China will DVD aus dem Markt drängen

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von xoph, 5. Dezember 2006 .

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  1. #1 5. Dezember 2006
    China will DVD aus dem Markt drängen

    Führende chinesische Hersteller für Heimelektronik wollen ab 2008 keine DVD-Player mehr produzieren, meldet das chinesische Online-Magazin China Daily. 20 Firmen, darunter Shinco, Amoi, Hisense und TCL, wollen dazu am morgigen Mittwoch eine offizielle Erklärung abgeben und gleichzeitig 50 neue EVD-Player vorstellen, die durchschnittlich für umgerechnet 67 Euro angeboten werden sollen.

    Auslöser für die neue EVD-Initiative sind die hohen Lizenz-Abgaben, die chinesische Hersteller an die Halter der DVD-Patente (dazu gehören Sony, Philips, Pioneer, Panasonic, JVC, Hitachi, Mitsubishi, Toshiba, Thomson und Time Warner) zahlen müssen. Diese Lizenzabgaben betragen bis zu 20,60 Euro und machen bis zu 30 Prozent der Herstellungskosten aus. Firmen aus der Patenthaltergruppe würden die Lizenzkosten zum Teil erlassen, was ihnen einen stattlichen Preisvorteil verschafft. Nachdem die Patenthalter 2004 die Einfuhr unlizenzierter Geräte in die EU und USA stoppen konnten, brachen die Exporte chinesischer DVD-Player in die EU um 95 Prozent ein, in den USA verschwanden sie nahezu vollständig vom Markt.

    Bisher konnten die chinesischen Firmen die DVD-Patenthalter zu keinen Preisnachlassen bewegen, weshalb sie jetzt die EVD (Enhanced Versatile Disc) für die heimischen Markt vorantreiben. Die EVD setzt wie die DVD auf eine Abtastung mit rotem Laserlicht. Allerdings setzt sie ein anderes Dateiformat und andere Codecs ein, mit denen hochauflösende Filme gespeichert werden können. Über die Rechte wacht die EVD Industry Alliance. Die chinesische Regierung hatte die Entwicklung eigener Formate beschlossen, um Filmdatenträger unabhängig von ausländischen Firmen produzieren zu können.

    Bisher konnte sich die EVD in China allerdings nicht durchsetzen, da lediglich Shinco passende Player verkaufte. Die neuen Modelle sollen ein Digital Rights Management mitbringen, dass es den Anwendern erlaubt, die Filme zum Beispiel einmalig auf mobile Videoplayer zu kopieren.

    Mit der EVD als Datenträger für HD-Filme koppelt sich China auch von den Konkurrenzformaten HD DVD und Blu-ray Disc ab, für die noch höhere Lizenzabgaben fällig wären und die sich aufgrund der rigiden Kopierschutzverfahren nicht einfach duplizieren lassen. Fraglich ist allerdings, ob Hollywood-Studios die EVD unterstützen werden. Bisher haben nur chinesische Produzenten und Verkaufsketten ihre Unterstützung zugesagt. (hag/c't)

    heise.de
     

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  3. #2 6. Dezember 2006
    AW: China will DVD aus dem Markt drängen

    dann arbeiten sie doch gegen sich.
    einer kauft sich die evd, kopiert sie auf seinen videoplayer, schmeist es auf seinen rechner und stellt es ins inet ?(
    außerdem wird sich nicht jeder einen evd-player kaufen, nur damit er chinesische filme angucken kann
     
  4. #3 6. Dezember 2006
    AW: China will DVD aus dem Markt drängen

    z.b. , aber les auch die letzten zeilen:
    da wird hollywood mit hoher sicherheit nicht mitspielen !!
    daher wird das ganze projekt ein großer reinfall würde ich sagen.
    es dürfte nur "gewinnen" wenn hollywood wirklich so dumm ist und der EVD zusagt, was ich aber kaum glaube
     
  5. #4 27. Dezember 2006
    Doch kein Aus für DVD in China

    Doch kein Aus für DVD in China
    Alles nur ein Missverständnis
    Nachdem eine Reihe führender chinesischer Hersteller von DVD-Playern das Aus für die DVD verkündet hatte, machten sie nun einen Rückzieher. Nach dem Motto "War nicht so gemeint" beruhigen sie die Lieferanten von Chips für DVD-Laufwerke mit der Nachricht, dass sie lediglich weniger DVD-Laufwerke herstellen wollen als bisher.


    Die Nachricht ging Anfang Dezember 2006 um die Welt: Bis Ende 2008, so hieß es in der China Daily, solle die Produktion von DVD-Playern auslaufen. Als Ersatz solle die Enhanced Versatile Disc (EVD), eine chinesische Eigenentwicklung, in die Haushalte Einzug halten. Auf diese Weise wollten die Hersteller nicht nur teure Lizenzgebühren an die Halter der DVD-Patente sparen, sondern gleichzeitig den neuen, teuren Medien HD-DVD und Blu-ray eine billige Alternative entgegensetzen.

    Mit der Ankündigung hatten die DVD-Player-Hersteller für erhebliche Unruhe unter ihren Technologie-Lieferanten gesorgt. Die Hersteller von Chipsätzen für DVD-Laufwerke sahen ihr profitables Geschäft bedroht. Anrufe bei den Mitgliedern der EVD-Allianz beruhigten sie sehr schnell. Die Ankündigung der EVD-Allianz "stimmte nicht", wie Tim Vehling von LSI Logic aus Anrufen bei Herstellern erfuhr.

    Die Hersteller sind vorsichtig: "Wir würden es nicht riskieren, aus der Produktion von DVD- oder HD-DVD-Playern auszusteigen, einzig und allein um einen einheimischen Standard zu unterstützen", sagte Chao Chen von Amoi Electronics gegenüber der EETimes.

    Amoi Electronics ist ebenfalls Mitglied der EVD-Allianz. Statt eines plötzlichen Wechsels streben die Hersteller vielmehr an, die Produktion von Laufwerken mit der konkurrierenden EVD-Technik allmählich zu steigern. Schätzungen reichen von einem Verhältnis DVD:EVD von 35 zu 65 bis 50 zu 50 Prozent der produzierten Abspielgeräte im Jahr 2008.


    quelle: Golem.de
     

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