Achtung! Amazon warnt vor unbestellten Päckchen – Was ist Brushing?

Brushing ist eine dreiste Betrugsmasche im Bereich des Online-Shoppings. Diese Strategie zielt darauf ab, die Bewertungen von Verkaufspartnern zu manipulieren. Empfänger solcher Pakete – oft unbestellt – erleben, wie vermeintliche Gewinne versprochen werden. Doch die Realität ist eine andere. Hinter dieser Masche stehen häufig auch unschuldige Opfer. Der folgende Artikel beleuchtet die Funktionsweise – die Risiken – die Rechte der Betroffenen sowie die Handlungsempfehlungen sowohl von Amazon als auch von Verbraucherzentralen.

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Achtung! Amazon warnt vor unbestellten Päckchen – Was ist Brushing?

von   Kategorie: Ratgeber & Wissen
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Brushing – eine gefährliche Taktik


Das Prinzip von Brushing ist simpel. Betrügerische Verkäufer benutzen diese Methode, um ihre Profile aufzuwerten. Hierbei werden Produkte an bestehende Adressen verschickt. Nehmen die Empfänger die Lieferungen an, wird der Kauf als abgeschlossen betrachtet. Dies ermöglicht dem Händler, das eigene Leistungsniveau zu steigern. Auch die Käufer können im Nachgang Bewertungen abgeben. Die Identifizierung der Besteller gestaltet sich als schwierig. Daten stammen oft aus öffentlich zugänglichen Listen – wie sozialen Netzwerken oder digitalen Verzeichnissen. Ein gefährlicher Kreislauf – der nicht leicht zu durchschauen ist.

Konsequenzen für Empfänger von unbestellten Waren


Im Falle von unbestellten Lieferungen erstreckt sich die Verantwortung nicht auf die Empfänger. Es besteht keine Pflicht zur Bezahlung. Der Umgang mit der erhaltenen Ware bleibt in den Händen des Empfängers. Ist der Händler bereit – und eine Rücksendung ist unkompliziert möglich – können Produkte wieder zurückgeschickt werden. Die Verbraucherzentrale rät Betroffenen jedoch, die Ware zu behalten. Sechs Monate sollte die Entscheidung aufgeschoben werden. So bleibt Zeit – um eventuell bei einem Zustellungsfehler zu reagieren. Amazon selbst erklärt dies eindeutig – “Du musst den Artikel nicht zurückgeben.”

Zusätzlich sollten Konsumenten sich darüber im Klaren sein – unbestellte Waren könnten auch absichtlich zugeschickt werden, um später in Rechnung gestellt zu werden. In solchen Fällen empfiehlt die Verbraucherzentrale, sich von Zahlungsaufforderungen nicht unter Druck setzen zu lassen. Ein Kaufvertrag entsteht erst, wenn das Angebot des Versenders aktiv angenommen wird.

Aufforderung von Amazon – Meldung unerwünschter Pakete


Amazon hat klare Richtlinien bezüglich Brushing. Das unaufgeforderte Zusenden von Paketen ist nicht erlaubt. Empfänger solcher Päckchen werden benachrichtigt – sie sollen unverzüglich handeln und die unbestellten Pakete melden. Vor diesem Schritt sollten sie prüfen – handelt es sich möglicherweise um ein missverstandenes Geschenk? Ist dies nicht der Fall, können Betroffene das Online-Formular für unerwünschte Pakete nutzen. Die Konsequenzen für die betrügerischen Verkäufer sind gravierend. Ihnen drohen der Verlust der Verkaufsberechtigung, zurückgehaltene Zahlungen und sogar strafrechtliche Konsequenzen.