Das Wallis - ein Kanton, was zu beeindrucken weiß

Artikel von Tommy Weber am 22. Juni 2022 um 16:08 Uhr im Forum Urlaub und Reisen - Kategorie: Trend & Lifestyle

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Das Wallis - ein Kanton, was zu beeindrucken weiß

22. Juni 2022     Kategorie: Trend & Lifestyle
Wer in die Schweiz kommt, hat das Gefühl, dass alle Probleme, die die Welt belasten, plötzlich ganz weit weg sind. Die kleine Schweiz hat, so scheint es, wenige bis gar keine Probleme, dafür aber viele wunderschöne Ferienziele. Dazu gehört auch das Wallis, ein eher unscheinbarer Kanton, der seinen Besucher aber eine Menge zu bieten hat. Nicht immer müssen es die mondänen Skiorte wie St. Moritz oder Davos oder die schicken Städte wie Zürich oder Genf sein, auch die Berge im Wallis sorgen für die richtige Erholung.

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Der Kanton der Gegensätze
Naturspektakel, viel Kultur und Abenteuer, die Körper und Seele gleichermaßen guttun – das Wallis hat alles und noch mehr im Angebot. Die Besucher erwartet eine Fülle von unvergesslichen Erlebnissen und Eindrücken, nicht nur, was die atemberaubende Natur mit ihren 45 Viertausendern angeht. Das Wallis ist ein echtes Paradies für alle Wintersportler, für Wanderer, Mountainbiker und diejenigen, die sich für die Geschichte des Kantons interessieren.

Im Wallis können Urlauber wieder Kraft für den Alltag tanken. Eine Rundreise durch das Wallis könnte in einer der klassischen Ferienregionen starten: in Saas-Fee im Saastal. Wie wäre es, auf einer Höhe von 3500 Meter zu frühstücken, und zwar im höchsten Drehrestaurant der Welt? Perfekt wird der Start in den Tag, wenn man einen Sonnenaufgang in den Bergen erlebt. Zu erreichen ist das Ausflugsziel „Allalin“ mit der weltweit höchsten Standseilbahn, die unterirdisch fährt, was allein schon ein Erlebnis der Superlative ist.

Die schönsten Gletscher
Kein Besuch im Wallis ohne einen Abstecher zu den großen Gletschern. So bietet der Große Aletschgletscher ein atemberaubendes Panorama auf die kristallklaren Bergseen sowie auf die umliegende Bergwelt mit 40 Bergen, die 4000 Meter oder höher sind. Alle, die gerne wandern, sollten auf einen oder mehrere Aussichtsgipfel steigen:
  • Das Bettmerhorn mit 2647 Meter.
  • Der Hohfluh mit 2227 Meter.
  • Das Moosfluh mit 2333 Meter.
  • Das Eggishorn mit 2869 Meter.
Von allen vier Gipfeln aus ist die Aussicht auf die Gletscherwelt des Wallis spektakulär.

Im Südwesten des Kantons, an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien, steht einer der berühmtesten Berge der Welt und das Wahrzeichen der Schweiz: das Matterhorn. Vom kleinen, malerischen Dorf Zermatt aus fährt eine Zahnradbahn auf eine Höhe von 3100 Metern. Von dort aus gibt es einen fantastischen Panoramablick auf das Matterhorn und die Gletscher.

Wandern im Wallis
Alle, die gerne wandern, sind im Wallis immer richtig. Der dänische Philosoph Søren Kierkegaard war gerne in den Bergen des Wallis unterwegs. Dort habe er seine besten Gedanken „ergangen“. Wasserfälle, Gletscher, sanft geschwungene Hügel, Wälder und majestätische Gipfel, so weit das Auge reicht, die Möglichkeiten, hier zu wandern, sind unbegrenzt. Von Leukerbad im Norden des Wallis kann das knapp 3000 Meter hohe Torrenthorn erwandert werden, wo sich der Sage nach die Quelle zum Glück befindet. Die Aussicht auf die Walliser und die Berner Alpen ist auf jeden Fall fantastisch. Wenn das Wetter mitspielt, reicht der Blick sogar bis nach Frankreich.

Berühmt ist der Stockalperweg in Brig. Der Handelsmann Kaspar Stockalper hat vor mehr als 300 Jahren den Saumpfad über den Simplonpass ausgebaut. Alle geübten Wanderer sollten die Region Dents du Midi besuchen. Dort, im französischsprachigen Teil des Wallis, sind die schwierigen Routen und eine faszinierende Flora und Fauna zu finden. Wer in Champéry, einem der ältesten Touristenorte des Landes startet, kann die beliebte Tour des Dents du Midi erwandern.

Das Wallis mit allen Sinnen genießen
Im Wallis gibt es so viel zu entdecken, dass diejenigen, die schon einmal dort waren, gerne wiederkommen. Kulturell hat der Kanton einiges zu bieten, wie beispielsweise den Ort Nendaz. Dort spielen Alphornbläser mit professionellen Musikern und wer möchte, kann sich auch als Alphornbläser versuchen. Die herrliche Natur entdecken und gleichzeitig die Köstlichkeiten des Kantons genießen, mit einem sogenannten Gourmetticket zum Gornergrat wird es möglich. Dabei handelt es sich um eine Bahnfahrt, die sich flexibel gestalten lässt und hoch auf den Gornergrat führt. Auf der Strecke gibt es diverse Stopps an Genuss-Stationen mit verschiedenen Restaurants, die jeweils einen Teil eines Fünf-Gänge-Menüs servieren.

Alle, die den Wein lieben, sind in Sion und dem Weinpark Les Celliers des Sion immer richtig. Dort führt eine fünf Kilometer lange Tour durch die historischen Weinberge, natürlich mit den entsprechenden Weinproben. Geschichtlich hat die Region ebenfalls einiges zu bieten, wie beispielsweise St. Maurice, eine Basilika aus dem 17. Jahrhundert. Sehenswert sind hier vor allem die Katakomben und der Stiftsschatz.

Den Kanton mit dem Rad erkunden
Leidenschaftliche Mountainbiker werden im Wallis auf ihre Kosten kommen. Sie genießen das wunderschöne Panorama der Berge, die gute Luft und können auf 600 Kilometer markierter Routen sich die schönste Route aussuchen. In der Region Dents du Midi ist das größte Mountainbike-Gebiet in Europa zu finden: die Portes du Soleil. In Saastal wurde der Bike Skills Park Kreuzboden eröffnet, der Spaß für alle Mountainbiker garantiert. Neu ist auch der Flowtrail, auf dem zwischen Hohsaas und Saas-Grund 1600 Meter Höhenunterschied mit dem Rad überwunden werden müssen.

Singletrails bietet Leukerbad, ganz im Norden des Wallis. Alle, die Radfahren möchten, können sich ganz bequem von Leukerbad aus mit einer Großkabinen-Seilbahn zur Bergstation „Rinderhütte“ bringen lassen. Der Radweg bietet einen grandiosen Blick auf das Tal der Rhone und viele Viertausender der Walliser Alpen.

Erholen, entspannen und genießen
Ein entspannendes Bad ist nach einer anstrengenden Radtour genau das Richtige. In der Walliser Alpentherme in Leukerbad sprudelt Thermalwasser mit einer Temperatur von 51° Grad aus dem Berg heraus und sorgt für die nötige Erholung. Um wieder zu Kräften zu kommen, bieten sich die teils deftigen Walliser Spezialitäten an. Frisches Roggenbrot und Trockenfleisch, der herzhafte Bergkäse, der noch nach traditionellen Rezepten auf den Almen hergestellt wird und natürlich das Walliser Tomatenfondue, sind immer eine gute Wahl. Nicht zu vergessen das abwechslungsreiche Raclette und das Walliser Gsottus. Bei diesem Gericht werden verschiedene Fleischsorten mit frischem Gemüse und Birnen zu einem Eintopf gekocht. Je nach Region werden dazu noch Kartoffel, Reis oder Sauerkraut verwendet. Sii ist ein bekanntes Dessert, was gerne auf Hochzeiten serviert wird. Roggenbrot wird in Rotwein eingelegt, dazu kommt Holunderblütensirup, Butter und süßer Rahm. Das Ganze wird lauwarm serviert.

Übrigens, falls auf der Speisekarte Cholera steht, dann besteht keine Gefahr, hier handelt es sich um eine Gemüsepastete mit Äpfeln und Käse.

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Bildquelle: © Depositphotos.com / CAHKT
 

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