Multinationale Forschungsteam entschlüsselt die Spielregeln
Ein internationales Team, angeführt von der Universität Maastricht, in Zusammenarbeit mit der Universität Leiden, der Flinders University in Australien, der Université Catholique de Louvain in Belgien und dem Römischen Museum sowie der Restaurierungswerkstatt Restaura in Heerlen, hat 3D-Scans und AI eingesetzt. Ziel war es - die Regeln dieses mysteriösen Spiels zu entschlüsseln, die jahrzehntelang unverständlich blieben.
Ein Blick auf den Stein
Der eiförmige Kalkstein misst etwa 21 x 14,5 cm. Eindeutige Muster zeugen von der Verwendung als Spielunterlage. Forscherheft vermerkt, dass Menschen Spiele seit mindestens der Bronzezeit gespielt haben – das ist um 3000 vor Christus. Viele Spiele sind nicht überliefert worden, die Coriovallum-Relikte jedoch haben die Zeit überstanden.
Dr. Walter Crist, der Hauptautor der Studie und Archäologe an der Universität Leiden, führt aus – die geometrischen Muster des Steins deuten auf das Gleiten von Spielsteinen hin. Er fragt sich – könnte die AI-gesteuerte Simulation genau diese Abnutzungsmuster reproduzieren?
Der wachsende Einfluss der KI in der Forschung
AI im Forschungsbereich – das ist kein neues Phänomen. Richtig bemerkenswert. Ich erinnere mich, wie ich vor einigen Monaten meine Begeisterung zum Ausdruck brachte. Viele in meinem Umfeld, die in der Programmierung tätig sind, waren skeptisch. AI hat seine Eigenheiten - ja, Bias ist ein Thema. Doch damit sind auch Menschen belastet. AI ist kein Führer, einfach ein Instrument. Kritisches Denken bleibt unerlässlich.
Die Versuche mit der AI: Ein faszinierendes Experiment
Die Forscher programmierten zwei AI-Bots, um eine digitale Version des Steins zu spielen - mit über 100 Regelsets aus der Geschichte. Nach 1.000 Versuchen zeichnete sich ein Muster ab. Neun Regeln der anderen Spiele stimmten mit dem geheimnisvollen Spiel überein. Ein bemerkenswerter Fortschritt. Ein Pluspunkt der Pattern Recognition – besonders stark bei Menschen mit neurodivergenten Veranlagungen. Und dennoch, AI hat Fähigkeiten, die wir nicht greifen.
Ludii - Eine AI zur Analyse antiker Spielregeln
Das System, bekannt als Ludii, brachte die zwei Bots in den Wettstreit. Regeln von Spielen wie haretavl aus Skandinavien und gioco dell’orso aus Italien wurden eingespeist. Matthew Stephenson von der Flinders University berichtet, es gab viele Simulationen. Bewegungen wurden angepasst, um das gleiche Abriebmuster wie beim Originalstein zu simulieren. Die Simulationen führten zu einem Typ von Strategiespiel: dem Blocking Game.
Ein neuer Blick in die Vergangenheit
Blocking Games – das ist faszinierend. Vor dem Mittelalter wissen wir kaum etwas über diese Art von Spielen. AI bietet eine entscheidende Möglichkeit, die Vergangenheit besser zu verstehen. Dr. Crist zitiert – "Erstmals wurde AI-gesteuertes Spielen zusammen mit archäologischen Methoden verwendet, um ein Brettspiel zu identifizieren." Ein vielversprechender Ausgangspunkt.
Zukunftsaussichten: Mehr verborgenes Wissen
Ob AI richtig lag oder nicht – das bleibt uns vielleicht verborgen. Aber das Team glaubt, was fast fünf Jahrzehnten entglitt, wurde endlich erobert. Stephenson meint, der Erfolg dieser Methode könne viele andere geheimnisvolle Artefakte erhellen.
Zusammenfassung der Forschungsergebnisse
Der Artikel wurde in der Zeitschrift Antiquity veröffentlicht. Die Quelle dieser spannenden Entdeckung ist Flinders University.