 USD dann die Meldung, genau wie vermutet: "Die G7-Finanzminister beraten einem Medienbericht zufolge über die Freigabe von Öl aus Notreserven. Drei G7-Länder - darunter die USA - hätten bisher ihre Unterstützung dafür bekundet, berichtet die britische Financial Times. Die Internationale Energieagentur (IEA) solle die Aktion koordinieren." Weiter gilt die Empfehlung die Aktien Positionen abzusichern oder Liquidität zu sammeln. Der Gold-Abverkauf wird also weitergehen. Banken, Konzerne und Regierungen brauchen jetzt Cash auch um Ölverträge zu verhandeln und Positionen beim Reserveabverkauf zu sichern. + Multi-Zitat Zitieren
#3 11. März 2026 um 10:48 Uhr Zuletzt bearbeitet: 11. März 2026 um 14:39 Uhr Die G7 werden ende nächster Woche Ölreserven teilweise Freigeben um die Preise zu stabilisieren. Die Ankündigung war ja schon ein paar mal. Allerdings werden sie nur sehr wenig Freigeben, rein um die Märkte zu beruhigen. Denn die Risikobewertung der Geheimdienste und Militärs ist klar: sie wollen die Reserven nicht freigeben weil man bei einem längeren Totalausfall von Lieferungen und einkalkulierter Ölrationierung für die Bevölkerung, noch mindestens 1 Jahr militärisch einsatzfähig ist unter Kriegsbedingungen. Die Militärs und Geheimdienste schätzen die Lage nicht so banal ein wie es dargestellt wird, das der Krieg nach ein paar Wochen vorbei, ist scheint da eher Wunschdenken und es ist unklar wie Israel und USA weitermachen. Der Druck auf die USA steigt von allen Seiten, das Zeitfenster wird enger, aber letztendlich entscheidet das die Führung, wie weit sie geht oder ob sie ihren Krieg abbrechen - und später weiter machen. Ölpreise jenseits der 150 USD sind nicht mehr ausgeschlossen. Diese Ölverknappung ist die stärkste die es jemals gab, keine Ölkrise war Riskanter - die Ölkrisen von damals waren harmlos verglichen mit dem Ausmaß von Heute. Auch der Lieferkettenstau von Schiffen die stehen hat Auswirkungen. Jede Woche die die Straße dicht ist, könnte der Ölpreis 30$ zulegen. Durch die Straße von Hormuz laufen normal Täglich über 13 Millionen Barrel - die Freigaben der Ölreserven würden also nur 40 Tage reichen. Auch zu bedenken, danach müssten die Reserven wieder aufgefüllt werden. Dazu kommt die Transportlücke und die heruntergefahrene Produktion der Anlagen in der Golfregion. Also alleine bis die Straße von Hormus wieder befahrbar ist und sich der Stau auflöst vergehen Wochen. Die USA müssen vermutlich Öl aus den Reserven nach Japan und Korea liefern. Ich halte die Freigabe für Unsinn und rein Mediale Masche. Die Freigabe verpufft schnell und es ist ein Risiko wenn der Konflikt länger anhält. Das einzige was hilft, ist den Verbrauch zu senken. Es könnte also Fahrverbote geben und Geschwindigkeits Limitierung. Ein Rabatt auf Benzin und Diesel ist das dümmste was man jetzt machen kann, die Preise müssen hoch bleiben um den Konsum und Verbrauch zu reduzieren. Spritpreise von 3 EURO/Liter sind das richtige Signal. Andernfalls wird es irgendwann auf eine Rationierung hinauslaufen wenn der Konflikt nicht zeitnah endet. Der US Regierung steht der Schweiß auf der Stirn, das Zeitfenster für Erfolge im Krieg ist sehr klein. 6 Wochen Maximal, bis dahin muss die Ölstraße wieder frei sein, sonst wird der Ölpreisen die 200 USD anpeilen. Gleichzeitig wird die Weltwirtschaft ausgebremst und eine Verkaufswelle bei Gold und Aktien könnte folgen. Also Absicherungen wären empfehlenswert. Cash sammeln und abwarten, nachkaufen. Die Inflation wird kurzfristig im Sommer noch mal steigen (Nur Energie und Lebensmittel) und bis Ende des Jahres erwarte ich einen starken Preisrückgang und eine niedrigere Kerninflation von knapp 2% - und damit Wahrscheinlichkeiten auf Zinssenkungen zum Jahresende. Vorbehaltlich der Annahme, dass die Ölstraße in spätestens 6 Wochen wieder passierbar ist. Jede Woche die es länger dauert, verschiebt sich das Szenario um 2 Monate. Hochspekulativ + Multi-Zitat Zitieren