Wann sollte man Rosen und Rhododendren schneiden?
Die beste Zeit für Rosen ist erreicht, wenn Forsythien blühen. Ein Zeichen, dass der Frost keine Gefahr mehr darstellt. Rhododendren hingegen benötigen einen Schnitt abhängig von den jeweiligen Zielen. Nach der Blüte im Mai oder Juni erfolgt bei Pflege- oder Formschnitten der Rückschnitt. Radikale Schnitte sind notwendig, wenn die Pflanze im Inneren kahl ist. Dies geschieht vor der Blüte im Frühling oder erst im Herbst.
Wie schneidet man Rosen richtig?
Für Rosen ist es entscheidend, abgestorbene, kranke und schwache Triebe zu entfernen. Edelrosen werden auf etwa drei Augen zurückgeschnitten – das sorgt für neue Triebe. Strauchrosen kommen mit einem sanften Rückschnitt aus. Wichtig ist, dass die Schnittführung leicht schräg verläuft. Circa 5 mm über einem nach außen gerichteten Auge sollte geschnitten werden. Auf diese Weise wachsen die Triebe nach außen und vermeiden gegenseitige Beschattung.
Wie schneidet man Rhododendren?
Rhododendren benötigen nicht immer einen Rückschnitt. Viele Sorten bleiben kompakt. Wird die Pflanze jedoch zu groß, ist ein Schnitt zur Verjüngung sinnvoll. Abgestorbene oder zu dicht wachsende Zweige müssen eliminiert werden. Direkt nach der Blüte im Frühjahr wird geschnitten, um die Blütenbildung im Folgejahr nicht zu gefährden. Der Schnitt erfolgt nah über einem Blattpaar. Das regt den neuen Austrieb an.
Radikaler Rückschnitt von Rhododendren
Ein radikaler Rückschnitt ist sinnvoll, wenn der Rhododendron unten kahl erscheint oder die Form nicht mehr stimmt. Voraussetzung ist, dass die Pflanze fest verwurzelt ist. Die Äste werden auf 30 bis 50 Zentimeter gekürzt. An verholzten Teilen sitzen oft schlafende Augen, die nach dem Schnitt neue Knospen bilden. Diese Verjüngungskur sollte zwei Jahre lang praktiziert werden: Im ersten Jahr wird die Hälfte der Äste entfernt, im zweiten Jahr folgt die andere Hälfte. Binnen drei Jahren blüht die Pflanze wieder prächtig. Radikale Schnitte sollten jedoch nur zu bestimmten Zeitpunkten im Jahr ausgeführt werden.
Welche Werkzeuge braucht man für einen Rückschnitt?
Für den Rückschnitt von Rosen und Rhododendren ist eine scharfe Gartenschere ausreichend. Bei dickeren Ästen ist eine Astschere empfehlenswert. Für sehr dicke Äste ist der Einsatz einer Säge unumgänglich. Die Werkzeuge sollten unbedingt sauber und scharf sein. Vor der Verwendung erfolgt eine Desinfektion. Handschuhe sind wichtig, um Verletzungen durch Dornen zu vermeiden. Rhododendron kann giftig sein; Kontakt mit der Haut kann Irritationen hervorrufen.
Was tun nach dem Rückschnitt?
Nach dem Rückschnitt sind regelmäßiges Gießen und eine gute Pflege wichtig. Besonders in trockenen Perioden ist die Versorgung mit Wasser unerlässlich. Eine Düngung mit einem speziellen Rosendünger oder organischem Dünger fördert das Wachstum. Das Mulchen hält die Feuchtigkeit im Boden und reduziert Unkraut.