Fortschrittliche Behandlung: Ein Durchbruch von MIT
Im Jahr 2025 könnte sich jedoch alles ändern. Der Ingenieur Patrick Doyle von MIT stellt eine bemerkenswerte Neuheit vor. Er ist der Hauptautor einer Studie in den Advanced Materials mit dem Titel „Hohe Konzentration von Antikörpern durch lösungsmittelbasierte Dehydration“. Dieses Konzept könnte die Behandlung für viele Betroffene revolutionieren. Ein einfaches 2-ml-Extrakt, bestehend aus festen Nanopartikeln, die hochkonzentrierte Antikörper enthalten. Die Notwendigkeit, stundenlang mit einer Infusion sitzt man nicht länger.
Die Herausforderungen der traditionellen Methoden
Traditionell werden therapeutische Antikörper wie Rituximab in Wasser suspendiert. Doyle bemerkt, dass die Konzentration dieser Formulierungen kaum erhöht werden kann. Antikörperlösungen müssen in der Regel bei geringen Konzentrationen liegen – typischerweise zwischen 10 und 30 mg pro Milliliter. Ein Vergleich verdeutlicht dies. Eine Standardtasse Kaffee fasst 250 ml. Es ist kaum vorstellbar, sich bei einem Arztbesuch eine ganze Tasse voll Antikörperlösung spritzen zu lassen.
Der revolutionäre Ansatz: Emulsion und Nanopartikel
Die Lösung? Doyle und sein Team nutzten Hydrogel-Partikel, die es ermöglichen, deutlich mehr Antikörper in einer einzigen Spritze zu verstauen. Dies führte zu Herausforderungen in der Massenproduktion, die eine Zentrifuge erforderten. Ihre neue, einfachere Technik besteht darin, eine Emulsion zu erzeugen. Dazu werden Antikörpertröpfchen in Pentanol suspendiert. Nach der Dehydratisierung entstehen Partikel mit 360 mg hochkonzentrierten Antikörpern pro Milliliter. Beim Austausch von Pentanol gegen eine Mischung aus Wasser, Salzen und dem stabilisierenden Polymer Polyethylenglykol (PEG) erfolgt der letzte Schritt der Herstellung.
Makro- und Mikrofluidik: Ein einfacher Produktionsprozess
Die bedeutende Neuerung liegt in der Erstellung mit einem Mikrofluidiksystem. Diese Methode erleichtert die Massenfertigung und senkt Kosten. Ein Kühlschrank garantiert die Stabilität der Formulierungen über einen Zeitraum von vier Monaten. Auch die Größe der Partikel kann durch Verändern der Fließgeschwindigkeit angepasst werden. Dort, wo herkömmliche Verfahren an ihre Grenzen stoßen, können Doyles Partikel im Bereich von 200 bis 60 Mikrometer variieren. Kleinere Partikel benötigen weniger Kraft für die Injektion.
Vorteile für Patienten: Effizienz und Bequemlichkeit
Eine Spritze von 2 ml könnte nun 700 mg Antikörper verabreichen. Dies ist ein enormer Fortschritt in der Patientenerfahrung. Krankenhausbesuche, die Zeit mit sich ziehen, könnten so auf ein Minimum reduziert werden. Es kommt derweil die Überlegung auf – für Patienten mit Mobilitätseinschränkungen, die weit entfernt von Kliniken leben, gibt es eine unmittelbare Entlastung. Mobiles medizinisches Personal könnte die neue MIT-Emulsion als schnelle und einfache Lösung bereitstellen.
Fazit: Ein vielversprechender Ausblick
Die Fortschritte, die Patrick Doyle und sein Team erzielt haben, sind nicht nur bemerkenswert – sie könnten das Leben vieler Menschen verändern. Einfachheit, Zugänglichkeit und Effizienz stehen im Vordergrund dieser neuen Therapieform. So stehen wir möglicherweise kurz vor einem Wendepunkt in der Behandlung von Immunschwächen.
Quelle: Primary Immune