Nebenkostenabrechnung prüfen: So zahlen Sie nicht zu viel

In der heutigen Zeit steigen Nebenkosten unaufhaltsam. Mieter in Deutschland sind direkt betroffen. Im Jahr 2024 betrugen die durchschnittlichen Betriebskosten 2,67 Euro pro Quadratmeter. Ein alarmierender Anstieg um mehr als sechs Prozent. Der vorliegende Artikel zeigt auf, wie Abrechnungen zu prüfen sind. Zudem wird erläutert, wie man versteckte Positionen identifiziert. Bei Bedarf kann man auch sachlich Widerspruch einlegen. Dabei begleiten uns die Hinweise des Deutschen Mieterbundes sowie der Verbraucherzentralen.

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Nebenkostenabrechnung prüfen: So zahlen Sie nicht zu viel

3. Januar 2026 von   Kategorie: Ratgeber & Wissen
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Ein Blick auf die steigenden Nebenkosten


Die Bewohner in Deutschland müssen sich mit steigenden Nebenkosten auseinandersetzen. Heizkosten, Warmwasser und Grundsteuer – all dies addiert sich. Die Entwicklung der Betriebskosten ist alarmierend. Der Deutsche Mieterbund macht auf diese Veränderung aufmerksam. In einigen Fällen erhöht sich die so genannte zweite Miete beträchtlich. Preissteigerungen im Energiebereich belasten die Mietenden direkt. „Die Wohnkosten steigen und viele Mieter haben keinen Einfluss auf Vertragsbedingungen oder Verbrauchsstruktur,“ sagt Melanie Weber-Moritz.

Die Grundsteuer ist ein weiterer wesentlicher Kostenfaktor. In vielen Städten wird sie neu berechnet. Das Umladen der Grundsteuer auf die Mietenden wird oft als ungerecht angesehen. Der Mieterbund meint, dass dies sachlich nicht zu rechtfertigen ist. Mieter sollten sich derartiger Ungerechtigkeiten bewusst sein.

Nebenkostenabrechnung genauestens unter die Lupe nehmen


Wer denkt, dass das Überprüfen der Nebenkostenabrechnung unnötig ist, der irrt. Laut Verbraucherzentrale sind viele dieser Abrechnungen fehlerhaft. Häufig fehlen Formalien oder die Zahlen sind unrichtig. Ein Vergleich mit den Vorjahren kann erste Hinweise liefern. Erhebliche Kostensprünge sind oft ein Anzeichen für falsche Berechnungen.

Wer den Verdacht hat, dass mit der Abrechnung etwas nicht stimmt, kaschiert sich nicht. Ein Widerspruch kann eingelegt werden. Allerdings ist eine solide Begründung notwendig. Unterstützung bieten Beratungsstellen des Deutschen Mieterbundes oder lokale Mietervereine. Eine umfassende Broschüre der Verbraucherzentrale trägt den Titel „Heizkostenabrechnungen verstehen und prüfen“. Diese Broschüre kann wertvolle Informationen liefern.

Richtige Prüfung der Abrechnung: So geht’s


Die Überprüfung sollte methodisch angegangen werden. Beachten Sie folgende Punkte:

  • Gesamtbetrag vergleichen: Stimmen die Gesamtkosten im Vergleich zu den Vorjahren? Plötzliche und starke Anstiege sind oft ein Warnsignal.
  • Umlageschlüssel kontrollieren: Werden die Nebenkosten richtig verteilt? Veränderungen müssen in der Abrechnung oder im Mietvertrag dokumentiert sein.
  • Einzelposten prüfen: Kostenarten wie Heizkosten, Warmwasser, Hausstrom oder Grundsteuer müssen klar und nachvollziehbar aufgeführt sein.
  • Zählerstände abgleichen: Stimmen Ihre Werte mit eigenen Ablesungen überein?

Wer unsicher ist, sollte professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen. Ein Fachmann kann helfen, Unklarheiten zu beseitigen und möglicherweise zu viel gezahlte Nebenkosten zurückzufordern.