Spekulationen auf den Verlauf von Zinsen/Inflation/Gold und Ölpreis 2026

Dieses Thema im Forum "Finanzen & Versicherung" wurde erstellt von raid-rush, 8. März 2026 .

  1. 8. März 2026
    Zuletzt bearbeitet: 8. März 2026
    Der Ölpreis könnte kurzfristig die nächsten 6 Wochen extrem ansteigen auf über 125 USD, anschließend dürfte durch die sich eintrübende Weltwirtschaft (sinkender Verbrauch) und Lieferkettenstörungen auf stark hochgefahrene Ölproduktionen treffen, was dann Beispielsweise im Herbst zu einem starken Ölpreisrückgang führen könnte. Zwischenzeitlich könnten auch kurze Ausreißer nach unten möglich sein, Beispielsweise wenn die US Regierung ankündigt ihre Ölreserven freizugeben.
    Das Zeitfenster ist rein hypothetisch - sollte der Konflikt länger anhalten verzerrt sich das ganze natürlich.

    Die Kerninflation (ohne Energiepreise) dürfte stabil bleiben (da sich das Wirtschaftswachstum eintrüben könnte und die Konsumlaune durch den Krieg ebenfalls eintrüben könnte), wohingegen die Gesamtinflation wegen des hohen Ölpreises kurzfristig steigt.
    Um der abkühlenden Wirtschaft bei zukünftig wieder normalisierenden Ölpreisen einen Schubs zu geben und um die steigenden Realmarktzinsen zu drücken, könnte ich mir Zinssenkungen Ende des Jahres vorstellen.

    Was ist mit Gold?
    Da sollte man sich nur mit physischem eindecken und zwar dann wenn es Preiswert ist. Weil dann bekommt man auch ein sehr gutes Gefühl dafür, wann es eindeutig zu teuer ist. Gold physisch handeln ist mit hohen Kosten verbunden und daher eignet es sich nur zum kaufen und liegen lassen. Es ist wenig liquide und träge, aber als Basis nützlich um dann mit Short-Wetten zu arbeiten. Das heißt, euer physisches Gold steigt langfristig im Wert, über Jahrzehnte. Ihr könnt euch also dann freuen wenn der Kurs steigt, gleichzeitig aber auch bemerken hopla das ist ja so abartig teuer, das ich definitiv keines mehr kaufe oder sogar an einen verkauf denke - dann solltet ihr das physische Gold behalten und stattdessen ein Short Zertifikat kaufen.

    Warum es immer noch Leute gibt die bei über 5000 USD Gold kaufen? Weil sie verpasst haben vorher zu kaufen, denn die großen Volumen wurden im Schnitt weit unter 2000 USD gekauft, das heißt, die meisten großen Goldbesitzer haben über 250% Gewinn stehen und keiner von denen kauft Gold bei solchen Preisen, das machen nur die, die keines vorher gekauft haben.

    Ein weiterer Grund warum der Goldpreis eine Bremse einlegen muss, weil es immer weniger Käufer gibt mit Cash. Das heißt die ganzen Retail/Kleinanleger verschießen ihr Pulver in den teuersten Kursen, während die großen Trader ihre Gewinne aus Gold und Aktien mitnehmen um Liquidität zu sammeln - da sie genau wissen, sobald die Kaufkraft am Markt ausgeschöpft ist und jeder investiert ist, brechen die Kurse ein.

    Meine Einschätzung ist, das trotz der gigantischen Long Käufe von Retailern der Goldpreis seinen Peak erstmal erreicht hat und sobald der Cash noch in Öl geht oder als Abverkauf puffer für die ETFs, wird der Goldpreis weiter fallen können. Für die Goldinvestoren deren Durchschnittseinkaufspreis im Gesamtvolumen bei rund 1500-2000 USD liegt, wird ein weiterer Zukauf frühestens bei 4500 USD wieder interessant. Meine Schmerzgrenze für Goldkauf liegt bei 4200 USD in 2026 und 4500 USD in 2027. Einen nachhaltigen Goldpreis um 5000 USD sehe ich erst 2029+.


    Praxis Erfahrungen:
    Um den Aufwand von Abverkauf einzelner Aktien zu vermeiden, kann man es per hebel Short auf Dow/Dax und co mit kleineren Summen absichern um Liquide zu bleiben ohne viele Trades. Das nimmt die Volatilität aus dem Depot was besonders in solchen kritischen Phasen sinnvoll sein kann.


    Short Tesla, Nvidia, Dax, Nas, Gold und Silber.
    Long auf Ölpreis bis 110 USD werde ich riskieren. Sollte der Ölpreis in drei Wochen noch so hoch sein bei über 95 USD, vermute ich Zielkurs 80 USD im September.

    Als Hinweis: 80% aller Spekulanten verlieren langfristig Geld.
     
  2. 9. März 2026
    Ölpreis Peaked bei 120 USD dann die Meldung, genau wie vermutet: "Die G7-Finanzminister beraten einem Medienbericht zufolge über die Freigabe von Öl aus Notreserven. Drei G7-Länder - darunter die USA - hätten bisher ihre Unterstützung dafür bekundet, berichtet die britische Financial Times. Die Internationale Energieagentur (IEA) solle die Aktion koordinieren."

    Weiter gilt die Empfehlung die Aktien Positionen abzusichern oder Liquidität zu sammeln. Der Gold-Abverkauf wird also weitergehen. Die steigenden Zinsen treiben den Dollar an. Banken, Konzerne und Regierungen brauchen Cash für Ölverträge, Waffen und Positionen beim Reserveabverkauf zu sichern.
     
  3. 11. März 2026
    Zuletzt bearbeitet: 11. März 2026
    Die G7 werden ende nächster Woche Ölreserven teilweise Freigeben um die Preise zu stabilisieren. Die Ankündigung war ja schon ein paar mal. Allerdings werden sie nur sehr wenig Freigeben, rein um die Märkte zu beruhigen.
    Denn die Risikobewertung der Geheimdienste und Militärs ist klar: sie wollen die Reserven nicht freigeben weil man bei einem längeren Totalausfall von Lieferungen und einkalkulierter Ölrationierung für die Bevölkerung, noch mindestens 1 Jahr militärisch einsatzfähig ist unter Kriegsbedingungen.
    Die Militärs und Geheimdienste schätzen die Lage nicht so banal ein wie es dargestellt wird, das der Krieg nach ein paar Wochen vorbei, ist scheint da eher Wunschdenken und es ist unklar wie Israel und USA weitermachen. Der Druck auf die USA steigt von allen Seiten, das Zeitfenster wird enger, aber letztendlich entscheidet das die Führung, wie weit sie geht oder ob sie ihren Krieg abbrechen - und später weiter machen.

    Ölpreise jenseits der 150 USD sind nicht mehr ausgeschlossen. Diese Ölverknappung ist die stärkste die es jemals gab, keine Ölkrise war Riskanter - die Ölkrisen von damals waren harmlos verglichen mit dem Ausmaß von Heute. Auch der Lieferkettenstau von Schiffen die stehen hat Auswirkungen. Jede Woche die die Straße dicht ist, könnte der Ölpreis 30$ zulegen.

    straße von Hormus Ölvolumen transport pro Tag.jpg

    Durch die Straße von Hormuz laufen normal Täglich über 13 Millionen Barrel - die Freigaben der Ölreserven würden also nur 40 Tage reichen. Auch zu bedenken, danach müssten die Reserven wieder aufgefüllt werden. Dazu kommt die Transportlücke und die heruntergefahrene Produktion der Anlagen in der Golfregion. Also alleine bis die Straße von Hormus wieder befahrbar ist und sich der Stau auflöst vergehen Wochen.
    Die USA müssen vermutlich Öl aus den Reserven nach Japan und Korea liefern.

    Ich halte die Freigabe für Unsinn und rein Mediale Masche. Die Freigabe verpufft schnell und es ist ein Risiko wenn der Konflikt länger anhält. Das einzige was hilft, ist den Verbrauch zu senken. Es könnte also Fahrverbote geben und Geschwindigkeits Limitierung. Ein Rabatt auf Benzin und Diesel ist das dümmste was man jetzt machen kann, die Preise müssen hoch bleiben um den Konsum und Verbrauch zu reduzieren. Spritpreise von 3 EURO/Liter sind das richtige Signal. Andernfalls wird es irgendwann auf eine Rationierung hinauslaufen wenn der Konflikt nicht zeitnah endet.

    Der US Regierung steht der Schweiß auf der Stirn, das Zeitfenster für Erfolge im Krieg ist sehr klein. 6 Wochen Maximal, bis dahin muss die Ölstraße wieder frei sein, sonst wird der Ölpreisen die 200 USD anpeilen.

    Gleichzeitig wird die Weltwirtschaft ausgebremst und eine Verkaufswelle bei Gold und Aktien könnte folgen. Also Absicherungen wären empfehlenswert. Cash sammeln und abwarten, nachkaufen.

    Die Inflation wird kurzfristig im Sommer noch mal steigen (Nur Energie und Lebensmittel) und bis Ende des Jahres erwarte ich einen starken Preisrückgang und eine niedrigere Kerninflation von knapp 2% - und damit Wahrscheinlichkeiten auf Zinssenkungen zum Jahresende.

    Vorbehaltlich der Annahme, dass die Ölstraße in spätestens 6 Wochen wieder passierbar ist.
    Jede Woche die es länger dauert, verschiebt sich das Szenario um 2 Monate.

    Hochspekulativ
     
  4. 12. März 2026
    Also frühstens in 20 Tagen, könnten wieder vereinzelte Tanker die Route passieren, mit Restrisiko von Angriffen.

    Angenommen da kentern ein paar Schiffe, was ist dann? Wer räumt die weg, unter Beschuss?

    Ich erinnere mich als im Suezkanal mal für 4 Tage ein Schiff stecken blieb, was da für ein Theater war und wie krass das die Lieferketten beeinträchtigt hat.
    Deshalb fahren jetzt schon viele um Afrika, wer weiß ob dann hinterher nicht dort auch noch Stau ist aus welchen Gründen auch immer.

    Aber ist ja kein Problem, Trump hat verkündet hohe Ölpreise sind gut für die USA weil sie ja der Weltgrößte Ölproduzent sind. Richtig. Allerdings hat er vergessen das die USA auch der noch viel größere Weltgrößte Ölverbraucher sind
    Aber seine Follower werden es trotzdem glauben, das beste was die Evolution so zu bieten hatte.
     
  5. 19. März 2026
    Langsam kommt es am Markt an. Ich hoffe ihr seid auch schon entsprechend gut mit Short Positionen abgesichert.

    Hab nie verstanden wie Leute noch bei über 4200 USD Gold kaufen und glauben es steigt wenn Krieg ausbricht. Es war noch nie so. Gold ist immer kurz vor dem Krieg hoch und dann extrem stark gefallen. Logisch, weil man mit Gold nichts kaufen kann, man muss es immer wieder Liquidieren und Umtauschen - und wenn man das tun will - wenn die Preise am Markt gerade günstig werden - ist es zu spät - weil dann alle verkaufen wollen um USD zu bekommen - was passiert? Logisch: der Goldpreis stürzt ab und der USD steigt, doppelter bzw selbstverstärkender Effekt, weil Gold ja in USD gehandelt wird.

    Auch viele Finanz-Youtuber haben Gold und Silber Zertifikate schwer gewichtet. ich habe mich mit Gold und Silber Short eingedeckt als der über 5000 USD ging. Das war für mich auch gleich das Signal, die Indizes zu Shorten, wenn der Ölpreis ansteigt. Und dann eben abwerten bis der "Markt" es checkt wie die Lage wirklich ist.

    So und was kommt dann?
    Alle die es verpasst haben, fangen erst jetzt an zu verkaufen, bzw sich mit Shorts einzudecken. Das geht dann noch ein paar Tage mindestens übers Wochenende (Oder ggf. etwas länger). Und um dem ganzen Voraus zu sein, fange ich dann an, die Gewinne aus den Shortpositionen zu verkaufen und in Cash zu halten, um dann die nächsten Woche günstige Aktien einzusammeln, während alle andren noch verkaufen bzw Shorts kaufen.

    Genauer sollte man zudem Tesla beobachten, wenn es hier doch zu einem Crash kommt (ich bin hier auf Short) könnte das den ganzen Markt mit runter ziehen und zu einem Sub-Crash führen. Die Tesla Aktie wird sich früher oder später mindestens halbieren im Preis.

    Ich bin seit Jahren übergewichtet mit globalen Telekomanbietern die keiner wollte, jetzt kommen sie langsam ins Boomen. Kaum Wachstum, dafür Stabilität und waren lange bzw teilweise immernoch stark unterbewertet.

    Gleiches gilt für die gebeutelten Alkohol und Nahrungsmittelkonzerne die mit Inflation und Zöllen zu kämpfen haben. Sie sind teilweise auf einem extrem niedrigem Bewertungsniveau - aber man merkt auch - sie fallen kaum noch, obwohl der Gesamtmarkt jetzt im Abverkauf ist.

    Immobilienwerte fallen stark, weil man Angst vor steigenden Zinsen hat. Da werden sich sehr gute Chancen ergeben. Weil die Inflation wird meiner Ansicht nur ein verhältnismäßig kurzer Peak der dann durch die gedämpfte Weltwirtschaft, vor allem in der Kerninflation rückläufig sein sollte. Was bedeutet die Zinsen werden spätestens 2027 nochmal fallen.

    Das alles natürlich nur in der Annahme, das der Irankrieg in den nächsten 20 Tagen endet. Andernfalls verstärkt sich das Szenario und verlängert die ganze Prognose deutlich.
     
  6. 19. März 2026
    Zuletzt bearbeitet: 19. März 2026

    Tech-KI-Blase


    "... Elon Musk bekräftigte am späten Mittwochabend, dass sowohl der Elektroautomobilhersteller Tesla als auch die neue Einheit SpaceX AI weiterhin in erheblichem Umfang Rechenkapazitäten von NVIDIA beziehen werden.
    Musk reagierte damit auf Spekulationen über eine mögliche Reduzierung der Abhängigkeit von externen Chip-Zulieferern."

    Logisch, weil beide Konzerne Angst vor einem Techcrash haben. Wenn Nvidia abstürzt zieht das Tesla mit runter und umgekehrt.

    Ich Vermute spätestens einen Techcrash, sobald SpaceX an die Börse geht, weil dann viele die in Tesla investiert sind teile abverkaufen könnten um SpaceX zu kaufen. Die Aktie könnte dann kurzfristig durch die Decke gehen und würde dann mit dem Techcrash gleichermaßen runtergezogen.
    Bislang ist noch jede Rakete auch wieder runtergekommen

    Auch die Kreislaufwirtschaft bei Nvidia ist ein Risiko, in der AI Brache sind bisher keine großen Gewinne, sondern nur hohe Umsätze. Und "Gewinne" bei Nvidia, die aber wiederum durch das eigene Geld angetrieben werden, weil man den Hardwareabnehmern "Kredite/Investitionen" gibt, damit sie bei Nvidia kaufen. Also eine sich selbst finanzierende Wirtschaft die nachhaltig Hardware kaufen kann, gibt es nur begrenzt. Zudem wird das Zeitfenster immer kleiner, bis andere Konzerne ihre eigenen AI-Chips produzieren. Das mag noch 2 Jahre extrem gut laufen, weil jetzt der Wettlauf ist und jeder die Hardware braucht - doch was kommt danach? Ich vermute auch hier, das Nvidia sich wie Tesla irgendwann im Wert locker halbieren wird.

    Inflation/Öl und Börsen


    Die Experten rechnen mit einer Inflation über 2,5% für das erste und zweite Quartal. ich würde eher mit einer Inflation im Q2 und Q3 mit über 4% rechnen. Je länger der Konflikt dauert desto höher und länger. Da ich aber schon davon ausgehe das die USA bald aufgeben und abziehen, könnte die Inflation auch schnell wieder vorbei sein, bis Ende des Jahres bzw Anfang nächsten Jahres.

    Wenn die aktuellen Satelitenbilder freigegeben werden, wird man sehen wie krass die Ausmaße sind und das die Märkte angesichts dessen, extrem ruhig und kaum darauf reagiert haben, was ich zu beginn auch schon erwähnt habe. Der Markt ist offensichtlich durch die erst kürzlich vergangenen Krisen und Crashs (Corona / Russlandsangriff) schon etwas gewöhnt und reagiert nicht mehr so schreckhaft.
    Aber auch hier reine Psychologie. Die Angst und Realisierung tritt dann vll verzögert auf und ist nicht so stark ausgeprägt.

    Stop-Loss = Fehler bei (gesamt) Marktkorrekturen, da werde ihr durch die Derivat-Squeezes raus-triggert und verliert dann durch verpasste Wiedereinstiege.
    Also entweder gleich verkaufen oder gar nicht.
     
  7. 19. März 2026
    "Stabiler Abverkauf" ist wenn Gold entgegen Öl verläuft hoch wie runter, aber fallen Gold und Öl parallel gibt es ein größeres Problem. Noch schwankt das ganze, aber ein sinkender Ölpreis könnte ein Vorbote größerer Kursverluste an den Börsen sein.

    Wenn um 15 Uhr die Börsen in den USA aufmachen, ist ein Kursrutsch denkbar - zumal das Wochenende ansteht und viele die Unsicherheit nicht aushalten und dann vll doch verkaufen bzw Short eindecken.

    Der Goldpreis nähert sich der von mir Angepeilten ~4200 USD grenze, dort werde ich die Short Positionen langsam abverkaufen - dann abwarten. Bis dahin sollte auch die Börse günstiger sein.

    Hoffen wir auf einen Waffenstillstand nächste Woche. Der Krieg ist dann nicht vorbei aber zumindest in einer abgekühlteren Phase.
     
  8. 21. März 2026
    China und Europa wollen schnellstmöglich Stabilität, es bahnt sich sonst das Risiko einer Finanzkrise an.
    Vergleichbar mit 2003 Irak-Krieg -> Ölrpeise hoch -> Preisdruck/Inflation/Zinssteigerung -> Ausfälle bei Immobilienkrediten -> 2008 Finanzkrise.

    2026 Iran-Krieg -> Ölpreise hoch -> Banken vorbelastet mit toxischen Gewerbeimmobilienkrediten durch Corona/KI/Homeoffice -> Private Kaufkraft angeschlagen durch Zölle und Energieinflation -> Ausfall von Krediten bei gleichzeitigem Abverkauf in der Börse -> Liquidität- und Eigenkapital -Schwund -> Bankenkrise -> Finanzkrise 2028.

    Es ist deshalb so Problematisch, weil die Zentralbanken eine Stagflation (Inflation+Rezession) schwer bekämpfen können. Zinserhöhungen wirken nicht, und Zinssenkungen könnten die Inflation verstärken. Was also als Option bleibt, wäre Quantitative Easing, der gezielte Kauf von toxischen Anleihen um den Markt zu stabilisieren.

    Aber es gibt auch in weitere Zukunft mögliche bessere Zeiten, eine Überförderung von Energie um die Wirtschaft zu stabilisieren und sinkende Zinsen sowie Kostensenkungen durch KI. Es steht und fällt einfach mit billiger Energie - der Grundpfeiler für Wirtschaft und Wohlstand und Konsum - damit die Basis für Demokratie.
     
  9. 24. März 2026
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2026
    Wer hier mitgelesen hat, konnte sein Gold Short ziemlich exakt wie erwartet bei um die 4200 USD verkaufen und Gewinne abschöpfen. Die Öl-Longs haben auch gut geklappt.

    Unter den Youtubern war ja die These ständig Gold zu kaufen, nja die haben jetzt natürlich das Problem, das sie viel ihres Freien Cashs in Gold investieren bzw investiert haben zu Höchstpreisen.

    Der Goldpreis wird erst seinen Boden finden, wenn auch der Aktienmarkt seinen Boden findet bzw der Ölpreis sein Niveau findet. Wie oben erklärt die Zusammenhänge beachten.

    Ich halte einen Goldpreis von 4000 USD für OK - ab hier würde ich nicht weiter abverkaufen. Außnahme, wenn es einen Techcrash gibt. Sollte Tesla oder Nvida stark fallen, besteht das Risiko das der Goldpreis in diesem Zuge auch nochmal mit fällt. Die Unterste Schwelle, sehe ich bei 3300 USD - das ist ein sicherer Wert, wo ich behaupte das er nicht bzw nicht lange unterschritten wird.

    Es gibt interessante Marktmanipulationen zu sehen, wenn man sich alle Charts ansieht und den Postzeitpunkt von Trump vergleicht (Wo er behauptet, er verhandle mit dem Iran, was der Iran dementierte). Das ist eine reine VT: Ich glaube das der Post mit Zusammenarbeit von Banken geschehen ist um den Ölpreis zu stabilisieren, bzw die aufkeimende Panik am Markt zu brechen.

    Ich bin da sehr Vorsichtig. Der Druck ist zwar extrem hoch auf beiden Seiten einen Waffenstillstand zu finden, dennoch sehe ich noch keine Lösung. Nach wie vor steht der Energieexport still. Und es ist unklar, was Trump nach seinem Ultimatumsverlängerung dann plant. Also in Trockenen Tüchern ist gar nichts und selbst wenn wir jetzt diese Woche zu einer Verbesserung kommen, das die Energieexporte wieder anlaufen - es gibt eine große Versorgungslücke die erst geschlossen werden muss. Und dann müssen auch die Produktionen wieder hochgefahren werden.

    Aus dem Sicherheitsaspekt müsste man vermuten das sich die Lage deeskaliert und es zu einem Abkommen kommt, aber wer weiß ob das wirklich so kommt.
    Es ist auch möglich das es kurzfristig zu einer Öffnung kommt und alle denken juhuu - doch wer weis ob dann nicht der nächste Angriff geplant wird und wie beide Seiten sich dann "Aufrüsten". Also es ist überhaupt nicht klar, wie lange ein Waffenstillstand anhält.

    In solchen Zeiten, sind die Goldreserven normal da, um verkauft zu werden. Und genau das haben wir gesehen. Kleinanleger Kaufen das Gold, was die Länder abverkaufen um liquide zu werden. Wir wissen ja was so eine Abfangrakete kostet. Banken müssen Geld bereitstellen wenn die Kunden Wertpapiere abverkaufen, auch hier wird Gold abverkauft parallel zu den Aktien, weil sie so den Kursverfall bremsen. Sonst müssten die Fonds verkäufe limitiert werden. Weil das Problem ist, das am überverkauften Markt die Bank bzw Fonds gar nicht das Kapital einsammeln können das sie brauchen, wenn keiner es kauft. Gold ist hier ein Puffer.

    Zentralbanken kaufen Gold um es genau in solchen Situationen zu verkaufen. Es hat auch den Effekt, das man Umlaufwährung quasi einzieht - also weniger Geld im Umlauf, was den Kurs stabilisiert. Was die Schweizer Zentralbank jahrelang gemacht hat, sie hat Euro und Dollar gekauft um die Geldmenge derer zu verringern im Verhältnis zum Schweizer-Franken, der dafür in Umlauf gegeben wird.

    Gleiches passiert beim Gold. Es reicht aus ca 10% der Jahres gehandelten Goldmenge in Umlauf zu bringen und der Goldpreis würde Nachhaltig deutlich fallen. Weil dann im Markt latent mehr Gold unterwegs ist als Nachgefragt wird. Wir reden hier also von ca 300-500 Tonnen Gold. Zentralbanken haben deutlich weniger abverkauft.

    Dazu kommt das die Nachfrage nach Gold aufgrund des Kaufkraftverlusts nachlässt. Schmuck wird in Krisenzeiten kaum gekauft. Die Kaufkraft reicht nicht aus und die Goldnachfrage sinkt auf so einem Niveau stark. Die Zertifikatskäufe können das nicht ausgleichen, weil auch hier bei diesen hohen Kursen schnell das Geld weg ist. An diesem Punkt, bahnt sich ein Crash an. Wenn dann die Zentralbanken schon kleine Mengen Gold auf den Markt bringen, kann die Nachfrage das nicht mehr aufkaufen und die Preise fallen rapide.

    Historisch sind so immer die Goldpreise heftig eingebrochen, weil Gold dann nicht mehr im Tressor liegt sondern gehandelt wird und dann fallen die Preise extrem. Gold für Schmuck und Industrie wäre genug vorhanden, es liegt eben nur rum in Tressoren. Der Goldpreis lebt also von einer künstlichen Verknappung, in dem es Gebunkert wird und nicht am Markt verfügbar ist.
    Sollten Staaten Gold auf den Markt bringen, es reichen schon wenige Tonnen über der Nachfrage, dann würde sich der Goldpreis halbieren. Allerdings ist damit eher nicht zu rechnen. Das passiert selten wenn Staaten dringend Geld brauchen - z.B. wenn die Zinsen stark steigen und der Staat Probleme bekommt Anleihen am Markt zu verkaufen. Was wir auch gesehen haben, die Zinsen für Anleihen sind stark gestiegen, parallel sinkt der Goldpreis.
    Man muss auch bedenken, das Gold keine Verzinsung hat, je höher also die Zinsen desto niedriger der Goldpreis, und alleine schon die Erwartung bzw das Wissen über den Effekt führt dazu, das verkauft wird.

    Ein weiteres Risiko für Gold ist ein total Crash. Hier kommt es zu einer Massenliquidation, so dass Gold schwer zu handeln wird. Nach einem Weltkrieg, war der Goldpreis also dann immer historisch niedrig. Gold ist also immer dann am Steigen, wenn Menschen genug Geld haben um es zu kaufen, das ist in der Regel auch dann der Fall wenn Aktienkurse steigen und die Wirtschaft läuft. Gold ist also in einer echten Krise, kein Gewinnbringer. Gold ist dann ein Gewinnbringer wenn es an den Märkten gut läuft und es genug Menschen gibt die es auch kaufen können zu hohen Preisen. Gold läuft dann gut, wenn es eine Virtuelle oder rein Geldpolitische Krise bzw Bankenkrise oder ähnliches gibt. In einer Realen Krise mit Rohstoffmangel, Krieg und Rezession, hat keiner Geld für Gold und alle die sehr viel Gold haben, verkaufen es für Rohstoffe.
    Das heißt, während wichtige Rohstoffe steigen bzw knapp werden, sinkt der Goldpreis in der Regel. Auch Öl bzw Energie gehört zu so einem Rohstoff, aber auch Dünger und damit Lebensmittel.
    Kommt es dann noch zu einer Rezession oder starkem Wirtschaftsabschwung mit hoher Arbeitslosigkeit - kommt Gold als Notgroschen zum Einsatz und was passiert, wenn viele Ihr Gold verkaufen müssen anstelle das sie noch kaufen können?

    Gold läuft also dann gut, wenn genug Geld bei den Käufern ist, 70% davon kaufen es in Form von Schmuck. Virtuell wird es dann noch hochgetrieben durch starke Aktienmärkte als Absicherung der ETF wie wir oben gelernt haben.

    Wir halten also fest, Gold verkaufen wenn alle denken "Krise/Krieg/Sichererhafen" dann explodiert der Preis, und ist das Signal die Gewinne mitzunehmen, dann kaufen nur die, die keine Ahnung haben und all ihre Kaufkraft verballern wenn der Crash kommt. Bei Gold ist es wie mit Aktienmärkten, kaufe nie wenn es teuer ist und alle Torschusspanik haben.
    Also Antizyklisch einkaufen.


    Ölpreis Manipulation? Deutlich zu günstig


    Experten wundern sich, das der Ölpreis so niedrig ist.
    Ich bin auch etwas sehr verwundert, das der Ölpreis so langsam anstieg und immer wieder nach unten korrigierte, obwohl die Lage in der Realität komplett anders aussieht.

    Wir liegen locker 70% unter einem Realisitischem Preisniveau.

    Auch was Gas angeht, große Fragezeichen... nach aktuellem Standpunkt ganz klar, Notlage für diesen Winter. Wir wissen doch überhaupt nicht wann wir wieder beliefert werden und wie schnell die Kapazitäten hochgefahren werden.

    Die Lage ist deutlich daramtischer als sie am Markt ankommt. Scheinbar verstehen die meisten die Tragweite gar nicht, oder vermuten einfach das ist schnell vorbei ist.
    Selbst wenn es Morgen vorbei ist, hat es noch länger Auswirkungen.
     
  10. 30. März 2026
    Die türkische Zentralbank steht angesichts der massiven Währungsschwankungen und der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Wie Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, führt die Währungsbehörde in Ankara derzeit interne Diskussionen über den Einsatz ihrer umfangreichen Goldreserven. Ziel dieser Erwägungen sei es, die türkische Lira gegen die kriegsbedingte Volatilität zu verteidigen und die heimische Währung zu stabilisieren.

    Dem Bericht zufolge werden insbesondere Gold-Swap-Geschäfte gegen Fremdwährungen diskutiert, die unter anderem auf dem Londoner Markt abgewickelt werden könnten. Etwa 30 Milliarden US-Dollar dieser Reserven lagern derzeit bereits unter der Jurisdiktion des Finanzplatzes London, was einen schnellen Zugriff für internationale Transaktionen ermöglichen würde.

    Das überdenken gerade mehrere Landes-/Zentralbanken, weil der Kurs jetzt noch stabil genug ist solange genug Privat-/Retail-Käufer es abnehmen. Wobei der Greed and Fear index für Gold schon langsam aus der Gier ins Neutrale rückt und die Kauflaune bzw Kaufkraft der Privaten abnimmt. Dann wäre es schwieriger noch gute Preise zu erzielen ohne einen enormen Kursrutsch zu verursachen.
     
  11. 30. März 2026
    Zuletzt bearbeitet: 30. März 2026
    Aktuell sehe ich (so interpretiere ich das) interessante Markt-Signale. Die Nvidia und Tesla fallen unter wichtige Marken, Volumen beim Öl stagniert, bei wieder steigenden Verkaufsvolumen im Edelmetall und Rohstoffe.

    Ja ich gebe zu, eine etwas seltsame Indikation. Für mich sieht das nach Ungemach aus.

    Die Uhr Tickt, die Öl/Gasreserven schwinden sichtlich Tag für Tag.

    Dem Markt nach zu urteilen, glauben die meisten daran, das es bald oder rechtzeitig zu einer Einigung kommt. Womöglich weil man ja davon ausgeht, das es so sein muss. Alles andere wäre undenkbar, katastrophal.

    Ist nur die Frage ob das auch so ist, oder ob es langfristig Nahhaltiger wäre den Iran doch umzukremplen auch wenn der Preis dafür sehr hoch ist. Letztendlich würde man dann auch den Russen den Zugang in der Region versperren und damit die Macht über Energie.
    Denn die Straße von Hormus war immer ein Instrument auch für Russland.

    Wenn also der Westen die wichtigen Energiequellen absichern und kontrollieren kann, wäre schon viel Macht gewonnen. Auch die Preissetzungsmacht für Energie wäre Wirtschaftlich vorteilhaft und natürlich langfristig im Blick auf China interessant. Hier hätte man eine große Versicherung.

    Arabien zu Kontrollieren wäre also strategisch auch für die USA als Weltmacht ein großer Schalter.

    Letztendlich bleibt für China nur eines übrig, im Norden Energie zu sichern ohne dabei Abhängig von Russland zu sein.

    Die Zerstörung der Energiewirtschaft des Iran, ist also eher ein Druckmittel auf China als gegen den Iran selber. Wenn die USA also den Iran zerlegen, wäre das für China ein sehr großes Problem. (Für Europa ebenfalls)

    Der Druck seitens China auf den Iran ist also enorm hier eine Einigung zu finden. Umgekehrt der Russe feiert jeden Tag der Eskalation und hilft dabei mit und bestärkt die Hardliner im Iran, die Nachbarländer in Brand zu setzen. Dieser Teil verselbständigt sich womöglich auch was Angriffe angeht.

    Es gibt im Iran also zwei Lager, die China Kompromissbereiten und die Russen-Kamikaze-Mullahs.

    Die Frage ist nur ob China und Iran glauben das Trump nur blufft oder ob er tatsächlich die Energiesektoren zerstört. Was dann zu Jahrelangen Förderausfällen führen kann und zu einer Weltwirtschaftskrise führen könnte.

    Ich denke das beste wäre, wenn Trump einen Deal aushandelt in dem er einen Erfolg verkaufen kann. Der Iran lässt sein Uran beschlagnahmen und Trump kann dann den Waffenstillstand verkünden.

    Eine Versicherung für den Iran wäre ja auch, wenn die USA und der Westen im Iran dann Investieren und dort etwas Aufbauen, dann wäre es ja dumm dort nochmal anzugreifen.
     
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