Das veraltete Schulsystem: Ein Aufruf zur Veränderung des Lehramtsstudiums

Oliver Kunkel, ein passionierter Lehrer aus Schweinfurt, empfindet oft Frustration. Die Schulzeit seiner Kinder wirft Schatten auf seine eigene Lehrtätigkeit. Mangelnde Innovation prägt den Alltag. Der Druck durch Noten und Anspannung ist allgegenwärtig. In diesem Artikel stehen Stimmen aus der Praxis im Vordergrund. Es zeichnet sich ein Bild ab, das innovative Lernsysteme fordert. Die Vernetzung von Inhalten statt der üblichen Fächertrennung könnte einen Paradigmenwechsel darstellen.

Das veraltete Schulsystem: Ein Aufruf zur Veränderung des Lehramtsstudiums

von   Kategorie: Politik & Recht
Symbolbild Schüler und Lehrer sollen Spaß am Lernen haben Viele Experten sind der Meinung dass .jpeg

Eine zentrale Frage: Wie geht es Dir mit dem Schulsystem?


Die Diskussion über das Schulsystem ist entscheidend. Intensive persönliche Erfahrungen aus Schulen und Familien werden ausgetauscht. Statistiken bieten selten das komplette Bild. Lange Belastungen in Schulen werden thematisiert. Die Stimmen von Lehrenden, Eltern, sowie Forschenden stehen im Raum und sie zeigen einen gemeinsamen Wunsch: mehr Sinnhaftigkeit statt Zwang. Darin liegt die Hoffnung auf neue Wege zur Bildungsreform.



Moderne Unterrichtsansätze: Verbindung von Wissen mit Emotionen


Kunkel geht über den traditionellen Unterricht hinaus. In seiner Arbeit nutzt er die Natur als Lernort. Achtsamkeit und projektorientierte Ansätze gehören zu seinen Methoden. Diese Ansätze schaffen Emotionen. Emotionen sind wichtig für das Lernen und verbinden Inhalte. Fachgrenzen werden hierbei durchbrochen. Das Konzept der FutureLabs zielt darauf ab, gehirngerechtes Lernen zu erproben. Vernetzung mit Wissenschaftlern weltweit ist ein weiterer Vorteil.



Systematische Veränderung: Schüler werden oft überfrachtet


Klaus Zierer, ein Bildungsforscher aus Augsburg, identifiziert einen Kernpunkt. In der Schule geht es oft um das volle Stopfen von Wissen. Die Freude am Lernen bleibt häufig auf der Strecke. Die Schule arbeitet wie ein mechanisches System – einzelne Zahnräder drehen sich ohne tiefere Veränderung. Ein Durchbruch in der Praxis wird so unwahrscheinlich.



Erforderliche Modernisierung: Praktische Ausbildung für Lehrkräfte


Zierer fordert eine grundlegende Reform der Lehrkräfteausbildung. Teamarbeit und Pädagogik sollten im Vordergrund stehen, weniger das starre Ansammeln von Wissen. Auch Dieter Dohmen, Direktor des FiBS, bringt eine neue Perspektive ein. Ein duales Lehramtsstudium könnte den Lehrkräften helfen, Talente zu erkennen und zu fördern. Praxis sollte von Beginn an im Studium verankert sein – Hospitationen, Begleitungen, und Reflexion sind notwendig. Dabei sollten grundlegende Fragen zu guter Lehrerpersönlichkeit und zur Kommunikation mit Eltern früh behandelt werden.



Das Lehramtsstudium: Zu spät zum praktischen Lernen und oft mit falschen Schwerpunkten


Bereits existierende duale Modelle sind oft unzureichend. Sie schließen überwiegend Lücken. Politischer Wille für echte Veränderung bleibt häufig aus. In Bayern wurde kürzlich ein Gutachten zur Reform der Lehrerbildung veröffentlicht. Es legt den Fokus stark auf Kernkompetenzen: Feedback, Regeln, und Klassenführung. Tätigkeiten bezogen auf den Menschen und die Beziehung bleiben unberücksichtigt.



Lernen muss Spaß machen: Für Lehrer, Schüler und die Schulgemeinschaft


Trotz vieler Kritik lässt sich Kunkel nicht entmutigen. Neues auszuprobieren erfüllt ihn mit Freude. Gespräche mit Kolleginnen, Studierenden und Kindern geben ihm Energie. Kinder müssen früh lernen, wie ihr Gehirn funktioniert. Lernen kann Freude bereiten und bleibt so besser im Gedächtnis. Kunkel hofft auf eine weitreichende Verbreitung dieser Erkenntnis in der Schullandschaft.